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  • Kai 

Alpenveilchen Pflege: Lange Blühphase & gesundes Wachstum

Alpenveilchen erfreuen sich als Zimmerpflanzen und Gartenpflanze großer Beliebtheit. Ihre Anziehungskraft liegt in den auffallend schönen Blüten, die fast das ganze Jahr über das Zuhause bereichern können. Doch um diese Pracht kontinuierlich zu genießen, ist eine sachkundige Pflege unerlässlich.

Alpenveilchen Pflege: Lange Blühphase & gesundes Wachstum

Standort und Lichtbedingungen für Alpenveilchen

Für Alpenveilchen (Cyclamen) ist die Wahl des Standorts und die Berücksichtigung der Lichtbedingungen von entscheidender Bedeutung. Diese Pflanzen gedeihen am besten bei hellem, aber indirektem Licht. Als Zimmerpflanze eignet sich ein Fenster mit Ost- oder Westausrichtung sehr gut und im Freien gepflanzt die Nähe zu einem schattenspendenden Baum.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Alpenveilchen nicht in dunklen Räumen gedeihen. Lichtmangel führt zu schwachem Wachstum und kann die Blütenbildung beeinträchtigen. Überprüfe regelmäßig, ob der gewählte Standort genügend Licht bietet, besonders in den dunkleren Wintermonaten. Alpenveilchen haben unterschiedliche Blühzeiten, aber die meisten Arten blühen im Winter, wo es ohnehin weniger Licht gibt.

Wasserbedarf und Bewässerungstechniken

Alpenveilchen bevorzugen eine mäßige, aber regelmäßige Bewässerung. Es ist entscheidend, die oberste Erdschicht zwischen den Bewässerungen leicht antrocknen zu lassen, ohne dass sie vollständig austrocknet. Im Winter müssen sie im Garten meist nicht gewässert werden, als Zimmerpflanze hingegen schon.

Beginne mit der Überprüfung der Bodenfeuchtigkeit, bevor du gießt. Dies kannst du einfach durch Eindrücken eines Fingers in die Erde tun. Wenn die obersten 2 bis 3 Zentimeter trocken sind, ist es Zeit für die nächste Bewässerung. In der Regel muss die pflanze alle 1 bis 2 Wochen mäßig mit Wasser versorgt werden.

Beim Gießen solltest du darauf achten, das Wasser direkt auf die Erde und nicht auf die Blätter oder Blüten zu gießen, um Schimmelbildung oder andere Krankheiten zu vermeiden. Idealerweise sollte das Wasser von unten zugeführt werden, indem der Topf in einen Untersetzer mit Wasser gestellt wird. So können die Wurzeln das Wasser aufnehmen, das sie benötigen, und überschüssiges Wasser kann leicht entfernt werden.

Empfehlung: Gibst du deinen Pflanzen mal wieder zu viel Wasser? Mit einem Bodenfeuchtigkeitsmessgerät ist es kinderleicht, deine Pflanze zum richtigen Zeitpunkt zu gießen. Den genausten Feuchtigkeitsmesser findest du hier.

Die richtige Erde und Umtopfen

Alpenveilchen bevorzugen eine lockere, nährstoffreiche und gut drainierende Erde. Eine solche Erdmischung unterstützt das Wurzelwachstum und verhindert Staunässe, die zu Wurzelfäule führen kann. Für die optimale Erdmischung kombiniere hochwertige Blumenerde mit Perlit oder grobem Sand, um die Drainage zu verbessern. Dies sorgt für eine lockere Struktur, die den Wurzeln erlaubt, sich ungehindert auszubreiten und erleichtert gleichzeitig die Wasser- und Nährstoffaufnahme.

Das Umtopfen von Alpenveilchen sollte alle ein bis zwei Jahre erfolgen, vorzugsweise im Frühjahr. Beim Umtopfen wähle einen Topf, der nur geringfügig größer ist als der vorherige, da Alpenveilchen in zu großen Töpfen nicht gut gedeihen. Im Freien brauchen Alpenveilchen nicht umgepflanzt werden.

