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  • Kai 

Wie rette ich das Alpenveilchen vor dem Absterben?

Das Alpenveilchen, botanisch als Cyclamen bekannt, erfreut sich großer Beliebtheit als Zimmerpflanze, insbesondere in Deutschland. Seine farbenfrohen Blüten und dekorativen Blätter machen es zu einem attraktiven Hingucker. Doch oft kommt es zu Missverständnissen in der Pflege, vor allem hinsichtlich des Lebenszyklus und der Ruhephase des Alpenveilchens.

Wie rette ich das Alpenveilchen vor dem Absterben?

Kurzantwort: Das Alpenveilchen retten

In den meisten Fällen muss das Alpenveilchen nicht gerettet werden, da es in ihrem natürlichen Lebenszyklus ihre Blätter, sowie die Blüten abwirft, was oft als das Ableben der Pflanze interpretiert wird. Handelt es sich jedoch um ein ernsthaftes Problem, musst du zuerst die Bodenfeuchte und die Wurzeln überprüfen. Nasse Erde uns matschige Wurzeln sind ein Zeichen für Wurzelfäule, woraufhin das Alpenveilchen umgepflanzt werden muss. Ein weiteres häufiges Problem bei Zimmerpflanzen Alpenveilchen ist ein Standort, welcher die Pflanze mit zu wenig Licht versorgt.

Muss mein Alpenveilchen überhaupt gerettet werden?

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass das Alpenveilchen nach seiner Blütezeit eine Ruhephase benötigt. Diese Phase wird oft fälschlicherweise als Verblühen interpretiert. Während dieser Zeit sammelt die Pflanze Energie für die nächste Blütezeit. Es ist ein natürlicher und notwendiger Prozess, der für die Gesundheit und Langlebigkeit der Pflanze entscheidend ist.

Die häufigste Fehlannahme ist, dass das Alpenveilchen bei ersten Anzeichen welkender Blüten oder Blätter stirbt. In Wahrheit signalisiert dies lediglich den Beginn der Ruhephase. Es ist also nicht der Moment, in dem man die Pflanze aufgeben sollte. Stattdessen ist es eine Gelegenheit, die Pflege anzupassen und die Pflanze auf ihre nächste Wachstumsphase vorzubereiten. Alpenveilchen verlieren ihre Blätter, sowie die Blüte, dies kannst du nicht verhindern.

Erkennungszeichen für Probleme beim Alpenveilchen

Wenn du Probleme bei deinem Alpenveilchen feststellst, ist es wichtig, schnell zu handeln. Hier sind zwei Hauptanzeichen, auf die du achten solltest: Schädlingsbefall, Fäulnis & Blattwelke. Diese Symptome zeigen an, dass deine Pflanze Hilfe benötigt. Doch Vorsicht: Nicht jedes Anzeichen von Welke ist ein Grund zur Sorge. Nach der Blütezeit treten bei Alpenveilchen natürliche Ruhephasen auf, in denen ein gewisses Maß an Blattwelke normal ist.

Zuallererst, welke Blätter: Wenn die Blätter deines Alpenveilchens schlaff und leblos wirken, könnte dies auf Wassermangel oder eine Krankheit hinweisen. Überprüfe die Bodenfeuchtigkeit. Alpenveilchen bevorzugen eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, aber Staunässe sollte vermieden werden, da sie Wurzelfäule verursachen kann.

Der zweite Punkt ist der Schädlingsbefall. Achte auf kleine Insekten oder Spinnmilben an den Blättern und Stielen. Schädlinge können die Pflanze schwächen und ihre Fähigkeit zur Photosynthese beeinträchtigen. Bei einem Schädlingsbefall entsteht häufig ein Kümmerwuchs, welcher Blüten und Blätter nicht richtig ausbilden lässt.

Der dritte Punkt betrifft die Wurzelfäule, die oft durch übermäßiges Gießen verursacht wird. Überprüfe die Wurzeln deines Alpenveilchens, indem du es vorsichtig aus dem Topf nimmst. Gesunde Wurzeln sind fest und haben eine weiße oder hellbraune Farbe. Schwarze oder matschige Wurzeln deuten auf Fäulnis hin.

Empfehlung: Gibst du deinen Pflanzen mal wieder zu viel Wasser? Mit einem Bodenfeuchtigkeitsmessgerät ist es kinderleicht, deine Pflanze zum richtigen Zeitpunkt zu gießen. Den genausten Feuchtigkeitsmesser findest du hier.

Wie rette ich das Alpenveilchen vor dem Absterben?

Rettungsmaßnahmen für das Alpenveilchen

Beginne mit der Überprüfung des Standorts. Alpenveilchen bevorzugen helles, indirektes Licht. Zu viel direkte Sonneneinstrahlung kann die Blätter verbrennen, während zu wenig Licht das Wachstum hemmen kann. Steht ein Zimmerpflanzen Alpenveilchen mehr als 2 Meter entfernt vom Fenster, muss der Standort angepasst werden. Alpenveilchen im Freien sind in der Regel immer mit ausreichend Licht versorgt.

Wasser ist ein weiterer kritischer Faktor. Alpenveilchen benötigen eine gleichmäßige Feuchtigkeit, aber zu viel Wasser kann zu Wurzelfäule führen. Ist der Boden sehr nass und matschig, muss das Alpenveilchen umgepflanzt, bzw. umgetopft werden. Empfehlenswert ist es immer sich das Wurzelsystem anzuschauen (Braune Wurzeln deuten auf Wurzelfäule hin). Gieße deine Pflanze erst, wenn die oberste Erdschicht leicht angetrocknet ist, und achte darauf, Staunässe zu vermeiden.

Die Temperatur spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Alpenveilchen gedeihen bei kühlen Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Vermeide Standorte mit Zugluft oder in der Nähe von Heizkörpern, da extreme Temperaturschwankungen der Pflanze schaden können.

Eine geeignete Erde ist für die Gesundheit des Alpenveilchens essentiell. Verwende eine lockere, gut durchlässige Erde mit einem ausgewogenen Nährstoffgehalt. Spezielle Blumenerde für Alpenveilchen oder eine Mischung aus Blumenerde und Perlit ist ideal.

Pflegeanleitung für die Ruhephase

Die Ruhephase des Alpenveilchens ist ein natürlicher und wichtiger Teil seines Lebenszyklus. In dieser Zeit sammelt die Pflanze Energie für die nächste Blütezeit. Eine angepasste Pflege ist entscheidend, um dein Alpenveilchen optimal auf die nächste Wachstumsphase vorzubereiten.

Beginne damit, die Wassergaben zu reduzieren. Während der Ruhephase benötigt das Alpenveilchen weniger Wasser als in der Blütezeit. Achte darauf, die Erde leicht feucht zu halten, aber vermeide Staunässe, da dies zu Wurzelfäulnis führen kann.

Dünger ist in dieser Phase nicht notwendig. Die Pflanze befindet sich in einer Art Ruhezustand und nutzt keine zusätzlichen Nährstoffe. Das Düngen solltest du daher reduzieren oder ganz einstellen, um die Pflanze nicht zu überlasten. Eine Überdüngung kann in dieser Zeit mehr Schaden als Nutzen bringen.

Bezüglich der Lagerung: Wähle einen kühlen, aber frostfreien Ort für dein Alpenveilchen. Eine Temperatur zwischen 15 und 20 Grad Celsius ist ideal. Vermeide direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft. Ein heller Standort mit indirektem Licht ist zu bevorzugen, um die Pflanze sanft auf die nächste Blütezeit vorzubereiten.