Deinen Drachenbaum wachstumsfördernd pflegen
Der Drachenbaum, auch bekannt als Dracaena, ist eine attraktive und pflegeleichte Zimmerpflanze, die ursprünglich aus den warmen Regionen Afrikas stammt. Er hat sich in den Wohnzimmern und Gärten Europas etabliert und erfreut Pflanzenliebhaber mit seiner robusten Natur. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige über die richtige Pflege des Drachenbaums, von der Standortwahl bis zu Tipps für Gießen und Düngen.

Den optimalen Standort wählen
Der Drachenbaum gedeiht am besten bei hellen, aber indirekten Lichtverhältnissen. Eine Lichtintensität von etwa 10.000 Lux ist optimal. Direkte Sonneneinstrahlung, besonders während der Mittagsstunden, sollte vermieden werden, da sie die Blätter verbrennen kann. Ein Standort nahe einem östlichen oder westlichen Fenster ist ideal. Die Temperatur sollte konstant zwischen 15 und 25 Grad Celsius liegen, ohne extreme Schwankungen oder Kälte.

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Drachenbaum: Wie oft gießen?
Ein Drachenbaum bevorzugt es, wenn die Erde zwischen den Gießvorgängen leicht antrocknet. Stecke den Finger etwa 2 cm tief in die Erde. Fühlt sie sich trocken an, ist es Zeit zu gießen. Im Sommer bedeutet das in der Regel etwa einmal pro Woche, im Winter alle zwei Wochen. Gieße so, dass keine Staunässe entsteht und nicht zu viel Wasser aus den Drainagelöchern austritt.
Während der Sommermonate benötigt der Drachenbaum mehr Wasser, da er aktiver wächst und die Verdunstung durch höhere Temperaturen zunimmt. Im Winter, wenn die Pflanze eine Ruhephase einlegt und das Licht weniger intensiv ist, solltest du das Gießen reduzieren.
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Die optimale Erde
Die richtige Erde für den Drachenbaum ist entscheidend für sein gesundes Wachstum. Eine gut durchlässige Erde, die reich an Nährstoffen ist, eignet sich am besten. Eine empfohlene Mischung besteht aus 50% herkömmlicher Blumenerde, 25% Sand und 25% Perlite oder Lavagranulat. Diese Kombination sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann und die Wurzeln nicht im Wasser stehen, was Staunässe verhindert. Wichtig ist auch eine gute Drainage im Topf. Dafür sollten ausreichend Drainagelöcher vorhanden sein. Eine Schicht aus grobem Kies oder Blähton am Boden des Topfes, abgedeckt durch ein dünnes Vlies, kann zusätzlich helfen, das Wasser effektiv abzuleiten und die Wurzeln vor Fäulnis zu schützen.
Umtopfen: Wann und wie oft?
Wenn die Wurzeln des Drachenbaums aus den Drainagelöchern des Topfes wachsen oder sich an der Oberfläche der Erde zeigen, ist es Zeit zum Umtopfen. Wähle einen Topf, der etwa 20% größer ist als der aktuelle. Jungpflanzen können in der Regel jährlich umgetopft werden und wenn der Drachenbaum größer wird, reicht ein umtopfen alle 2 bis 3 Jahre aus. Wenn du genau erfahren möchtest, wie du deinen Drachenbaum schonend umtopfen kannst, dann schau doch mal in dem verlinktem Beitrag vorbei.
Düngen des Drachenbaums
Die beste Zeit zum Düngen ist während der aktiven Wachstumsphase von Frühling bis Herbst. In dieser Zeit reicht es, einmal im Monat mit einem speziellen Grünpflanzendünger zu düngen. Drachenbäume sind Mittelzehrer und kommen mit weniger Nährstoffen gut zurecht. Im Winter, während der Ruhephase, kann das Düngen auf alle zwei Monate reduziert oder ganz eingestellt werden. Ein ausgewogener Grünpflanzendünger, der alle essentiellen Makro- und Mikronährstoffe enthält, ist ideal für den Drachenbaum.
Drachenbaum verzweigen: Einfache Schritte zum Erfolg
Einen Drachenbaum zu verzweigen hat hauptsächlich ästhetische Gründe, da dies zu einer volleren, buschigeren Form führt. Wähle den Schnittpunkt sorgfältig aus, etwa 10 cm unter der nächsten Verzweigung oder den nächsten Blättern. Der Schnitt sollte in einem Winkel von etwa 90 Grad gemacht werden, um den Wasserverlust zu minimieren und die Bildung neuer Triebe zu fördern.
Nach dem Schnitt sollte die Schnittstelle einige Stunden austrocknen, bevor du sie mit Baumwachs versiegelst. Aber auch Hausmitteln wie Zimt kann gegriffen werden. Dies hilft, die offene Schnittfläche zu schließen und den natürlichen Heilungsprozess des Drachenbaums zu unterstützen.
Drachenbaum als Hydrokultur halten und pflegen
Wähle den richtigen Hydrokulturtopf, der eine optimale Belüftung und eine Wasserstandsanzeige bietet. Für das Substrat eignen sich Lavagranulat, das eine hervorragende Drainage und Belüftung bietet, oder Blähton, der Wasser speichern und langsam abgeben kann. Verwende einen speziell formulierten Hydrokulturdünger, der alle notwendigen Makro- und Mikronährstoffe enthält, da Pflanzen in Hydrokultur ihre Nährstoffe direkt aus dem Wasser beziehen. Dieser Dünger sollte flüssig sein und bei jedem Gießen in der empfohlenen Dosierung dem Wasser hinzugefügt werden.
Das Gießen in der Hydrokultur unterscheidet sich von der traditionellen Methode. Verwende den Wasserstandsanzeiger des Topfes, um den Wasserstand im Auge zu behalten. Gib so viel Wasser in den Topf, bis der Anzeiger zwischen Min. und Max. steht. Warte, bis der Anzeiger auf Minimum gefallen ist, und gib dann weitere 4 Tage Zeit, bevor du die Hydrokultur wieder mit Nährlösung füllst. Diese Trockenzeit ist wichtig für die Gesundheit und die Bildung neuer Wurzeln.

