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  • Kai 

Von Samen bis Blüte: Alpenveilchen vermehren & pflegen

Alpenveilchen sind charmante und beliebte Zimmerpflanzen, die sich durch ihre auffälligen, herzförmigen Blätter und ihre lebhaften Blüten auszeichnen. Diese Pflanze zu vermehren ist nicht nur eine lohnende Herausforderung für Pflanzenliebhaber, sondern trägt auch zur Erhaltung der Pflanzenvielfalt bei, bietet vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten im Garten oder in Innenräumen und kann als persönliches Geschenk dienen, das die Freude am Gärtnern teilt.

Von Samen bis Blüte: Alpenveilchen vermehren & pflegen

Kurzantwort: Das Alpenveilchen vermehren

Das Alpenveilchen kann über Samen oder eine Knollenteilung vermehrt werden. Die Samen können nach der Blüte im späten Frühling geerntet und neu eingepflanzt werden. Halte den Boden konstant feucht und bedecke die Samen leicht mit Erde, da sie Dunkelkeimer sind. Nach 4 bis 6 Wochen beginnen die Samen zu keimen und bilden ein neues Wurzelsystem aus.

Bei einer Teilung der Knolle, sollte das Alpenveilchen bereits mehrere Jahre alt sein. Schneide die Knolle mit einem desinfizierten Messer in der Mitte durch und Pflanze beide Teile separat in frische Erde ein. In den ersten Wochen muss darauf geachtet werden, dass die Erde nur leicht feucht ist.

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Wichtige Information vor der Vermehrung

Bevor du mit der Vermehrung von Alpenveilchen beginnst, ist es entscheidend zu wissen, dass diese Pflanzen giftige Bestandteile enthalten. Daher ist es unerlässlich, bei der Vermehrung immer Handschuhe zu tragen, um deine Haut vor Kontakt mit den Pflanzenteilen zu schützen.

Es gibt zwei Hauptmethoden zur Vermehrung von Alpenveilchen: durch Teilen der Knollen und durch Samen. Beide Methoden haben ihre eigenen Vorteile und erfordern spezifische Techniken, die im nächsten Abschnitt detaillierter beschrieben werden. Kurz gesagt, die Knollenteilung ist eine schnelle Methode, um neue Pflanzen zu erhalten, die der Mutterpflanze ähnlich sind, während die Samenvermehrung Geduld erfordert, aber die Möglichkeit bietet, neue Variationen zu züchten. Mehr Details zu diesen faszinierenden Vermehrungsmethoden folgen im nächsten Abschnitt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Samenvermehrung

  1. Alpenveilchen beginnen nach der Blütezeit mit der Samenbildung. Dieser Prozess tritt typischerweise ein, wenn die Blüten zu welken beginnen, was meist im späten Winter oder frühen Frühling der Fall ist. Nachdem die Blüten ihre lebendige Farbe verlieren und abfallen, bilden sich an ihrer Stelle grüne Samenkapseln. In diesem Falle darfst du die Blüten also nicht herausziehen, wenn sie verwelkt sind.
  2. Diese Kapseln reifen über mehrere Wochen hinweg und entwickeln sich allmählich. Meist sind sie im April oder Mai bereit geerntet zu werden. Die Reife erkennst du daran, dass die Kapseln eine bräunliche Farbe annehmen und beginnen, sich zu öffnen. Dies geschieht normalerweise einige Monate nach der Blütezeit.
  3. Das Trocknen der Samen ist ein wichtiger Schritt vor der Aussaat. Sobald du die Samen aus den gereiften Kapseln entnommen hast, sollten sie sorgfältig getrocknet werden. Hierfür legst du die Samen auf ein sauberes, trockenes Tuch oder ein Stück Küchenpapier an einem warmen, gut belüfteten Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Das Trocknen sollte einige Tage dauern, um sicherzustellen, dass die Samen vollständig von Feuchtigkeit befreit sind.
  4. Die Aussaat der Alpenveilchen-Samen sollte idealerweise im Frühling erfolgen. Wähle für die Aussaat eine leichte, gut durchlässige Anzuchterde, die eine ausgezeichnete Drainage bietet und gleichzeitig genügend Nährstoffe für die Keimlinge bereitstellt. Fülle die Erde in flache Anzuchtschalen oder Töpfe und verteile die Samen gleichmäßig auf der Oberfläche. Bedecke die Samen anschließend mit einer sehr dünnen Schicht der gleichen Erde oder feinem Sand, um sie vor Licht zu schützen, da Alpenveilchen-Samen für die Keimung Dunkelheit bevorzugen.

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Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Teilung

Die Vermehrung von Alpenveilchen durch Knollenteilung ist eine effektive Methode, um schnell mehrere Pflanzen zu gewinnen. Hierbei wird die Mutterknolle in mehrere Teile geteilt, wobei jeder Teil eine eigene Wachstumsspitze haben sollte. Dieser Prozess erfordert Sorgfalt und ein Verständnis für die Struktur der Knolle.

Der beste Zeitpunkt für die Knollenteilung ist im Spätsommer, nachdem die Blätter der Alpenveilchen abgestorben sind. Zu diesem Zeitpunkt hat die Pflanze ihre Vegetationsperiode beendet und tritt in eine Ruhephase ein, was den Stress der Teilung reduziert und die Erholung der Knollenteile fördert.

Um eine Alpenveilchen-Knolle korrekt zu teilen, musst du sie vorsichtig ausgraben und von der Erde befreien. Untersuche die Knolle auf gesunde Wachstumspunkte. Verwende ein sauberes, scharfes Messer, um die Knolle in Segmente zu schneiden. Jedes Segment sollte mindestens eine Wachstumsspitze enthalten.

Nach der Teilung ist eine angemessene Nachsorge erforderlich. Setze die geteilten Knollen in frische, gut durchlässige Erde. Ein leichtes Gießen fördert die Erholung und das Wachstum neuer Wurzeln. Achte darauf, die neu gepflanzten Knollen vor Frost und extremen Wetterbedingungen zu schützen, da sie in dieser Phase besonders empfindlich sind.

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Von Samen bis Blüte: Alpenveilchen vermehren & pflegen

Pflege der vermehrten Alpenveilchen

Beim Gießen gilt es, ein gesundes Maß zu finden. Junge Alpenveilchen sollten mäßig gegossen werden. Es ist wichtig, dass die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknen kann, um Wurzelfäulnis und andere Wasser-bedingte Krankheiten zu vermeiden. Überprüfe die Feuchtigkeit der Erde regelmäßig mit deinem Finger, um sicherzustellen, dass die Pflanzen weder zu trocken noch zu nass gehalten werden.

Verwende in den erste 3 Monaten keinen Dünger, sofern es in frische Erde gepflanzt wird. das Wurzelsystem hat vorerst ausreichend Nährstoffe im Boden und muss die ersten Woche neu etablieren. Eine zu frühe Düngung kann den Jungpflanzen schaden.

Achte auf Anzeichen von Schädlingsbefall oder Krankheiten wie Blattflecken oder Mehltau. Die Vermeidung von Staunässe durch gutes Drainage-Management ist entscheidend, um das Risiko von Wurzelkrankheiten zu minimieren.