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  • Kai 

Elefantenfuß Pflege – Besonderheiten der Sukkulente

Der Elefantenfuß, botanisch als bekannt, hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Zimmerpflanze in Deutschland entwickelt. Sein markantes Erscheinungsbild, geprägt durch den verdickten Stamm, der an einen Elefantenfuß erinnert, sowie seine langen, nach unten gebogenen Blätter, macht ihn zu einem attraktiven Wohnaccessoire. Ursprünglich stammt der Elefantenfuß aus den Trockengebieten Mexikos, wo er sich an die anspruchsvollen Bedingungen der Halbwüsten angepasst hat. Diese Anpassungsfähigkeit spiegelt sich auch in seiner Beliebtheit als Zimmerpflanze wider, da er relativ pflegeleicht ist und auch in weniger idealen Wachstumsbedingungen gedeiht.

Elefantenfuß Pflege - Besonderheiten einer Sukkulente

Besondere Merkmale

Der Elefantenfuß fasziniert durch seine einzigartigen Erkennungsmerkmale, die ihn von anderen Zimmerpflanzen unterscheiden. Sein auffälligster Aspekt ist der knollige, verdickte Stamm, der als effizienter Wasserspeicher dient. Diese Anpassung ermöglicht es der Pflanze, längere Trockenperioden zu überstehen. Oberhalb dieses „Fußes“ entwickeln sich lange, schmale und haarähnliche Blätter, die in einer dichten Rosette an der Spitze des Stammes wachsen.

In Bezug auf das Wachstum ist der Elefantenfuß eine langsam wachsende, mehrjährige Pflanze. In ihrer natürlichen Umgebung, den trockenen Regionen Mexikos, kann sie eine imposante Höhe von bis zu 4,5 Metern erreichen. In Innenräumen hingegen, wo die Wachstumsbedingungen begrenzt sind, bleibt sie meist deutlich kleiner, oft bei etwa einem Meter.

Elefantenfuß Pflege - Besonderheiten einer Sukkulente

Elefantenfuß gießen: Wenig Wasser für ein gesundes Wachstum

Um deinen Elefantenfuß optimal zu gießen, solltest du sicherstellen, dass die Erde zwischen den Gießvorgängen vollständig austrocknet. Übermäßiges Gießen kann zu Wurzelfäule führen.

Im Sommer, während der Wachstumsphase, benötigt der Elefantenfuß häufiger Wasser, etwa alle zwei Wochen. Im Winter, wenn das Wachstum verlangsamt ist, reicht es, alle vier bis sechs Wochen zu gießen. Ein Bodenfeuchtigkeitsmessgerät kann hilfreich sein, um den genauen Feuchtigkeitsgehalt der Erde zu bestimmen.

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Standort und Lichtbedarf

Ideal für den Elefantenfuß sind helle, indirekte Lichtverhältnisse. Ein Standort in der Nähe eines Fensters wäre optimal, sogar ein südlich ausgerichtetes Fenster, inklusive der Mittagssonne, machen ihm nicht viel aus. Die Anpassungsfähigkeit des Elefantenfußes zeigt sich in seiner Fähigkeit, sowohl in niedrigen als auch in helleren Lichtverhältnissen zu überleben. Sollte der ideale Standort nicht verfügbar sein, kann er auch in weniger hellen Bereichen platziert werden, allerdings mit der Einschränkung, dass sein Wachstum in diesen Bedingungen langsamer sein kann.

Um diesen Effekt auszugleichen, ist es empfehlenswert, den Elefantenfuß im Sommer nach draußen zu stellen, vorausgesetzt, der Standort ist geschützt und bietet halbschattige Lichtverhältnisse. Dieses Vorgehen ermöglicht es der Pflanze, sich zu regenerieren und kräftiger zu wachsen.

Was für Bodeneigenschaften benötigt der Elefantenfuß?

Die Wahl des richtigen Bodens ist entscheidend für das Wohlbefinden und das gesunde Wachstum des Elefantenfußes. Ein Schlüsselelement hierbei ist die Verwendung von gut durchlässiger Erde. Spezielle Pflanzenerde, die für Sukkulenten und Kakteen vorgesehen ist, eignet sich hervorragend. Diese Erden enthalten oft Sand oder Perlite, was die Drainagefähigkeit verbessert und Staunässe verhindert.

