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  • Kai 

Den Drachenbaum umtopfen für mehr Wachstum

Pflanzen bereichern unser Leben auf so viele Arten: Sie reinigen die Luft, verschönern unsere Wohnräume und schenken uns ein Stück Natur mitten in der Stadt. Besonders der Drachenbaum, mit seinen majestätischen Blättern und seiner robusten Natur, hat es vielen Pflanzenenthusiasten angetan. Doch wie bei jedem grünen Mitbewohner gibt es auch hier Feinheiten in der Pflege, die den Unterschied zwischen einem bloßen Überleben und einem prächtigen Gedeihen ausmachen.

In diesem Artikel werden wir dir erklären wie du den Drachenbaum umtopfst, sodass du das Maximum aus ihm herausholst. Viele Erfolg!

Drachenbaum umtopfen: So bekommt er einen Wachstumsschub

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Anzeichen, dass Dein Drachenbaum umgetopft werden muss

Der Drachenbaum, auch als Dracaena bekannt, ist nicht nur wegen seiner beeindruckenden Erscheinung ein beliebter Zimmergenosse. Er ist auch für seine Anpassungsfähigkeit und Robustheit bekannt. Doch wie bei allen Pflanzen gibt es Momente, in denen er uns subtile (und manchmal nicht so subtile) Hinweise gibt, dass er etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt. Das Umtopfen ist ein solcher Moment. Aber wie erkennst Du, dass es Zeit ist, Deinen Drachenbaum umzutopfen?

Ein stagnierendes Wachstum. Wenn Du feststellst, dass Dein Drachenbaum über einen längeren Zeitraum nicht mehr wächst, obwohl die Bedingungen stimmen, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass der Topf zu klein geworden ist. Die Wurzeln haben möglicherweise nicht mehr genug Platz, um sich auszubreiten, und das kann das Wachstum der Pflanze hemmen.

Ein weiteres Anzeichen sind welkende oder gelbe Blätter. Während es viele Gründe für welkende Blätter geben kann, wie z.B. zu viel oder zu wenig Wasser, kann ein zu kleiner Topf ebenfalls der Übeltäter sein. Wenn die Wurzeln eingeengt sind, können sie nicht effizient Wasser und Nährstoffe aufnehmen, was zu welkenden Blättern führen kann.

Schließlich, und das ist vielleicht der offensichtlichste Hinweis, sind die Wurzeln selbst. Wenn Du feststellst, dass die Wurzeln aus dem Drainageloch des Topfes wachsen oder wenn Du den Drachenbaum aus dem Topf nimmst und ein kompaktes Wurzelgeflecht vorfindest.

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Die besten Zeiten zum Umtopfen

Das Umtopfen eines Drachenbaums ist nicht nur eine Frage des „Wann“, sondern auch des „Wie“. Doch bevor wir uns in die Details stürzen, wie genau dieser Prozess abläuft, ist es wichtig zu verstehen, wann der beste Zeitpunkt dafür ist. Es ist allgemein bekannt, dass Pflanzen, einschließlich des Drachenbaums, in bestimmten Jahreszeiten aktiver sind als in anderen. Aber es gibt auch Unterschiede zwischen jungen und älteren Drachenbäumen, die berücksichtigt werden müssen. 

Drachenbaum umtopfen: So bekommt er einen Wachstumsschub

Häufigkeit des Umtopfens: Junge vs. ältere Drachenbäume

Jeder Pflanzenliebhaber weiß, dass nicht alle Pflanzen gleich sind. Das gilt insbesondere für den Drachenbaum in verschiedenen Lebensphasen. Junge Drachenbäume, die noch in der Wachstumsphase sind, benötigen häufiger ein neues Zuhause, sprich einen größeren Topf, als ihre älteren Verwandten. In den ersten Lebensjahren kann es sinnvoll sein, den Drachenbaum jährlich umzutopfen, um sein schnelles Wachstum zu unterstützen. Ältere Drachenbäume hingegen haben oft ein langsameres Wachstum und benötigen daher seltener ein Umtopfen, meist alle zwei bis drei Jahre.

Zeitpunkt: Die optimale Jahreszeit

Die Jahreszeit spielt eine entscheidende Rolle beim Umtopfen. Das Frühjahr ist die ideale Zeit, um Deinen Drachenbaum umzutopfen. Warum? In dieser Jahreszeit beginnt der Drachenbaum nach der Winterruhe wieder aktiv zu wachsen. Das Umtopfen im Frühjahr bietet ihm die Möglichkeit, sich in der neuen Erde gut zu etablieren und von dem zusätzlichen Platz zu profitieren. Ein weiterer Tipp: Wähle einen Tag im späten Frühjahr, wenn die Temperaturen milder sind und die Tage länger werden. So hat der Drachenbaum genügend Licht und Wärme, um sich an sein neues Zuhause zu gewöhnen.

