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  • Luca 

Kaffeesatz als Dünger: Der ultimative Guide für Einblatt

Kaffeesatz ein Nebenprodukt deines morgendlichen Rituals, bietet sich als kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Düngemitteln an. Er ist stickstoffreich, aber an Makronährstoffen wie Phosphor und Kalium mangelt es ihm. Er kann ein wertvolles Mitglied im Düngerensemble sein, aber die Hauptrolle sollte er nicht spielen. Doch was genau bedeutet das? Wie dünge ich das Einblatt mit Kaffeesatz?

Kaffeesatz als Dünger: Der ultimative Guide für Einblatt

Kann man Einblatt (Spathiphyllum) mit Kaffeesatz düngen?

Die Antwort ist ja, aber wie bei einem guten Düngercocktail steckt der Teufel im Detail.

Zuallererst, die Nährstoffe. Kaffeesatz ist ein echtes Nährstoffwunder, wenn es um Stickstoff geht. Also ja, Kaffeesatz hat hier durchaus seinen Wert. Leider enthält Kaffeesatz enthält kaum andere Makronährstoffe wie Phosphor und Kalium. Das Einblatt benötigt diese für die Wurzelbildung sowie die Blüten- und Fruchtbildung. Fehlen diese Nährstoffe, kann die Pflanze nicht ihr volles Potenzial entfalten.

Kaffeesatz ist nicht nur leicht verfügbar und umweltfreundlich, sondern auch sauer. Das Einblatt bevorzugt leicht saure Böden mit einem pH-Wert von etwa 5,5 bis 6,5. Kaffeesatz kann helfen, den pH-Wert in diesen optimalen Bereich zu bringen. 

Der Mangel an anderen Makronährstoffen wie Phosphor und Kalium macht ihn als alleinigen Dünger ungeeignet. Deshalb ist es ratsam, Kaffeesatz mit einem vollwertigen Dünger zu kombinieren, der alle erforderlichen Makro- und Mikronährstoffe enthält. 

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Einblatt (Spathiphyllum) mit Kaffeesatz düngen- ein Leitfaden

Kaffeesatz sollte immer zuerst getrocknet werden, um Schimmelbildung zu verhindern. Verteile danach eine dünne Schicht (etwa 1 cm) Kaffeesatz gleichmäßig auf der Erdoberfläche rund um deine Einblatt-Pflanze. Arbeite es leicht in die oberste Erdschicht ein. Durch die Einarbeitung wird eine schnellere Freisetzung der Nährstoffe erreicht und gleichzeitig die Belüftung des Bodens verbessert. 

Für das Einblatt ist eine quartalsweise Anwendung ausreichend.Andernfalls kann die Erde schnell übersäuern. Besonders im Frühjahr und Sommer, wenn die Pflanze aktiv wächst, profitiert sie von zusätzlichen Stickstoff. Im Herbst und Winter solltest du die Düngung pausieren. 

Vermeide gebleichten oder aromatisierten Kaffeesatz, da diese Zusatzstoffe enthalten können, die für Pflanzen schädlich sind. Ein weiterer Fehler wäre, Kaffeesatz als alleinigen Dünger zu verwenden. Da er keine vollständige Palette an Makronährstoffen bietet, sollte er immer in Kombination mit einem ausgewogenen Flüssigdünger verwendet werden.

Wenn das Einblatt gelbe Blätter hat: Ist Kaffeesatz ein guter Stickstoff-Dünger?

Kaffeesatz eine eher langfristige Lösung für Stickstoffmangel ist. Bei akutem Mangel sind schnell verfügbare Stickstoffquellen wie Stickstoffdünger vorteilhafter.

Gelbe Blätter können auf eine Vielzahl von Problemen hinweisen, von Über- oder Unterwässerung bis hin zu Nährstoffmangel. Ein weit verbreitetes Problem ist Stickstoffmangel, der sich in älteren, unteren Blättern durch eine gelbliche Färbung äußert. 

Kaffeesatz enthält Stickstoff in organisch gebundener Form. Er wird nicht sofort freigesetzt, sondern erst, wenn Mikroorganismen den Kaffeesatz zersetzen. Das bedeutet, dass die Stickstofffreisetzung zeitversetzt und nicht sofort verfügbar ist. Je nach Bodenbeschaffenheit und Mikroorganismenaktivität kann dies einige Wochen dauern. Kaffeesatz enthält etwa 2% Stickstoff, aber er ist reich an organischen Säuren, weshalb eine Überanwendung den pH-Wert des Bodens senken und andere Nährstoffe sperren könnte.

Wenn du sicher bist, dass der gelbe Blätter deines Einblatts auf einen Stickstoffmangel zurückzuführen sind, dann kann Kaffeesatz als ergänzende Düngerquelle dienen. Allerdings sollte man Kaffeesatz nicht als einzige Stickstoffquelle verwenden, sondern als zusätzliche Maßnahme zu einem ausgewogenen Düngemittel, das alle essentiellen Makro- und Mikronährstoffe liefert.

Bessere Bodenstrucktur durch Kaffeesatz

Kaffeesatz verbessert die Bodenstruktur auf zwei wesentliche Arten. Er fungiert als organischer Mulch und hilft dabei, die Wasserhaltekapazität des Bodens zu erhöhen. Wenn der Boden zu sandig ist, verbessert der organische Stoff im Kaffeesatz die Wasserretention. Wenn der Boden zu tonig und dicht ist, hilft der Kaffeesatz, die Struktur zu lockern und so die Wasser- und Nährstoffaufnahme zu erleichtern. Außerdem fördert der Kaffeesatz die mikrobielle Aktivität im Boden. Dies ist besonders wichtig für ein gesundes Wurzelsystem und somit für eine gesunde Pflanze.

Ein durchlässiger, gut belüfteter Boden ist das A und O für das Wurzelwachstum und die allgemeine Pflanzengesundheit. Verdichteter Boden kann die Atmung der Wurzeln hemmen und das Risiko von Staunässe erhöhen, was wiederum Wurzelfäule begünstigen kann. Einblatt (Spathiphyllum) bevorzugt einen gut durchlässigen, humosen Boden. Durch die Auflockerung des Bodens mit Kaffeesatz wird die Drainage verbessert und die Gefahr von Wurzelfäule reduziert.

Häufige Fehler die beim düngen mit Kaffeesatz passieren können

Übersäuerter Boden

Beginnen wir mit der Überdosierung von Kaffeesatz. Kaffeesatz hat einen pH-Wert, der leicht sauer ist. Eine Überanwendung kann den Boden übersäuern und somit die Nährstoffaufnahme der Einblatt-Pflanze negativ beeinflussen.

Falsche Düngezeitpunkt

Das Timing ist entscheidend. Kaffeesatz enthält Stickstoff, der das Wachstum fördert. Aber in der Ruhephase, normalerweise im Winter, ist das genau das, was man nicht will. Die Pflanze stellt ihr Wachstum ein und ein Überschuss an Stickstoff könnte ein ungesundes, „spindeldürres“ Wachstum fördern. Daher ist die optimale Zeit zur Anwendung von Kaffeesatz im Frühjahr und Sommer, wenn das Einblatt in seiner aktiven Wachstumsphase ist.