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Elefantenfuß Pflege - Besonderheiten einer Sukkulente

Wie dünge ich den Elefantenfuß?

Um den Elefantenfuß richtig zu düngen, solltest du ihn während der Wachstumsphase im Frühling und Sommer alle vier bis sechs Wochen mit einem speziellen Sukkulenten- oder Kakteen-Dünger versorgen, der ein ausgewogenes Verhältnis von Makro- und Mikronährstoffen bietet. In der Ruhephase im Herbst und Winter ist Düngen meist nicht nötig. Frisch umgetopfte Pflanzen sollten nicht sofort gedüngt werden. Flüssigdünger eignen sich besonders gut, da sie leicht dosierbar sind und eine gleichmäßige Nährstoffverteilung ermöglichen, während feste Düngerformen zu konzentriert wirken könnten.

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Das ist beim Umtopfen des Elefantenfußes zu beachten

Anzeichen, dass dein Elefantenfuß umgetopft werden sollte, sind ein Wurzelballen, der den gesamten Raum im Topf einnimmt, schnelles Austrocknen der Erde und Wasser, das sofort durchläuft, ohne die Erde zu befeuchten. Generell empfiehlt sich das Umtopfen alle 3 bis 4 Jahre.

Um deinen Elefantenfuß umzutopfen, wähle einen neuen Topf, der nur etwa zwei Zentimeter größer als der alte ist, um das Wurzelwachstum zu kontrollieren. Ein flaches Pflanzgefäß mit Drainagelöchern ist ideal, da der Elefantenfuß ein Flachwurzler ist und Staunässe vermeiden sollte. Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist zwischen Ende Februar und Mitte März.

Gehe beim Umtopfen folgendermaßen vor: Entferne die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf und befreie die Wurzeln von altem Substrat. Schneide beschädigte oder tote Wurzelteile mit einem sauberen, scharfen Messer ab. Fülle den neuen Topf mit etwas Substrat, setze den Elefantenfuß darauf und fülle mit Substrat auf, bis der Stamm maximal zwei bis drei Zentimeter bedeckt ist. Drücke das Substrat leicht an und gieße gleichmäßig feucht. Danach kannst du den Elefantenfuß wieder an seinen vorgesehenen Platz stellen.

Wie kann ich den Elefantenfuß vermehren?

Dein Elefantenfuß ist bereit zur Vermehrung, wenn er sich in der Wachstumsphase zwischen Mai und September befindet und gesunde Seitentriebe entwickelt hat. Diese Seitentriebe sollten etwa 10 cm lang sein und keine Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingen aufweisen.

Um die Vermehrung durchzuführen, benötigst du ein scharfes Messer, Handschuhe, spezielle Kaktuserde, einen neuen Topf, Dekosteine und optional Wurzelhormon. Ziehe Handschuhe an und wähle einen gesunden Seitentrieb. Schneide ihn vorsichtig mit einem scharfen Messer nahe der Basis des Triebs ab, sodass der Schnitt sauber und gerade ist. Tauche das untere Ende des Schnitts in Wurzelhormon, falls gewünscht, um die Wurzelbildung zu fördern. Fülle den neuen Topf mit lockerem, gut durchlässigem Kaktussubstrat und pflanze den vorbereiteten Trieb ein. Verwende Dekosteine, um den Ableger zu stabilisieren und ihm Halt zu geben.

Was muss beachtet werden beim Schneiden des Elefantenfußes?

Der beste Zeitpunkt, um den Elefantenfuß zu schneiden, ist das Frühjahr oder der Frühsommer während der Wachstumsphase. In dieser Zeit erholt sich die Pflanze am schnellsten von Schnittmaßnahmen. Schneiden sollte nicht öfter als einmal jährlich erfolgen. In der Ruhephase im Herbst und Winter sollte die Pflanze nicht geschnitten werden, da sie in dieser Zeit weniger in der Lage ist, sich von Schnittwunden zu erholen.

Beim Schneiden des Elefantenfußes ist es ratsam, sich auf die Entfernung abgestorbener, beschädigter oder kranker Blätter zu beschränken. Größere Schnittmaßnahmen sollten nur bei Bedarf durchgeführt werden, da sie das Wachstum der Pflanze erheblich beeinflussen können. Ein Rückschnitt des Stammes kann das Austreiben neuer Triebe fördern, aber es kann auch einige Zeit dauern, bis sich die Pflanze vollständig erholt.