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Die richtige Topfgröße wählen

Es mag verlockend sein, einen besonders großen Topf zu wählen, in der Hoffnung, dass der Drachenbaum mehr Platz zum Wachsen hat. Doch Vorsicht: Ein zu großer Topf kann dazu führen, dass die Erde nicht gleichmäßig austrocknet, was wiederum Wurzelfäule verursachen kann. Die Faustregel lautet: Wähle einen Topf, der im Durchmesser etwa drei Zentimeter größer im Durchmesser ist als der aktuelle. Dies gibt den Wurzeln genügend Raum zum Wachsen, ohne dass sie ertrinken.

Die Tiefe des Topfes ist ebenfalls wichtig. Der Drachenbaum hat ein tiefes Wurzelsystem, das ausreichend Platz in der Tiefe benötigt. Achte darauf, dass der neue Topf nicht nur breiter, sondern auch tiefer ist als der vorherige.

Das optimale Substrat für den Drachenbaum

Das Herzstück jeder Pflanze ist ihre Erde. Sie bietet nicht nur Halt, sondern auch die lebenswichtigen Nährstoffe, die eine Pflanze zum Gedeihen benötigt. Ein gutes Substrat für den Drachenbaum sollte gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden. Staunässe kann zu Wurzelfäule führen, einem der Hauptfeinde dieser Pflanze. Nun liegt es an dir. Greifst du zur herkömmlichen Erde oder stellst du sie selber her, um das beste aus dem Drachenbaum herauszuholen? 

Option 1: Kaufoptionen

Wenn es darum geht, das richtige Substrat für den Drachenbaum zu finden, gibt es zahlreiche handelsübliche Optionen, die speziell auf die Bedürfnisse dieser Pflanze zugeschnitten sind. Diese sind in den meisten Gartencentern, Baumärkten und sogar in einigen Supermärkten erhältlich.

  • Spezial-Substrat für Drachenbäume: Einige Hersteller bieten spezielle Erden an, die bereits die ideale Mischung aus Nährstoffen und Drainage-Eigenschaften für den Drachenbaum bieten. Sie sind oft mit dem Hinweis „für Dracaena“ oder „für Drachenbäume“ gekennzeichnet.
  • Kaktus- und Sukkulentenerde: Da der Drachenbaum ähnliche Bedürfnisse wie viele Kakteen und Sukkulenten hat, kann auch diese Erde eine gute Wahl sein. Sie bietet eine gute Drainage, was besonders wichtig ist, um Staunässe zu vermeiden. Hier muss allerdings darauf geachtet werden, dass die Erde regelmäßig gedüngt wird.
  • Allzweck-Blumenerde: Wenn Du dich für eine herkömmliche Blumenerde entscheidest, achte darauf, dass sie nicht zu dicht ist. Es könnte nötig sein, sie mit Sand oder Perlite zu mischen, um die Drainage zu verbessern. 

Option 2: DIY-Erdmischung

Für diejenigen, die es vorziehen, ihre eigene Erde zu mischen, gibt es eine einfache Anleitung, um ein ideales Substrat für den Drachenbaum herzustellen:

  1. Blumenerde als Basis: Beginne mit einer guten Qualität Blumenerde. Dies bildet die Grundlage der Mischung und liefert die meisten Nährstoffe.
  2. Sand für Drainage: Füge groben Sand hinzu, etwa im Verhältnis 1:4 (Sand zu Erde). Der Sand verbessert die Drainage und verhindert, dass das Wasser sich staut.
  3. Perlite für Belüftung: Perlite hilft, das Substrat luftig zu halten und fördert die Wurzelatmung. Ein Verhältnis von 1:4 (Perlite zu Erde) ist ideal.
  4. Mischen: Vermenge alle Zutaten gründlich in einem großen Eimer oder einer Schubkarre, bis sie gleichmäßig verteilt sind.
  5. pH-Wert prüfen: Wie bereits erwähnt, bevorzugt der Drachenbaum einen pH-Wert zwischen 6 und 7. Mit einem pH-Testset kannst Du sicherstellen, dass die Mischung im richtigen Bereich liegt.

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Drachenbaum umtopfen: So bekommt er einen Wachstumsschub

Drachenbaum umtopfen: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Das Umtopfen eines Drachenbaums mag auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, aber mit der richtigen Anleitung und etwas Geduld wird dieser Prozess zu einem erfüllenden Erlebnis. Hier ist eine ausführliche Anleitung, die Dich durch jeden Schritt des Umtopfens führt.

