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  • Kai 

Das Alpenveilchen in der Wohnung als Zimmerpflanze pflegen

Alpenveilchen sind aufgrund ihrer ansprechenden Ästhetik und geringen Pflegeansprüche eine beliebte Wahl für Wohnräume. Diese Pflanzen, ursprünglich aus den Bergregionen Europas und des Mittelmeerraums stammend, haben sich hervorragend an das Leben in Innenräumen angepasst. Ihre charakteristischen, oft herzförmigen Blätter und lebhaften Blüten, die in verschiedenen Farbtönen wie Rosa, Weiß und Rot erhältlich sind, bringen Farbe und Vitalität in jeden Raum.

Das Alpenveilchen in der Wohnung als Zimmerpflanze pflegen

Kurzantwort: Das Alpenveilchen als Zimmerpflanze

Für die Gesundheit und eine lange Blüte sind viel Licht und eine ausgewogene Bewässerung das wichtigste für ein Alpenveilchen, welches in der Wohnung kultivier wird. Stelle es an einen hellen Standort in der Nähe eines Fensters und gieße das Alpenveilchen alle 1 bis 2 Wochen. Gieße die Pflanze nur, wenn die erste Erdschicht bereits angetrocknet ist. Während der Blütezeit sollte es zusätzlich alle 2 Wochen mit einem flüssigen Blühpflanzendünger versorgt werden. Vermeide Staunässe und kontrolliere das Alpenveilchen regelmäßig auf Schädlinge und Krankheiten.

Standortwahl und Lichtbedarf

Für das optimale Gedeihen von Alpenveilchen in der Wohnung ist die Auswahl des richtigen Standorts entscheidend. Alpenveilchen bevorzugen helle, aber indirekt beleuchtete Plätze. Direkte Sonneneinstrahlung, insbesondere zur Mittagszeit, sollte vermieden werden.

Ein idealer Standort für Alpenveilchen ist beispielsweise die Fensterbank, welche nach Osten oder Westen ausgerichtet ist. Das Licht spielt eine wesentliche Rolle für das Wachstum, es fördert die Blütenbildung, verhindert das Vergeilen (übermäßiges Wachstum aufgrund unzureichender Beleuchtung) und erhält die lebendigen Farben der Blätter und Blüten.

Um zu viel direktes Sonnenlicht zu vermeiden, kannst du einen transparenten Vorhang verwenden, der das Licht streut. So kann das Alpenveilchen auch an einem Südfenster den Winter in voller Pracht blühen. Auch das gelegentliche Drehen der Pflanze hilft, ein gleichmäßiges Wachstum zu fördern, da alle Teile der Pflanze gleichmäßig Licht erhalten.

Empfehlung: Bekommt deine Pflanze nicht genug Licht? Sind die Stängel lang und die Blätter klein? Mit einer speziellen Pflanzenlampe bekommt deine Zimmerpflanzen auch an schattigen Standorten oder im Winter ausreichend Licht. Damit deine Pflanze ausreichend Photosynthese betreiben kann, empfehlen wir diese Lampe.

Bewässerung und Feuchtigkeitskontrolle

Es ist wichtig, regelmäßig, aber mäßig zu gießen. Das bedeutet, die Erde sollte zwischen den Bewässerungen leicht antrocknen. Eine ständige Feuchtigkeit, die zu Staunässe führt, muss unbedingt vermieden werden, da sie Wurzelfäule verursachen kann. Gieße das Alpenveilchen ca. 1 bis 2 Wochen, je nach Größe, Standort und Temperatur variiert der Wasserbedarf.

Ein guter Ansatz ist es, das Alpenveilchen von unten zu gießen, indem du den Topf in eine Schale mit Wasser stellst und die Pflanze das Wasser selbst aufnehmen lässt. Diese Methode fördert auch eine gleichmäßige Feuchtigkeitsverteilung im Wurzelbereich. Im Winter, wenn die Pflanze weniger Energie verbraucht und die Raumtemperaturen niedriger sind, wird sie weniger Wasser benötigen.

