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  • Kai 

Bogenhanf (Sansevieria) vermehren & teilen

In den letzten Jahren hat der Bogenhanf deutlich Beliebtheit gewonnen und das hat vielerlei GrĂŒnde. Einige wenige davon sind die luftreinigende Wirkung, sowie die einfache Pflege der subtropischen Pflanze. 

In diesem Beitrag möchten wir dir 3 Methoden vorstellen, wie du deinen Bogenhanf vermehren kannst. Wir zeigen dir die Teilung der Pflanze, das Schneiden von Ablegern und die Vermehrung ĂŒber Samen.

Bogenhanf Sansevieria in einem Topf

So vermehrst du deinen Bogenhanf am einfachsten

Am einfachsten ist der Bogenhanf ĂŒber Stecklinge zu vermehren, welche in kleinere TeilstĂŒcke zerschnitten werden, um sie in frischer Erde neu wurzeln zu lassen. FĂŒr diese Methode sind keine außergewöhnlichen Kenntnisse oder Werkzeuge notwendig. 

In den kommenden Abschnitten werden wir dir anhand einer echten Sansevieria (Bogenhanf) zeigen, wie einfach diese Methode in der Praxis umzusetzen ist. Dabei werden wir dir noch ein paar einfache, aber effektive Tipps mit auf den Weg geben, sodass das Überleben deiner Ableger gesichert ist. Viel Erfolg!

Empfehlung: Gibst du deinen Pflanzen mal wieder zu viel Wasser? Mit einem BodenfeuchtigkeitsmessgerĂ€t ist es kinderleicht, deine Pflanze zum richtigen Zeitpunkt zu gießen. Den genausten Feuchtigkeitsmesser findest du hier.

Den Bogenhanf ĂŒber Stecklinge vermehren

Um den Bogenhanf ĂŒber Stecklinge zu vermehren brauchst du vor allem gesunde und Ă€ltere BlĂ€tter. Diese eignen sich am besten fĂŒr das Vermehren ĂŒber Ableger und sind auch am einfachsten vom Stamm abzutrennen. Suche dir ein Blatt aus, welches eine krĂ€ftig grĂŒne Farbe hat und auch ein stabiles Pflanzengewebe besitzt.

Schneide das Blatt in BodennĂ€he ab und achte darauf, die umher wachsenden BlĂ€tter nicht zu beschĂ€digen. Da die BlĂ€tter des Bogenhanfs sehr eng beisammen liegen, ist es am einfachsten eine scharfe und schmale Schere zu nutzen. Gartenscheren können auch genutzt werden, jedoch sind diese meist sehr kurz und breiter, wodurch die Gefahr steigt, andere BlĂ€tter zu beschĂ€digen. 

Je nach GrĂ¶ĂŸe kann das abgetrennte Blatt in weitere TeilstĂŒcke geschnitten werden. Jeder Steckling sollte mindestens zehn Zentimeter lang sein. Achte darauf, dass du dir die Wuchsrichtung der TeilstĂŒcke merkst. 

Jetzt haben wir drei Stecklinge, welche bereit sind in die Erde gepflanzt zu werden. Setze die Bogenhanfstecklinge ca. drei bis vier Zentimeter tief in die Erde, sodass sie ausreichend Halt finden. Nutze fĂŒr die Stecklinge Kakteenerde, welche nĂ€hrstoffĂ€rmer ist und vor allem eine sehr gute Drainage hat. Gute Erfahrungen haben wir mit dieser Erde gemacht, welche speziell fĂŒr dickblĂ€ttrige Pflanzen produziert wird. 

Nun hast du es geschafft. Du hast deine Stecklinge in neue Erde gepflanzt und musst nur noch darauf warten bis sich neu verwurzeln. Es kann sogar ein paar Wochen dauern, bis sich die Stecklinge in der verwurzelt haben. WĂ€hrend dieser Zeit musst du darauf achten, dass Kakteenerde immer wieder etwas angefeuchtet wird.

