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  • Kai 

Alpenveilchen Pflege: Lange Blühphase & gesundes Wachstum

Alpenveilchen erfreuen sich als Zimmerpflanzen und Gartenpflanze großer Beliebtheit. Ihre Anziehungskraft liegt in den auffallend schönen Blüten, die fast das ganze Jahr über das Zuhause bereichern können. Doch um diese Pracht kontinuierlich zu genießen, ist eine sachkundige Pflege unerlässlich.

Alpenveilchen Pflege: Lange Blühphase & gesundes Wachstum

Standort und Licht

Im Garten sollte das Alpenveilchen an einem hellen, aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Platz stehen. Ein Standort in der Nähe eines schattenspendenden Baumes bietet optimale Bedingungen. Gerade wenn die Temperaturen im Sommer steigen muss das Alpenveilchen den Tag über im Halbschatten verbringen können.

Als Zimmerpflanze sollte das Alpenveilchen an einem Platz mit hellem, indirektem Licht stehen. Ein Fenster mit Ost- oder Westausrichtung ist hierfür ideal. Direkte Sonneneinstrahlung an einem Südfenster kann durch zu hohen Temperaturen und intensivem Lichteinfall zu Blattproblemen führen und sollte vermieden werden. Für dunkle Räume oder Standorte fernab eines Fensters ist ein blühendes Alpenveilchen nicht geeignet.

Alpenveilchen Gießen

Für Alpenveilchen im Garten gilt: Diese Pflanzen benötigen im Winter normalerweise keine Bewässerung, da sie in dieser Jahreszeit ruhen und die natürliche Feuchtigkeit im Boden ausreicht. In den wärmeren Monaten solltest du darauf achten, dass der Boden mäßig feucht bleibt. Lasse die oberste Erdschicht leicht antrocknen, bevor du erneut gießt, aber vermeide vollständiges Austrocknen. Gieße nie über die Blätter oder Blüten um Krankheiten zu vermeiden. Unabhängig von der Sorte gilt für alle Alpenveilchen gleichermaßen, dass sie während der Blütezeit mehr Wasser benötigen, obwohl die Blütezeiten variieren können.

Für Alpenveilchen als Zimmerpflanze ist eine sorgfältige Bewässerung besonders wichtig. Gieße am besten von unten, indem du den Topf in einen Untersetzer mit zimmerwarmem, enthärtetem Wasser stellst und die Pflanze etwa 15 Minuten lang Wasser aufnehmen lässt. Entferne danach überschüssiges Wasser, um Staunässe zu vermeiden. Das ganze wiederholst du am besten einmal die Woche. Während der Blütezeit benötigen Zimmer-Alpenveilchen mehr Wasser, daher sollte die Häufigkeit der Bewässerung angepasst werden. Achte darauf, dass Blätter und Blüten trocken bleiben. Gelbe Blätter können ein Zeichen dafür sein, dass die Pflanze entweder zu viel oder zu wenig Wasser erhält.

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Alpenveilchen Düngen

Das Alpenveilchen benötigt während seiner verschiedenen Wachstumsphasen unterschiedliche Pflege, insbesondere was die Düngung betrifft. In der Ruhephase, wenn das Alpenveilchen nicht blüht (unterschiedlich von Sorte zu Sorte), speichert es Energie für die kommende Blütezeit. Während dieser Phase sollte das Düngen eingestellt oder stark reduziert werden. Sobald das Alpenveilchen in die Wachstumsphase eintritt, erkennbar am neuen Blatt- Blütenwachstum, sollte die Pflanze alle zwei Wochen mit einem Blühpflanzendünger versorgt werden, bis es wieder in die Ruhephase eintritt.

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Die richtige Erde und Umtopfen

Alpenveilchen bevorzugen eine lockere, nährstoffreiche und gut drainierende Erde. Eine solche Erdmischung unterstützt das Wurzelwachstum und verhindert Wurzelfäule. Für die optimale Erdmischung kombiniere hochwertige Blumenerde mit Kompost und lockere den Boden leicht auf. Dies sorgt für eine lockere Struktur, die den Wurzeln erlaubt, sich ungehindert auszubreiten und erleichtert gleichzeitig die Wasser- und Nährstoffaufnahme.

Steht das Alpenveilchen im Topf, sollte das Umtopfen alle zwei Jahre erfolgen, vorzugsweise im Frühjahr. Beim Umtopfen wähle einen Topf, der nur geringfügig größer ist als der vorherige, da Alpenveilchen in zu großen Töpfen nicht gut gedeihen. Im Freien brauchen Alpenveilchen nicht umgepflanzt werden.

Alpenveilchen Pflege: Lange Blühphase & gesundes Wachstum

Blüh- und Ruhephase

Je nach Sorte und Umweltbedingungen kann die Blütezeit des Alpenveilchens variieren. Einige Sorten blühen im Winter, während andere im Frühjahr oder sogar im Herbst ihre Blütenpracht entfalten. Die Ruhephase des Alpenveilchens ist notwendig, damit sie ihren Stoffwechsel umstellt, um Energiereserven für die kommende Wachstums- und Blütezeit zu sammeln. Während dieser Zeit reduziert sie ihre Aktivitäten, was sich durch das Welken und Abfallen der Blätter zeigt. Dies ist ein normaler Prozess und kein Zeichen von Krankheit.

