Chili Blätter rollen sich ein – Daran liegt es!
Chili-Pflanzen sind bei vielen Gärtnern beliebt, doch das Einrollen ihrer Blätter kann auf verschiedene Stressfaktoren hinweisen. Ob Wasserstress, Temperaturstress oder Pflanzenödeme – diese Probleme können die Gesundheit deiner Pflanzen stark beeinträchtigen. In diesem Artikel erfährst du, wie du die Anzeichen von eingerollten Blättern richtig deutest und welche Maßnahmen du ergreifen kannst, um deine Chili-Pflanzen vor diesen Stressfaktoren zu schützen und ihr Wachstum zu fördern.

Die Chili leidet unter Wasserstress
Wasserstress ist eine der Hauptursachen für das Einrollen der Blätter bei Chili-Pflanzen. Sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser kann dieses Problem hervorrufen. Typische Symptome sind nach innen oder unten einrollende Blätter, die oft zusätzlich welken oder sich gelb verfärben. Diese Anzeichen deuten darauf hin, dass die Pflanze entweder nicht ausreichend Wasser aufnehmen kann oder im Übermaß davon umgeben ist, was die Wurzeln beeinträchtigt.
Um Wasserstress zu vermeiden, ist eine gleichmäßige Bewässerung von entscheidender Bedeutung. Es ist wichtig, die Pflanze regelmäßig, aber nicht übermäßig zu gießen. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da sie die Wurzeln ertränkt und Fäulnis verursacht. Ein guter Tipp ist, den Boden vor dem gießen auf Feuchtigkeit zu prüfen, beispielsweise mit einem Feuchtigkeitsmesser oder indem du einfach mit dem Finger die obere Erdschicht kontrollierst. Der Boden sollte leicht feucht, aber nicht nass sein.
Ein gut durchlässiges Substrat trägt ebenfalls dazu bei, Wasserstress zu minimieren. Spezielle Mischungen für Chilis oder Gemüse enthalten oft Perlite oder Sand, um die Drainage zu verbessern. Dies hilft, überschüssiges Wasser abzuleiten und verhindert, dass die Wurzeln im Wasser stehen. Wenn du Chilis in Töpfen ziehst, achte darauf, dass die Töpfe Drainagelöcher haben und eventuell eine Schicht aus Blähton oder Kies am Boden, um die Drainage weiter zu verbessern.
Die Chili leidet unter Temperaturstress
Extreme Temperaturen sind ein bedeutender Stressfaktor für Chili-Pflanzen. Sowohl Hitze als auch Kälte können dazu führen, dass sich die Blätter einrollen und Verbrennungsspuren aufweisen, während ein Wachstumsstopp ein weiteres Anzeichen für Temperaturstress sein kann. Hohe Temperaturen über 30 Grad Celsius beeinträchtigen die Stoffwechselaktivitäten der Pflanze, verlangsamen das Wachstum und schädigen die Blätter, die sich einrollen, um die Transpiration zu verringern. Verbrennungsspuren in Form von braunen oder verbrannten Blattspitzen sind bei Hitze ebenfalls häufig. Schattierung mit Netzen oder Vlies, Mulchen des Bodens und Gießen in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden sind effektive Schutzmaßnahmen.
Niedrige Temperaturen unter 10 Grad Celsius verlangsamen das Wachstum und können zu Kälteschäden führen. Einrollen der Blätter als Schutzreaktion und mögliche Frostschäden sind typische Anzeichen. Um Chili-Pflanzen vor Kälte zu schützen, kannst du sie ins Haus bringen oder mit Pflanzenschutzhauben abdecken, die vor Frost schützen, aber Luft und Licht durchlassen. Folientunnel, Gewächshäuser oder geschützte Orte wie eine Hauswand, die Wärme abstrahlt, bieten ebenfalls Schutz.
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Pflanzenödeme an den Blättern
Pflanzenödem tritt häufig bei Chilipflanzen auf, wenn sie zu viel Wasser aufnehmen, was oft bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedriger Lichtintensität geschieht. Dies ist besonders in Innenräumen und Gewächshäusern der Fall. Das Problem zeigt sich durch kleine, korkartige Erhebungen auf den Blattunterseiten, die durch platzende Zellen entstehen. Diese können braun oder weiß sein und von Blattverfärbungen begleitet werden, wobei sich die Blätter einrollen und vergilben können. Um Pflanzenödem zu vermeiden, reduziere die Luftfeuchtigkeit und verbessere die Belüftung. G