Den Bogenhanf ĂŒber eine Teilung vermehren

Ein Bogenhanf ist natĂŒrlich auch in der Lage dazu sich eigenstĂ€ndig zu vermehren. Dies geschieht ĂŒber Rhizome, welche der Bogenhanf bei einer guten Pflege bildet. Das Rhizom lĂ€sst einen neuen Trieb heranwachsen, welcher sich direkt neben dem Haupttrieb der Mutterpflanze befindet. 

Mit der Zeit wĂ€chst eine zweite Pflanze herbei, welche jedoch nach wie vor ĂŒber das Wurzelsystem mit der Mutterpflanze verbunden ist. Dort wo die beiden Pflanzen zusammengewachsen sind, kann der Bogenhanf geteilt und von dir in einem neuen Topf kultiviert werden. Wie dies funktioniert, zeigen wir dir jetzt. 

Nehme den Bogenhanf aus dem Untertopf heraus und befreie ihn von der Erde. Sei dabei etwas vorsichtig und streife, die Erde mit Finger Schicht fĂŒr Schicht ab. Sind die Wurzeln freigelegt, kannst du die Verbundstelle deutlich erkennen und die Wurzeln mit einer scharfen, desinfizierten Gartenschere durchtrennen. 

Im Anschluss setzt du den Bogenhanf in einen Topf deiner Wahl. Wichtig ist natĂŒrlich immer, dass der Bogenhanf in einem Untertopf mit Drainagelöchern gesetzt und in Kakteenerde kultiviert wird. Danach gießt du beide Pflanzen noch einmal leicht an und setzt die normale Pflege fort.

Wie pflege ich die Bogenhanfstecklinge?

Damit die Stecklinge sich erfolgreich anwurzeln lassen, brauchen sie immer wieder einen leicht feuchten Boden, welcher aber sich aber nicht komplett mit Wasser vollsaugen darf. Daher ist es so wichtig, eine sehr gute Drainage im Boden zu haben. Wer keine Kakteenerde, sondern nur Blumenerde zu Hause hat, muss diese mit mindestens 50 % Sand vermischen.

Gebe den Stecklingen alle paar Tage ein wenig Wasser, sodass die Erde zwischen den Wassergaben wieder trocknen kann. Nutze hierfĂŒr eine SprĂŒhflasche, damit du nicht Gefahr lĂ€ufst die Erde zu ĂŒbergießen. DĂŒnger brauchen die Stecklinge vorerst nicht, außer du kultivierst sie in steriler Kokoserde. Diese sollte vor dem Gebrauch aufgedĂŒngt werden. Der Standort ungefĂ€hr dieselben Bedingungen aufweisen wie zuvor.

Kann ich die Stecklinge im Wasser vermehren?

GrundsĂ€tzlich ist es möglich die Stecklinge des Bogenhanfs im Wasser wurzeln zu lassen. Diese Methode ist aber umstĂ€ndlich, zeitaufwendiger und risikoreicher und daher nicht zu empfehlen. FĂŒr unsere interessierten Leser zeigen wir dir trotzdem wie es funktioniert. 

Nachdem du die Stecklinge gestĂŒckelt hast, solltest du die Schnittkante zusĂ€tzlich V-förmig anschneiden, sodass nur die Spitze des Stecklings den Glasboden berĂŒhrt. Dies hilft bei der Wurzelbildung. Steht der Steckling im Wasser, kann es bis zu drei Monate dauern, bis der Steckling ausreichend Wurzel gebildet hat, um in richtige Erde umgetopft zu werden. 

WÀhrend dieser Zeit muss das Wasser mindestens zweimal die Woche gewechselt werden. Wichtig ist auch, dass der Steckling sauber gehalten wird und die schleimigen Schichten von der Schnittkante sÀuberst.

Bogenhanf vermehren - Stecklinge & Teilung (Anleitung)