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  • Kai 

Bogenhanf vermehren – Stecklinge & Teilung (Anleitung)

Der Bogenhanf (Sansevieria) ist eine der beliebtesten Zimmerpflanzen, nicht nur wegen seiner dekorativen Erscheinung, sondern auch aufgrund seiner Pflegeleichtigkeit und Robustheit. Eine der faszinierendsten Eigenschaften dieser Pflanze ist die einfache Vermehrung. Ob durch Stecklinge oder durch Teilung der Rhizome, mit den richtigen Methoden und ein wenig Geduld kann jeder Pflanzenliebhaber seine eigene Bogenhanf-Familie erweitern.

Bogenhanf Sansevieria in einem Topf

Zwei einfache Methoden

Der Bogenhanf (Sansevieria) kann einfach über Stecklinge oder durch Teilung vermehrt werden. Bei der Stecklingsmethode werden gesunde, ältere Blätter in Stücke geschnitten, die dann entweder im Wasser oder in einem Substrat Wurzeln bilden. Alternativ kann der Bogenhanf durch Teilung der Rhizome vermehrt werden. Hierbei wird die Pflanze vorsichtig aus dem Topf genommen und die Rhizome so geteilt, dass jeder neue Ableger ausreichend Wurzeln besitzt.

Der ideale Zeitpunkt, um Bogenhanf über Stecklinge zu vermehren, ist das Frühjahr oder der Sommer. In diesen Jahreszeiten ist die Pflanze am aktivsten und hat die besten Chancen, schnell neue Wurzeln zu bilden. Vermehrungen im Winter sollten unbedingt vermieden werden.

Den Bogenhanf über Stecklinge vermehren

Damit du Stecklinge ziehen kannst, musst du zuerst darauf achten, dass du gesunde und ältere Blätter auswählst, da diese sich am besten für die Vermehrung eignen. Gesunde Blätter erkennst du an ihrer kräftigen, gleichmäßigen grünen Farbe und der Tatsache, dass sie frei von Schädlingen oder Krankheiten sind.

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Schritt 1: Stecklinge schneiden

Zuerst benötigst du gesunde und ältere Blätter, da diese sich am besten für die Vermehrung eignen. Wähle ein Blatt aus, das kräftig grün ist und ein stabiles Pflanzengewebe besitzt. Schneide das ausgewählte Blatt in Bodennähe ab, achte dabei darauf, die umliegenden Blätter nicht zu beschädigen. Da die Blätter des Bogenhanfs sehr eng beieinander liegen, ist es am besten, eine scharfe und schmale Schere zu verwenden.

Schritt 2: Steckling vorbereiten

Nachdem du das Blatt abgetrennt hast, kannst du es in weitere Teilstücke schneiden. Jedes Stück sollte mindestens zehn Zentimeter lang sein. Achte darauf, dir die Wuchsrichtung der Stücke zu merken, damit du sie später korrekt einpflanzen kannst. Um die Wuchsrichtung zu kennzeichnen, kannst du die Unterseite der Stecklinge leicht abschrägen.

Schritt 3: Im Wasser Wurzeln lassen

Stecke die Stecklinge zum wurzeln in ein Glas Wasser. Schneide den unteren Teil der Stecklinge leicht V-förmig zu, damit nur die Spitze den Boden des Gefäßes berührt und die Schnittfläche nicht fault. Achte darauf, das Wasser regelmäßig zu wechseln, um Fäulnis zu vermeiden. Platziere das Glas an einen hellen Standort und nach ein paar Wochen sollten sich Wurzeln bilden.

Schritt 4: Einpflanzen

Nachdem sich die ersten Wurzeln gebildet haben breitest du einen Topf mit Kakteenerde vor. Diese Erde ist nährstoffärmer und bietet eine sehr gute Drainage, was für Bogenhanf ideal ist. Alternativ kannst du Blumenerde und Sand im Verhältnis 1:1 mischen und den frischen Steckling einpflanzen. Stecke den Steckling etwa drei bis vier Zentimeter tief in die Erde, sodass sie ausreichend Halt finden. Da die Erde des Bogenhanfs mit der wichtigste Faktor für eine gesundes Wachstum ist, solltest du dir hierfür noch einmal unseren verlinkten Ratgeber durchlesen.

Bogenhanf vermehren - Stecklinge & Teilung (Anleitung)

Den Bogenhanf teilen

Der Bogenhanf lässt sich leicht vermehren über Rhizome, die bei guter Pflege neue Triebe hervorbringen. Die Teilung ist nur möglich, wenn du bereits einen kleinen Minibogenhanf (Ableger) direkt neben der Mutterpflanze siehst. Bereite alles vor, was du benötigst: einen neuen Topf mit Drainagelöchern, Kakteenerde, eine scharfe, desinfizierte Gartenschere und eine Unterlage

Schritt 1: Bogenhanf freilegen

Nimm den Bogenhanf vorsichtig aus seinem Topf und entferne die Erde von den Wurzeln, indem du sie Schicht für Schicht mit den Fingern abstreifst. Wenn die Wurzeln freigelegt sind, erkennst du die Verbundstelle zwischen Mutter- und Tochterpflanze deutlich.

Schritt 2: Rhizome trennen

Das Rhizom wächst horizontal unter der Oberfläche, aus welcher die kleineren Ableger hervorkommen. Trenne die Wurzeln an dieser Stelle mit einer scharfen, desinfizierten Gartenschere. Achte dabei darauf, dass der Ableger ausreichend Wurzeln besitzt, um gesund und schnell wachsen zu können.

Schritt 3: Ableger in neue Töpfe setzen

Setze die Mutterpflanze und die neu abgetrennte Pflanze in jeweils einen Topf mit Drainagelöchern. Verwende Kakteenerde, um eine gute Drainage zu gewährleisten. Drücke die Erde leicht an, um die Pflanzen zu stabilisieren. Gieße beide Pflanzen leicht an und setze die normale Pflege für den Bogenhanf fort.

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Pflege nach der Vermehrung

Stelle den Topf an einen hellen Platz, wo die Jungpflanze ein paar Sonnenstunden erhält. Eine Temperatur von 20 bis 25 Grad Celsius ist optimal für die weitere Wurzelbildung. Halte den frisch eingepflanzten Bogenhanf in den ersten Wochen gut im Auge und sorge dafür, dass die Oberfläche immer wieder leicht angefeuchtet wird. Zwischen den Gießgaben sollte sie sogar leicht antrocknen. Nun liegt es an dir die übliche Pflege für den Bogenhanf zu optimieren.

Bogenhanf vermehren - Stecklinge & Teilung (Anleitung)