Bogenhanf (Sansevieria) Pflege: Gesundes Wachstum fördern
Du liebst deinen Bogenhanf und möchtest, dass er gesund und prächtig gedeiht? In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige über die optimale Pflege, von der richtigen Platzierung und Lichtversorgung bis hin zur perfekten Bewässerung und Düngung. Egal, ob du deinen Bogenhanf in Hydrokultur oder Erde hältst, hier findest du praktische Tipps, um das Beste aus deiner Pflanze herauszuholen.

Standort und Lichtbedarf
Der Bogenhanf gedeiht am besten in hellem, direktem Sonnenlicht. Somit eignet sich der eher unbeliebte Platz an einem sonnigen Südfenster optimal für diese Pflanze. Der Bogenhanf gilt ebenso als eine Pflanze, die auch an schattigen Orten platziert werden kann. Dies stimmt, denn an dunklen Standorten wächst der Bogenhanf zwar nicht, aber er überlebt dennoch sehr lange. Draußen im Freien darf der Bogenhanf nur stehen, wenn die nächtlichen Temperaturen über 12° C liegen. Bezüglich der Temperatur bevorzugt die Pflanze eine konstante Raumtemperatur zwischen 18 und 25 Grad Celsius, fern von Zugluft und starken Temperaturschwankungen.
Auch in Badezimmern mit höherer Feuchtigkeit kann er gut gedeihen, solange für ausreichende Belüftung gesorgt ist. Der Mythos, dass der Bogenhanf eine Luftreinigende Wirkung für das Schlafzimmer besitzt stimmt jedoch nicht. Auch wenn er Schadstoffe aufnimmt und Sauerstoff produziert, ist sein Beitrag zur Luftreinigung in Wohnräumen minimal.
Gießen
Die richtige Wasserversorgung des Bogenhanfs (Sansevieria) erfordert Zurückhaltung und genaue Beobachtung, angepasst an den Standort der Pflanze. In schattigen Bereichen genügt es, maximal alle 14 Tage zu gießen, während bei einem sonnigen Standort wöchentliches Gießen ausreichend ist. Gieße mäßig und lasse die Erde fast vollständig austrocknen, bevor du erneut Wasser gibst. Der Bogenhanf ist sehr empfindlich gegenüber Staunässe, die schnell zur Wurzelfäule führen kann. Warte lieber etwas länger mit dem Gießen und prüfe den Feuchtigkeitsgehalt der Erde mit einem Finger oder Feuchtigkeitsmessgerät.
Mach deinen Bogenhanf zur schönsten Pflanze im Raum
Entdecke hier wie!
Düngung
Bei der Auswahl des Düngers ist ein flüssiger Kakteendünger die beste Wahl, um die spezifischen Bedürfnisse Des Bogenhanf (Sansevieria) zu erfüllen. Während der Wachstumsphase im Frühjahr und Spätsommer sollte der Bogenhanf einmal im Monat gedüngt werden. Im Winter kann die Düngung reduziert oder eingestellt werden. Organische Dünger oder Langzeitdünger eignen sich weniger für den Bogenhanf, da diese in trockenen Umgebungen nicht sehr wirksam sind.