Ein radikaler Rückschnitt kann notwendig sein, wenn die Pflanze zu groß geworden ist, ungleichmäßig gewachsen ist oder stark beschädigte Teile aufweist. Schneide den Stamm auf die gewünschte Höhe zurück und achte darauf, einen sauberen und geraden Schnitt zu machen. Halte die Schnittstellen sauber und trocken, um Infektionen zu vermeiden, indem du sie mit Baumwachs oder Zimt bestreust. Reduziere das Gießen für einige Tage, damit die Pflanze die Schnittwunden besser heilen kann. Nach einem radikalen Rückschnitt dauert es einige Zeit, bis die Pflanze sich vollständig erholt und neues Wachstum zeigt. Geduld und kontinuierliche Pflege sind entscheidend, um den Elefantenfuß erfolgreich zu regenerieren und ihm zu einem neuen Wachstumsschub zu verhelfen.

Kann man den Elefantenfuß draußen kultivieren?

Sobald die Frühlingstemperaturen stabil und konstant über 10°C liegen, kannst du den Elefantenfuß aus seinem Winterquartier holen. Mitte bis Ende Mai ist dafür ideal. Bei einem unerwarteten Kälteeinbruch solltest du ihn vorübergehend an einen geschützten Ort bringen. Setze ihn nicht sofort der direkten Sonneneinstrahlung aus, sondern gewöhne ihn allmählich an die Außenbedingungen, um Stress und Sonnenbrand zu vermeiden.

Im Sommer bevorzugt der Elefantenfuß einen hellen Standort mit viel Sonnenlicht. Ein Platz, der mehrere Stunden direktes Sonnenlicht bietet, ist ideal, aber achte darauf, ihn vor schlechten Witterungsbedingungen wie anhaltendem Regen oder starkem Wind zu schützen. Ein überdachter Außenbereich, wie eine Terrasse oder ein Balkon, ist dafür gut geeignet.

Pflanzen mit ähnlicher Robustheit oder Aussehen

Diese Pflanzen ähneln dem Elefantefuß rein äußerlich

Sago-Palme (Cycas revoluta): Palmähnliches Aussehen mit robustem Stamm.
Riesen-Palmlili (Yucca Elephantipes): Ästhetische Stammform, ähnlich dem Elefantenfuß.
Grünlilie (Chlorophytum Comosum): Anpassungsfähig und bildet eine ähnliche Blattstruktur.

Robust wie der Elefantenfuß und braucht wenig Licht

Drachenbaum (Dracaena Marginata): Toleriert unregelmäßige Wassergaben und weniger Licht.
Goldfruchtpalme (Dypsis Lutescens): Gedeiht auch bei weniger intensiver Beleuchtung.
Geldbaum (Crassula Ovata): Ideal für trockene Innenräume, speichert Wasser.

Ist der Elefantenfuß winterhart?

Der Elefantenfuß ist in Deutschland nicht winterhart. Er stammt aus den semi-ariden Gebieten Mexikos. Hier hat er sich an ein Klima mit geringen Niederschlägen und hohen Temperaturen angepasst. In Deutschland hingegen sind die Winter kalt und oft feucht, mit Temperaturen, die regelmäßig unter den Gefrierpunkt fallen. Dieses Klima stellt für den Elefantenfuß eine große Herausforderung dar. Die Pflanze ist nicht angepasst, um längere Frostperioden und die damit verbundene Feuchtigkeit zu tolerieren. Ihre Wurzeln und der Caudex können bei anhaltendem Frost Schaden nehmen, was zu Fäulnis und letztendlich zum Absterben der Pflanze führen kann.

Was tun gegen welche Schädlinge?

Fast alle Schädlinge sind saftsaugende Insekten, welche braune Flecken auf den Blättern hinterlassen. Zu den häufigsten Schädlingen am Elefantenfuß gehören Spinnmilben, Wollläuse, Schildläuse und Thripse. Spinnmilben und Läuse können bekämpft werden, indem du die Pflanze gründlich abspülst und wiederholt mit einer Seifenlauge Besprühst. Nur die Thripse sollten mit Insektiziden bekämpft werden, da sie sich in Windeseile vermehren und alle Pflanzen befallen können.

Elefantenfuß Pflege - Besonderheiten einer Sukkulente