  1. Vorbereitung des Drachenbaums: Bevor Du mit dem eigentlichen Umtopfen beginnst, ist es wichtig, den Drachenbaum richtig vorzubereiten. Halte den Stamm des Drachenbaums nahe der Erde fest und kippe den Topf vorsichtig. Ziehe die Pflanze langsam heraus, wobei Du darauf achten solltest, die Wurzeln nicht zu beschädigen. Untersuche die Wurzeln sorgfältig. Entferne vorsichtig abgestorbene oder beschädigte Wurzeln mit einer sauberen Schere und achte auf Anzeichen von Fäulnis oder Schädlingen.
  2. Vorbereitung des neuen Topfes: Ein gut vorbereiteter Topf ist der Schlüssel zum erfolgreichen Umtopfen. Bedecke das Drainageloch des neuen Topfes mit einem kleinen Stein oder einer Tonscherbe. Dies verhindert, dass das Substrat herausfällt, lässt aber überschüssiges Wasser abfließen. Bedecke die Drainageschicht mit einem wasserdurchlässigen Vlies, damit Blähton und Erde nicht in direkten Kontakt treten (Dies würde einen negativen Effekt auf die Drainage haben). Fülle den neuen Topf zu etwa einem Drittel mit dem vorbereiteten Substrat.
  3. Einsetzen des Drachenbaums: Jetzt, wo sowohl der Drachenbaum als auch der neue Topf bereit sind, kann das Umtopfen beginnen. Setze den Drachenbaum in den neuen Topf, sodass er nicht tiefer sitzt als zuvor. Fülle das Substrat um die Wurzeln herum auf und drücke es leicht an, um Luftblasen zu vermeiden.
  4. Nachsorge nach dem Umtopfen: Nach dem Umtopfen benötigt der Drachenbaum besondere Aufmerksamkeit, um sich an seine neue Umgebung anzupassen. Gieße den Drachenbaum vorsichtig, bis Wasser aus dem Drainageloch austritt. Achte in den nächsten Wochen darauf, dass das Substrat gleichmäßig feucht, aber nicht nass ist. Etwa einen Monat nach dem Umtopfen kannst Du mit der regelmäßigen Düngung beginnen. Verwende einen speziellen Dünger für Drachenbäume, um sicherzustellen, dass er alle notwendigen Nährstoffe erhält.

Zusätzliche Tipps und Tricks

Hydrokultur für Drachenbäume

Du bist auf der Suche nach einer modernen und pflegeleichten Alternative zum herkömmlichen Umtopfen? Dann könnte die Hydrokultur genau das Richtige für Deinen Drachenbaum sein. Bei dieser Methode wachsen die Pflanzen nicht in Erde, sondern in einem speziellen Substrat, meist Blähton, und werden mit einer nährstoffreichen Wasserlösung versorgt.

Warum Hydrokultur?

Die Hydrokultur bietet einige Vorteile gegenüber der herkömmlichen Pflanzenhaltung:

  • Weniger Schädlinge: Da kein Erdsubstrat verwendet wird, ist das Risiko von Schädlingen wie Trauermücken deutlich reduziert.
  • Gleichmäßige Wasserversorgung: Durch das Wasserreservoir wird die Pflanze kontinuierlich und gleichmäßig mit Feuchtigkeit versorgt, wodurch das Risiko von Über- oder Untergießen minimiert wird.
  • Einfache Pflege: Ein Wasserstandsanzeiger zeigt genau an, wann es Zeit ist, Wasser nachzufüllen.

Umstellung auf Hydrokultur:

Wenn Du Deinen Drachenbaum auf Hydrokultur umstellen möchtest, entferne vorsichtig die gesamte Erde von den Wurzeln und spüle sie unter fließendem Wasser ab. Setze die Pflanze dann in einen speziellen Hydrokulturtopf und fülle ihn mit Blähton auf. Achte darauf, dass der Drachenbaum nicht tiefer sitzt als zuvor. Fülle das Wasserreservoir mit einer nährstoffreichen Lösung auf und achte in den ersten Wochen besonders auf den Wasserstand.

Was tun, wenn der Drachenbaum zu groß wird?

Es ist ein Zeichen guter Pflege, wenn Dein Drachenbaum prächtig wächst und gedeiht. Doch was, wenn er zu groß für seinen Standort wird? Keine Sorge, es gibt Möglichkeiten, wie Du mit einem überdimensionalen Drachenbaum umgehen kannst. Hier haben wir zwei Möglichkeiten für dich, welche wir auch bereits ausführlich in einem anderem Beitrag behandelt haben. Beide haben wir dir verlinkt verlinkt. 

Den Drachenbaum schneiden:

  • Wann schneiden? Der beste Zeitpunkt zum Schneiden ist das Frühjahr, kurz bevor die aktive Wachstumsphase beginnt.
  • Wie schneiden? Mit einer scharfen und sauberen Schere oder einem Messer kannst Du den Stamm des Drachenbaums an der gewünschten Stelle abschneiden. Achte darauf, einen geraden Schnitt zu machen.
  • Nach dem Schnitt: Der Drachenbaum wird aus dem Schnittbereich neue Triebe bilden. Es kann einige Wochen dauern, aber bald wirst Du frisches Grün an der Schnittstelle bemerken.

Stecklinge aus dem Schnittgut ziehen:

Anstatt das abgeschnittene Stück des Drachenbaums wegzuwerfen, kannst Du es nutzen, um neue Pflanzen zu züchten.

  • Steckling vorbereiten: Entferne die unteren Blätter des abgeschnittenen Stücks, sodass ein Stängel von etwa 10-15 cm Länge entsteht.
  • Wurzeln bilden: Stecke den Steckling in ein Glas mit Wasser. Stelle das Glas an einen hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Innerhalb von einigen Wochen sollten sich Wurzeln bilden.
  • Einpflanzen: Sobald die Wurzeln etwa 5 cm lang sind, kannst Du den Steckling in Erde pflanzen.

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