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Warum Wurzelfäule am Einblatt ein ernstes Problem ist

Wurzelfäule im Einblatt (Spathiphyllum) ist kein trivialer Zustand, den du einfach übersehen kannst. Diese Krankheit beeinträchtigt nicht nur die ästhetische Erscheinung deiner Pflanze, sondern wirkt sich negativ auf die allgemeine Vitalität und das Wachstum aus. Daher ist die frühzeitige Erkennung und Behandlung entscheidend. Wir werden dir in diesem Artikel erklären was nun zu tun ist, wenn das Einblatt unter Wurzelfäule leidet.

Wurzelfäule am Einblatt: Wie kann ich meine Pflanze retten?
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Inhaltsverzeichnis

Kurzantwort: Das ist bei Wurzelfäule zu tun

Zunächst die Symptome klar identifizieren: Bei matschigen Wurzeln, stinkender Erde und hängenden Blättern liegt der Verdacht auf Wurzelfäule nahe. Befreie das Einblatt von der nassen, infizierten Erde. Lege den Wurzelballen wenn nötig in ein Wasserbad, damit sich die gesamte Erde von den Wurzeln löst.

Nutze sterilisierte Schneidwerkzeuge, um alle matschigen und fauligen Wurzeln zu entfernen. Nachdem alle braunen und matschigen Wurzeln entfernt wurden ist das Umtopfen in frische, sterile und gut durchlässige Erde Pflicht. Verwende einen Untertopf mit Drainagelöchern und einen Übertopf. Es kann mehrere Wochen dauern, bis sich das Einblatt erholt hat.

Wie erkenne ich Wurzelfäule & wodurch entsteht sie?

Kommen wir zu den Symptomen und Anzeichen. Matschige Wurzeln sind ein klares Indiz für Wurzelfäule, jedoch liegen sie verdeckt unter der Erde.  Daher überprüfe zuerst ob die Erde stinkt und sehr feucht ist. Ist dies der Fall, schaue dir die Drainagelöcher an. Sind braune und matschige Wurzeln zu erkennen? Ist die Erde an den Drainagelöchern sehr dunkel und nass?

Wenn du beide Fragen mit „Ja“ beantwortest, dann kannst du dir sicher sein, dass es sich um die Wurzelfäule handelt. Hängende Blätter sind ebenfalls ein erstes Zeichen für Stress oder Krankheit, gefolgt von schwereren Symptome wie gelbe oder braune Blätter. Nimm die Symptome ernst, denn viel Zeit hast du nicht mehr bis dein Einblatt eingeht. 

Wodurch entsteht die Wurzelfäule? Beginnen wir mit der Überbewässerung, einem der Haupttäter. Das Wurzelsystem des Einblatts ist nicht darauf ausgelegt, ständig im Wasser zu stehen. Übermäßiges Gießen schafft ein anaerobes Umfeld, das die Vermehrung pathogener Mikroorganismen fördert. Diese befallen die Wurzeln und verursachen die Fäulnis.

Verstärkt werden solche Probleme durch zwei bestimmte Faktoren: Eine schlechte Drainage und ein ungeeigneter Topf. Ein Einblatt benötigt gut durchlässige Erde, damit überschüssiges Wasser abfließen kann, verwendest du normale Blumenerde, kann diese zu kompakt werden und das Wasser zu lange halten. Ein ungeeigneter Topf, welcher zu groß ist oder keine Drainagelöcher enthält, tut sein übriges.

Wurzelfäule am Einblatt: Wie kann ich meine Pflanze retten?
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Was zu tun ist, wenn die Wurzeln faulen

Wurzelfäule am Einblatt (Spathiphyllum) ist kein Schicksal, sondern ein behandelbarer Zustand. Also, Ärmel hochkrempeln und los geht’s! Sofortmaßnahmen sind hier entscheidend, um den gesunden Teil der Pflanze zu retten.

Hole die Pflanze aus dem Topf und schüttle vorsichtig die Erde von den Wurzeln. In einem Wasserbecken kann das Einblatt schnell und behutsam von der infizierten Erde befreit werden. Identifiziere die matschigen, verfaulten Wurzeln. Sie sehen dunkler aus und fühlen sich weich an. Verwende eine sterilisierte Schere, um diese zu entfernen. Achte darauf, dass du nur durch gesundes Wurzelgewebe schneidest, um der Fäulnis den Weg abzuschneiden.

Zum Schluss kümmern wir uns um das neue Zuhause für dein Einblatt. Verwende ein gut durchlässiges Substrat, das für Zimmerpflanzen geeignet ist. Ein Tipp für die Königsklasse: Mische etwas Perlit oder Sand unter, das verbessert die Drainage. Und, oh ja, der Topf muss unbedingt Drainagelöcher haben! Nur so kann überschüssiges Wasser abfließen und du vermeidest zukünftige Überbewässerung.

Wie verhindere ich Wurzelfäule?

Den Anfang macht die korrekte Bewässerung. Gieße das Einblatt vorsichtig ca. einmal die Woche. Anschließend muss das überschüssige Wasser aus der Unterschale entfernt werden, um Staunässe zu vermeiden. Die Bewässerung sollte erst wiederholt werden, wenn die oberste Erdschicht leicht angetrocknet ist. Sehr hilfreich ist hier ein Feuchtigkeitsmesser, welcher dir auch anzeigen kann, wie viel Wasser noch in tieferen Erdschichten zur Verfügung steht.

Der zweite Punkt ist die Auswahl des richtigen Topfes und des geeigneten Substrats. Vermeide Töpfe ohne Drainagelöcher wie der Teufel das Weihwasser! Ein guter Topf sollte außerdem proportional zur Größe des Wurzelballens sein, also ca. 20 Größer als der Wurzelballen, wenn die Pflanze ein- oder umgetopft wird. Ein zu großer Topf führt zu einem Ungleichgewicht in der Wasseraufnahme, während ein zu kleiner Topf das Wurzelwachstum einschränkt.

Beim Substrat sind gut durchlässige Erden wie spezielle Zimmerpflanzenerde oder Mischungen mit Perlit, Sand oder Kokosfasern zu bevorzugen. Diese Substrate bieten eine ausgezeichnete Drainage und verhindern somit Staunässe.

Abschließend solltest du dein Gießverhalten an die jeweilige Jahreszeit anpassen. Im Winter, wenn die Pflanze eher in eine Ruhephase geht, ist weniger Wasser nötig. Im Sommer dagegen, besonders bei hohen Temperaturen, darf es etwas mehr sein. Beachte aber, dass sich das Gießverhalten auch nach der jeweiligen Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit richtet. Ein Hygrometer kann hier nützliche Dienste leisten.