Empfehlung: Gibst du deinen Pflanzen mal wieder zu viel Wasser? Mit einem Bodenfeuchtigkeitsmessgerät ist es kinderleicht, deine Pflanze zum richtigen Zeitpunkt zu gießen. Den genausten Feuchtigkeitsmesser findest du hier.

Düngung und Bodenbeschaffenheit

Eine angemessene Düngung und die Wahl des richtigen Bodens sind essentiell für die Gesundheit und eine lange Blüte des Alpenveilchens. Beginnen wir mit der Düngung: Für Alpenveilchen eignet sich am besten ein phosphorbetonter Flüssigdünger (Blühpflanzendünger). Dieser fördert während der bevorstehenden Wintermonate die Blütenproduktion und sollte schon im Herbst angewendet werden.

Die Düngung sollte während der Wachstums- und Blütezeit, welche von September bis April reichen kann, alle zwei Wochen gedüngt werden. Bedenke, dass je nach Art Sorte die Blütezeit erst im Frühjahr beginnen wird oder bereits im September. Informiere dich daher genau, welche Sorte und besitzt und passe die Düngung entsprechend an.

Was den Boden betrifft, so bevorzugen Alpenveilchen eine lockere, nährstoffreiche und gut drainierende Erde. Eine gute Bodenmischung besteht aus Blumenerde und Perlite oder Sand, um eine angemessene Drainage zu gewährleisten. Dies hilft, Staunässe zu vermeiden und sorgt dafür, dass die Wurzeln genug Luft bekommen, was für die Gesundheit der Pflanze unerlässlich ist.

Empfehlung: Deine Pflanze blüht nicht mehr? Mit einem Phosphor betonten Dünger wird die Blühphase deiner Pflanze neu eingeleitet und unterstützt. Den besten Blühpflanzendünger haben wir dir hier verlinkt. 

Das Alpenveilchen in der Wohnung als Zimmerpflanze pflegen

Krankheiten und Schädlingsbekämpfung

Alpenveilchen können von verschiedenen Krankheiten und Schädlingen betroffen sein, die ihre Gesundheit und Ästhetik beeinträchtigen. Zu den häufigsten Problemen gehören Wurzelfäule, Blattläuse und Spinnmilben. Wurzelfäule tritt oft als Folge von Staunässe auf und zeigt sich durch verfaulte, matschige Wurzeln. Blattläuse und Spinnmilben, kleine Schädlinge, die sich von Pflanzensäften ernähren, führen zu verformten Blättern und einem geschwächten Wachstum.

Die Vorbeugung von Krankheiten und Schädlingen beginnt mit der richtigen Pflege. Stelle sicher, dass deine Alpenveilchen nicht überwässert werden, um Wurzelfäule zu vermeiden. Überprüfe die Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen wie Blattläuse oder Spinnmilben. Eine gute Hygiene, wie das Entfernen von abgestorbenem Laub, hilft ebenfalls, Schädlingsbefall zu verhindern.

Erkennungszeichen für Gesundheitsprobleme bei Alpenveilchen sind verfärbte, welkende oder verformte Blätter, ein ungewöhnlicher Wuchs oder das Vorhandensein von Schädlingen auf der Pflanze. Bei den ersten Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingsbefall ist schnelles Handeln gefragt. Für die Behandlung von Mehltau können fungizide Sprays verwendet werden, während bei einem Befall von Blattläusen oder Spinnmilben insektizide Seifen oder Öle hilfreich sind. Bei Wurzelfäule sollte die Pflanze umgetopft und alle verfaulten Wurzeln entfernt werden.

Empfehlung: Leiden deine Pflanzen unter einem Schädlingsbefall? Mit einem natürlichem Schädlingsspray kannst du Schädlinge auf Rapsöl-Basis bekämpfen ohne die Früchte zu gefährden. Das beste Mittel findest du hier.