Drachenbaum Krankheiten & Schädlinge nachhaltig bekämpfen
Der Drachenbaum, auch Dracaena genannt, ist eine beliebte Zimmerpflanze. Doch Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler können ihm zusetzen. Blattfleckenkrankheit und Wurzelfäule entstehen oft durch zu viel Wasser oder schlechte Drainage. Spinnmilben, Wollläuse und Schildläuse sind häufige Schädlinge, die den Drachenbaum schwächen. Besonders gefährlich ist die Stammfäule, die durch Pilzinfektionen verursacht wird und den Stamm absterben lässt. In diesem Artikel erfährst du, wie du die häufigsten Probleme erkennst und deinen Drachenbaum optimal pflegst.

Stammfäule bekämpfen – Drachenbaum retten
Stammfäule ist eine ernsthafte Erkrankung, die durch verschiedene Bakterien- und Pilzarten verursacht werden kann. Sie betrifft den Stamm des Drachenbaums und kann, wenn sie nicht behandelt wird, zum Tod der Pflanze führen.
Häufig ist die Stammfäule auch ein Resultat der fortgeschrittenen Wurzelfäule, bei welcher sich die Pilzinfektion durch die Wurzeln, direkt in den Stamm verbreitet haben. Aber auch eine Infektion verletzter Stammteile ist eine geläufige Ursache für Stammfäule.

Die ersten Anzeichen von Stammfäule sind oft weiche, weiche und dunkle Stellen am betroffenen Stammteil. Diese Stellen können sich schnell ausbreiten und den gesamten betroffenen Bereich schwärzen.
Stammfäule ist eine ernsthafte Bedrohung für den Drachenbaum und erfordert radikale Maßnahmen. Bei ersten Anzeichen von Stammfäule musst du den Drachenbaum schneiden und kürzen. Nur die oberen Bereiche der Pflanze, die den Pilzerreger noch nicht in sich tragen, können überleben. Schneide den Baum an einer Stelle durch, wo er noch fest und gesund ist. Anschließend lasse den geschnittenen Teil im Wasser neu bewurzeln. Nach etwa vier Wochen, wenn sich neue Wurzeln gebildet haben, kann der Drachenbaum in frische, geeignete Erde eingepflanzt werden.
Blattfleckenkrankheit
Die Hauptursache für Pilzblattflecken ist eine übermäßige Feuchtigkeit auf den Blättern. Dies kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, wie z.B. das Besprühen der Pflanze, hohe Luftfeuchtigkeit oder unzureichende Luftzirkulation im Raum.
Pilzsporen befinden sich immer auf den Blätter, mit dem Unterschied, dass sie sich in einem Gleichgewicht befinden und sich nicht ungehindert ausbreiten können, wie es der Fall bei der Blattfleckenkrankheit ist.

Die ersten Anzeichen der Blattfleckenkrankheit sind kleine, dunkle Flecken auf den Blättern, welche häufig eine gelbe Umrandung haben. Mit der Zeit können diese Flecken wachsen und sich zu größeren, unregelmäßig geformten Flecken entwickeln, die oft von einem blassen Zentrum umgeben sind. In fortgeschrittenen Stadien können die Blätter gelb werden und abfallen. Die Ausbreitung dieser Flecken schreitet nur langsam voran.
Bei ersten Anzeichen von Pilzblattflecken ist es wichtig, sofort zu handeln. Entferne alle betroffenen Blätter und stelle sicher, dass die verbleibenden Blätter trocken sind. Vermeide es, die Pflanze direkt zu besprühen und sorge für eine gute Luftzirkulation im Raum, um die Blätter trocken zu halten. In schweren Fällen kann es hilfreich sein, ein Fungizid zu verwenden, das speziell für die Behandlung von Pilzblattflecken entwickelt wurde. Lies immer die Anweisungen auf dem Produktetikett und wende das Fungizid sicher an.
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Schädlinge effektiv am Drachenbaum bekämpfen
Drachenbäume werden häufig von Blattläusen, Wollläusen, Spinnmilben, Thripsen, Schildläusen und Trauermücken befallen. Blattläuse erkennt man an ihrer grünen oder schwarzen Farbe und der Ansammlung an der Unterseite der Blätter. Sie verursachen verformte Blätter und klebrigen Honigtau. Eine Mischung aus Wasser und aufgebrühtem Tee oder Neemöl hilft, sie zu bekämpfen. Wollläuse sind weiß und von wachsartigen Fäden umgeben, die klebrige Stellen hinterlassen. Neemöl ist auch hier effektiv. Spinnmilben hinterlassen feine Fäden und verursachen Flecken auf den Blättern. Eine gründliche Dusche, Neemöl oder erhöhte Luftfeuchtigkeit helfen gegen sie. Thripse sind schwer zu bekämpfen und hinterlassen dunkle Flecken. Bei ihnen sind chemische Insektizide meist notwendig. Schildläuse sind größer und mit einem stabilen Panzer ausgestattet. Sie können mit Öl getränkten Wattestäbchen entfernt werden. Trauermücken erkennt man an den kleinen Fliegen und ihren Larven, die die Wurzeln schädigen. Gießen mit einer Schwefellösung aus Streichhölzern kann helfen. Generell ist Neemöl eine häufig verwendete natürliche Methode gegen viele dieser Schädlinge, während bei hartnäckigem Befall chemische Mittel zum Einsatz kommen können.
Wurzelfäule
Die Hauptursache für Wurzelfäule ist Überwässerung. Eine schlechte Drainage verschärft das Problem, da das Wasser nicht abfließen kann und somit die Erde dauerhaft feucht bleibt. In solch einem Umfeld können die Wurzeln nicht ausreichend atmen, was zu einem Sauerstoffmangel führt. Die Wurzeln beginnen faulig zu werden.

Die ersten Anzeichen von Wurzelfäule sind oft subtil. Der Drachenbaum kann anfangen, sein Wachstum zu verlangsamen oder seine Blätter können gelb werden und hängen. Bei näherer Untersuchung der Wurzeln wirst du feststellen, dass sie schlaff, dunkel und matschig sind, anstatt fest und weiß oder hellbraun. Am einfachsten identifizierst du Wurzelfäule, indem du den Topf hochhebst und dir die Erde bzw. die Wurzeln an den Drainagelöchern anschaust.
Wenn du Wurzelfäule feststellst, ist es wichtig, sofort zu handeln. Entferne die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und schneide alle betroffenen Wurzeln ab. Es ist wichtig, sterilisierte Schneidwerkzeuge zu verwenden, um eine weitere Ausbreitung des Pilzes zu verhindern. Setze den Drachenbaum in frische, gut durchlässige Erde und stelle sicher, dass der Topf eine gute Drainage hat. Reduziere die Wassermenge und stelle sicher, dass der Boden zwischen den Gießvorgängen leicht austrocknet.