Pflege nach der Blüte

Wenn dein Alpenveilchen verblüht ist, entferne die welken Stängel und Blätter und lass die Knolle gut austrocknen. Bewahre sie an einem kühlen Ort auf, oder lasse sie in der Erde Ruhen. Auch wenn das Alpenveilchen während dieser Zeit nicht wächst, sollte die Erde nie für lange Zeit trocken bleiben. Achte also immer auf eine konstante Bodenfeuchte. Nach der Ruhephase, wenn sich wieder das erste Wachstum zeigt, erhöhe die Wassergaben langsam. Beginne etwa zwei bis drei Wochen nach Beginn der Wachstumsphase mit der Düngung.

Alpenveilchen Pflege: Lange Blühphase & gesundes Wachstum

Sorten & Winterhärt

  • Zimmer-Alpenveilchen (Cyclamen persicum)
    • Blütezeit: März bis April, aber auch Herbst
    • Ruhephase: Später Frühling bis Herbst
    • Nicht winterhart, Blätter ziehen sich im Winter ein
  • Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum)
    • Blütezeit: Januar bis März
    • Ruhephase: Später Frühling bis Spätsommer
    • Winterhart bis – 30°C
  • Geschweiftblättriges Alpenveilchen (Cyclamen repandum)
    • Blütezeit: März bis Mai
    • Ruhephase: Frühsommer bis früher Herbst
    • Nicht winterhart
  • Europäisches Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens)
    • Blütezeit: Juni bis September
    • Ruhephase: Später Herbst bis Frühjahr
    • Winterhart bis -20°C
  • Efeublättriges Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium)
    • Ruhephase: Später Frühling bis früher Herbst
    • Verbreitungsgebiet: Nördlicher Mittelmeerraum
    • Winterhart bis -20°C , Blätter bleiben im Winter

Vermehrung

Alpenveilchen lassen sich durch Samenvermehrung und Knollenteilung vermehren. Nach der Blütezeit bilden sich anstelle der welken Blüten grüne Samenkapseln. Warte, bis diese braun werden und sich leicht öffnen. Ernte die Samen und trockne sie auf einem sauberen Tuch an einem warmen, gut belüfteten Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Säe die getrockneten Samen in gut durchlässige Anzuchterde, bedecke sie leicht und lasse sie im Dunkeln keimen. Wenn die Blüte bestäubt wurde, beginnt der Fruchtknoten nach einigen Tagen zu schwellen und bildet eine kleine Kugel.

Bei der Teilung der Knollen, grabe die Mutterknolle vorsichtig aus, reinige sie und teile sie mit einem sauberen Messer in Segmente, die jeweils eine Wachstumsspitze haben. Setze die geteilten Knollen in frische, durchlässige Erde und gieße sie leicht. Schütze die neuen Knollen vor Frost und extremen Wetterbedingungen, um eine gesunde Wurzelentwicklung zu fördern.

Krankheiten und Schädlinge

Häufige Krankheiten bei Alpenveilchen sind Wurzelfäule, die durch zu viel Feuchtigkeit und schlechte Drainage verursacht wird, sowie Mehltau, der sich als weißer, mehlartiger Belag auf Blättern und Stielen zeigt. Um Krankheiten vorzubeugen, ist eine korrekte Pflege entscheidend. Dazu gehört, Staunässe zu vermeiden und für eine gute Luftzirkulation zu sorgen. Gieße die Pflanzen nie über die Blätter und lockere die Erde regelmäßig auf, besonders wenn sie lehmig und kompakt ist.

Ein weiteres Problem sind Schädlinge wie Blattläuse, kleine Insekten, die sich von Pflanzensaft ernähren und oft an jungen Trieben oder unter den Blättern zu finden sind. Bei einem Befall mit Blattläusen empfiehlt sich der Einsatz von Insektiziden oder natürlichen Mitteln wie Neemöl. Bei der Bekämpfung von Schädlingen ist es wichtig, die Mittel gemäß den Anweisungen zu verwenden und die Pflanze nach der Behandlung weiterhin sorgfältig zu beobachten.

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Lebensdauer und Mehrjährigkeit

Alpenveilchen (Cyclamen) sind mehrjährige Pflanzen, die bei richtiger Pflege mehrere Jahre, manchmal sogar über ein Jahrzehnt, gedeihen können. Ihre Lebensdauer hängt maßgeblich von den Bedingungen ab, unter denen sie gepflegt werden.

Ist das Alpenveilchen giftig?

Alpenveilchen können für Katzen gefährlich sein, da sie Stoffe enthalten, die bei ihnen gesundheitliche Probleme verursachen können. Katzen reagieren empfindlich auf diese Pflanzen und können bereits nach dem Verzehr kleiner Mengen Symptome wie Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit zeigen. Deshalb ist es wichtig, als Haustierbesitzer besonders aufmerksam zu sein und bei Verdacht auf eine Vergiftung schnell zu handeln.

Alpenveilchen Pflege: Lange Blühphase & gesundes Wachstum