Erde & Umtopfen
Alle 3 bis 4 Jahre sollte der Bogenhanf umgetopft werden damit er ausreichend Platz für sein mäßiges Wachstum hat. Die beste Erde für den Bogenhanf besteht aus einer Mischung von 50% Sand und 50% Blumenerde. Blumenerde bietet die grundlegende Nährstoffversorgung, speichert jedoch zu lange Feuchtigkeit, weswegen Sand hinzugefügt wird. Der Sand verbessert die Drainage erheblich, verhindert, dass die Erde zu dicht wird, und fördert die schnelle Abfuhr überschüssigen Wassers. Optional kann auch Kakteenerde genutzt werden, welche Nährstoffarm ist nicht viel Wasser aufnimmt, ideal für den Bogenhanf. In unserem Ratgeber „Bogenhanf in optimale Erde umtopfen„, haben wir noch ein paar weitere hilfreiche Tipps.
Vermehren
Die gängigsten Methoden zur Vermehrung des Bogenhanfs sind Blattstecklinge oder Teilung der Pflanze. Bei der Blattstecklingsmethode schneidest du ein gesundes Blatt nahe der Basis ab und lässt den Schnitt einige Tage trocknen. Anschließend kann der Steckling in Wasser gestellt oder direkt in feuchte Erde gesetzt werden. Bei der Teilungsmethode nimmst du die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und teilst die Wurzeln in mehrere Teile, die jeweils neue Pflanzen bilden können. Diese Methode funktioniert nur, wenn der Bogenhanf bereits kleine Ableger abseits der Mutterpflanze gebildet hat. Eine ausführliche Anleitung zur Vermehrung des Bogenhanfs findest du im verlinkten Beitrag.
Wachstum
Es gibt viele verschiedene Arten des Bogenhanfs, die sich in Größe, Form und Farbe unterscheiden. Alle Sorten wachsen jedoch sehr langsam. Maßgeblich für das Wachstum ist die Beleuchtung: Je heller der Standort, desto schneller wächst der Bogenhanf. Je nach Art und Sorte bildet die Pflanze immer wieder neue Triebe, die jeweils etwas größer sind als die vorherigen. Dies ist ein gutes Zeichen für gesundes Wachstum und optimale Bedingungen.
Lange Blätter schneiden
Wenn dir persönlich der Anblick deines Bogenhanfs nicht mehr gefällt, weil die Blätter zu lang werden und die Pflanze auseinander fällt, kannst du einen Formschnitt vornehmen. Schneide mit einem scharfen Messer die überflüssigen Blätter an der Basis ab, so nah wie möglich an der Bodenlinie. So kannst du unschöne und zu große gewachsene Blätter abtrennen. Die Höhe des Bogenhanfs kannst du leider nicht ohne weiteres reduzieren, denn das abschneiden der Blätter in der Mitte führen zu unschönen Schnittkanten. Schneide stattdessen die Blätter aus, die dir insgesamt zu groß erscheinen und vermehre sie direkt.
Bogenhanf als Hydrokultur
Die Pflege des Bogenhanfs in Hydrokultur erfolgt in drei Schritten: Einsetzen in den Hydrokulturtopf, regelmäßige Wassergabe und optimale Platzierung. Zunächst wird der Bogenhanf in einen speziellen Hydrokulturtopf gestellt, der die Wassermenge reguliert. Fülle den Topf mit einem inerten Substrat wie Blähton oder Hydrokultur-Granulat, um die Wurzeln zu stützen und eine effiziente Wasser- und Nährstoffverteilung zu gewährleisten. Sobald der Bogenhanf im Topf ist, gib Wasser hinzu, bis der Wasserstandsanzeiger das Optimum anzeigt. Warte, bis der Wasserstand auf null sinkt und lass die Pflanze etwa eine Woche trocken stehen, bevor du wieder Wasser hinzufügst. Ergänze ab und zu eine speziell für Hydrokulturpflanzen formulierte Nährlösung. So überlebt der Bogenhanf längere Zeit als Hydrokultur.

Zusammenbinden (Flechten)
Das Flechten der Blätter funktioniert nur bei Arten, die runde Blätter bilden, wie beispielsweise Sansevieria Musica oder cylindrica.
- Wähle zwei bis drei Blätter deiner Sansevieria aus, die etwa gleich lang und breit sind. Achte darauf, dass sie gesund und unbeschädigt sind. Das sorgt für ein gleichmäßiges und harmonisches Geflecht.
- Fasse die ausgewählten Blätter an ihrer Basis und binde sie dort zusammen. Beginne dann vorsichtig zu flechten, ähnlich wie beim Flechten von Haaren. Ziehe dabei nicht zu fest, um die Blätter nicht zu beschädigen. Halte das Geflecht locker, um die natürliche Form und Gesundheit der Blätter zu bewahren.
- Sichere das Ende des geflochtenen Teils mit einem weichen Bindfaden oder Haargummi. Achte darauf, dass der Knoten nicht zu straff ist, um Beschädigungen zu vermeiden. Der Knoten sollte fest genug sein, um das Geflecht zu halten, aber flexibel genug, um Bewegungen zuzulassen.
- Überprüfe das Geflecht und nimm bei Bedarf Anpassungen vor. Justiere die Position der Blätter vorsichtig, um Unregelmäßigkeiten auszugleichen. Ein Band an der Spitze und eines an der Basis reichen meist aus, um das Geflecht stabil und ästhetisch ansprechend zu halten.
Häufige Probleme
- Gelbe Blätter beim Bogenhanf deuten auf Überwässerung hin. Symptome sind gelbe, braune und weiche Blätter sowie matschige Wurzeln. Prüfe die Feuchtigkeit der Erde mit dem Finger. Wenn sie trotz langer Gießpause feucht bleibt, sind die Wurzeln wahrscheinlich verfault.
- Hängen die Blätter schlaff herab und biegen sich nach außen, leidet die Pflanze wahrscheinlich unter Wassermangel. Passe die Gießroutine an, indem du häufiger, aber mit weniger Wasser gießt. Überprüfe die Erde regelmäßiger und passe die Gießroutine an.
- Braune Blattspitzen, besonders bei Sansevieria Musica oder cylindrica, sind oft Teil der natürlichen Entwicklung. Diese Sorte entzieht den ältesten Blättern Wasser, um das Wachstum der Ableger zu unterstützen.