Empfehlung: Bist du auf der Suche nach frischer Erde für deine Zimmerpflanzen? Mit einer nährstoffreichen Erde, förderst du das Wachstum deiner Zimmerpflanzen! Die beste Zimmerpflanzenerde findest du hier.

Alpenveilchen Pflege: Lange Blühphase & gesundes Wachstum

Düngung und Nährstoffbedarf

Wir empfehlen die Verwendung eines ausgewogenen Flüssigdüngers für Blühpflanzen, der alle wesentlichen Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium in ausgewogener Form enthält. Diese Nährstoffbalance unterstützt das gesunde Wachstum der Blätter, die Entwicklung der Wurzeln und die Blütenbildung. Der Dünger sollte während der Wachstums- und Blütezeit, also in der Regel von Frühling bis Herbst, alle zwei bis vier Wochen angewendet werden.

Wenn du deine Alpenveilchen im Garten verpflanzt hast, musst du dir um die Nährstoffversorgung keine großen Gedanken machen. Empfehlenswert ist es dennoch im Frühjahr etwas Kompost oder natürlichen Langezeitdünger auszubringen.

Empfehlung: Deine Pflanze blüht nicht mehr? Mit einem Phosphor betonten Dünger wird die Blühphase deiner Pflanze neu eingeleitet und unterstützt. Den besten Blühpflanzendünger haben wir dir hier verlinkt. 

Ruhephase des Alpenveilchens

Die Ruhephase ist für Alpenveilchen ein natürlicher und wichtiger Zyklus, der oft im späten Frühling beginnt und bis zum Herbst oder kommenden Winter andauert (Je nach Art). Während dieser Zeit bereitet sich die Pflanze auf die nächste Wachstums- und Blüteperiode vor. In der Ruhephase wirft das Alpenveilchen alle Blätter und Blüten ab, welche in der kommenden Blütezeit wieder ersetzt werden.

In der Ruhephase reduziert sich der Wasserbedarf der Pflanze erheblich. Die Bewässerung sollte daher schrittweise verringert werden auf alle 3 bis 4 Wochen. Lass die oberste Erdschicht zwischen den Bewässerungen gut austrocknen, bevor du erneut gießt.

Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen

Häufige Krankheiten bei Alpenveilchen sind Wurzelfäule, verursacht durch zu viel Feuchtigkeit und schlechte Drainage, sowie Mehltau, der sich als weißer, mehlartiger Belag auf Blättern und Stielen zeigt. Ein weiteres Problem sind Blattläuse, kleine Insekten, die sich von Pflanzensaft ernähren und oft an jungen Trieben oder unter den Blättern zu finden sind.

Um Krankheiten vorzubeugen, ist eine korrekte Pflege entscheidend. Dazu gehört, Staunässe zu vermeiden, für eine gute Luftzirkulation zu sorgen und die Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten zu untersuchen. Bei den ersten Anzeichen von Wurzelfäule ist es wichtig, die Bewässerung zu reduzieren und sicherzustellen, dass der Topf bzw. die Erde eine gute Drainage hat. Bei Mehltau helfen spezielle Fungizide, während bei einem Befall mit Blattläusen der Einsatz von Insektiziden oder natürlichen Mitteln wie Neemöl empfohlen wird.

Bei der Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten ist es wichtig, die Mittel gemäß der Anweisungen zu verwenden und die Pflanze nach der Behandlung weiterhin sorgfältig zu beobachten. Bei schwerwiegenden Problemen kann es erforderlich sein, betroffene Pflanzenteile zu entfernen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Empfehlung: Leiden deine Pflanzen unter einem Schädlingsbefall? Mit einem natürlichem Schädlingsspray kannst du Schädlinge auf Rapsöl-Basis bekämpfen ohne die Früchte zu gefährden. Das beste Mittel findest du hier.

Alpenveilchen Pflege: Lange Blühphase & gesundes Wachstum

Lebensdauer und Mehrjährigkeit von Alpenveilchen

Alpenveilchen (Cyclamen) sind mehrjährige Pflanzen, die bei richtiger Pflege mehrere Jahre, manchmal sogar über ein Jahrzehnt, gedeihen können. Ihre Lebensdauer hängt maßgeblich von den Bedingungen ab, unter denen sie gepflegt werden.