Efeutute Pflege – Großartiges Wachstum in kurzer Zeit
Die Efeutute, auch als Epipremnum bekannt, ist eine beliebte Zimmerpflanze, die durch ihre robusten Eigenschaften und dekorativen Blätter besticht. Ob in hellen oder dunklen Räumen, diese vielseitige Pflanze gedeiht fast überall und benötigt dabei nur minimale Pflege. In diesem Beitrag erfährst du alles Wissenswerte über den idealen Standort, richtiges Gießen und Düngen, sowie wertvolle Tipps zur Vermehrung und speziellen Pflege.

Standort
Efeututen bevorzugen helle, aber indirekte Beleuchtung. Ideal ist ein Standort mit diffusem, hellem Licht in der Nähe eines Ost- oder Westfensters. So genießt die Efeutute Schutz vor der starken Mittagssonne, kann aber idealerweise etwas Sonnenlicht am Morgen oder Abend bekommen. Generell ist jedoch hervorzuheben, dass die Efeutute eine der wenigen Pflanzen ist, die auch bei schwacher Beleuchtung Wachstum zeigt. Sie gehört also zu den klassischen Pflanzen für dunkle Räume.
Da die Blätter sehr robust sind, benötigt sie keine hohe Luftfeuchtigkeit. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann sogar zur Blattfleckenkrankheit führen. Die ideale Wachstumstemperatur liegt zwischen 20 und 24 Grad Celsius. Achte also darauf, die Efeutute vor kalter Zugluft oder Heizkörpern zu schützen. Luftreinigende Eigenschaften hat die Efeutute nur bedingt, aber sie kann das Raumklima im Schlafzimmer verbessern.
Gießen
Die Efeutute sollte einmal pro Woche gegossen werden, sofern die oberen 2 bis 3 Zentimeter des Substrats trocken sind. Je länger die Triebe sind, desto regelmäßiger muss die Efeutute mit Wasser versorgt werden. Ein Indikator für Wassermangel ist das Einrollen der Blätter aufgrund des fehlenden Turgordrucks in den Zellen. Noch einfacher hast du es mit einem Feuchtigkeitsmesser, wodurch du den Feuchtigkeitsgehalt der Erde besser bestimmen kannst. Achte im Winter darauf, die Wassermenge zu reduzieren, wenn das Wachstum stagniert, damit keine Staunässe entsteht und somit auch Wurzelfäule vermieden wird.

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Düngen
Die Efeutute sollte zwischen April und September alle 14 Tage mit einem mineralischen Grünpflanzendünger versorgt werden, um ihr Wachstum optimal zu unterstützen. In dieser Zeit befindet sich die Pflanze in ihrer aktiven Wachstumsphase und benötigt regelmäßig Nährstoffe. Im Winter hingegen, wenn das Wachstum langsamer ist, sollte nur einmal pro Monat gedüngt werden, vorausgesetzt, die Efeutute steht hell und bekommt ausreichend Licht zum Wachsen.
Erde & Umtopfen
Efeututen sollten alle zwei Jahre umgetopft werden, um sicherzustellen, dass die Pflanze weiterhin gesund und kräftig wächst. Durch das regelmäßige Umtopfen wird die alte Erde, die mit der Zeit Nährstoffe verliert und verdichtet wird, durch frische, nährstoffreiche Erde ersetzt. Dies fördert ein besseres Wurzelwachstum und verhindert Wurzelfäule.
Eine Standardmischung aus Blumenerde und Perlit oder Vermiculit im Verhältnis 2:1 ist ideal. Diese Kombination fördert die Drainage und die Luftzirkulation, wodurch Staunässe vermieden und die Wurzeln gesund gehalten werden. Ebenso wichtig wie die Erde ist der Topf, in den die Efeutute gepflanzt wird. Verwende immer einen Topf mit Drainagelöchern und wähle beim Umtopfen immer einen leicht größeren Topf.
Efeutute vermehren
Efeututen lassen sich leicht durch Stecklinge vermehren. Für die Vermehrung im Wasser schneide einen gesunden Trieb mit mindestens einem Blattknoten ab. Entferne die unteren Blätter und stelle den Steckling in ein Wasserglas. Platziere das Glas an einem hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung und wechsle das Wasser wöchentlich. Nach etwa zwei bis vier Wochen, wenn genügend Wurzeln gewachsen sind, kannst du den Steckling in Erde pflanzen. Eine ausführliche Anleitung zur Vermehrung der Efeutute und weitere Möglichkeiten der Vermehrung findest du im verlinkten Beitrag.

Das Wachstum der Efeutute
Unter idealen Voraussetzungen kann die Efeutute bis zu 10 cm pro Woche an Länge zulegen. Um solch ein Wachstum zu ermöglichen, sind der richtige Standort und die passende Pflege entscheidend. Wenn die Efeutute sehr hell steht und zudem in einem großen Topf wächst, können die Blätter deutlich größer werden. Ein größerer Topf bietet den Wurzeln mehr Platz und fördert so das allgemeine Pflanzenwachstum. Wächst die Efeutute zügig in die höhe, solltest du deiner Rankpflanze auch eine geeignete Rankhilfe zur Verfügung stellen. Generell wächst eine Efeutute eintriebig und bildet bei starkem Wachstum automatisch neue Ableger aus ihrem Wurzelsystem. Damit sie buschiger wächst, kannst du mit ein paar Tricks die Triebe der Efeutute zum Verzweigen bringen.
Die Efeutute tropft
Das Tropfen der Efeutute ist ein Ergebnis der Guttation, einem natürlichen Prozess, bei dem überschüssiges Wasser durch Hydathoden, spezielle Poren an den Blattspitzen oder -rändern, ausgeschieden wird. Guttation tritt häufig nachts auf, wenn der Boden feucht, die Luftfeuchtigkeit hoch und die Transpiration gering ist. Während dieser Zeit nimmt die Pflanze weiterhin Wasser aus dem Boden auf, aber aufgrund der reduzierten Transpiration wird der Wasserüberschuss über die Hydathoden abgegeben. Guttation ist ein gutes Zeichen und zeigt, dass deine Efeutute prächtig wächst.
Die Efeutute in Wasser halten
Die Efeutute lässt sich erfolgreich im Wasser kultivieren, indem sie sorgfältig von Erde befreit und in ein geeignetes Gefäß mit sauberem Wasser überführt wird. Wenn sie einfach nur ins Wasser gestellt wird, bildet sie zwar häufig neue Blätter aus, tauscht sie jedoch meist gegen ältere aus, da zu wenig Nährstoffe im Wasser vorhanden sind. Eine regelmäßige Nährstoffversorgung mit speziellem Hydrokultur-Dünger ist somit ein wichtiger Bestandteil für ein gesundes Wachstum, wobei die Düngerintervalle an die Wachstumsphase der Pflanze anzupassen sind.
