Zum Inhalt springen
  • Luca 

Geigenfeige erfolgreich vermehren: Ein umfassender Leitfaden

Du liebst deine Geigenfeige und möchtest gern mehr von ihr haben? Perfekt! In diesem Artikel werden wir uns mit der Vermehrung der Geigenfeige beschäftigen, ein einfacher und natürlicher Weg, um mehr von deiner Lieblingspflanze zu bekommen. Die Geigenfeige, auch als Ficus Lyrata bekannt, ist nicht nur für ihre auffälligen, wellenförmigen Blätter geschätzt, sondern auch für ihre Fähigkeit, eine angenehme Atmosphäre in jedem Raum zu schaffen. Lass uns gemeinsam in diese faszinierende Welt der Pflanzenvermehrung eintauchen!

Geigenfeige erfolgreich vermehren: Ein umfassender Leitfaden

Instagram: @xgoldmarie

Vorbereitung zur Vermehrung der Geigenfeige

Die Vermehrung der Geigenfeige ist ein aufregendes Unterfangen, das jedoch eine gewisse Vorbereitung erfordert. Um deinen grünen Freund erfolgreich zu vermehren, solltest du einige grundlegende Werkzeuge und Materialien bereithalten.

Beginnen wir mit der Notwendigkeit einer scharfen Schere oder eines Messers. Dieses Utensil wird dir dabei helfen, den Steckling sauber von der Mutterpflanze zu trennen. Stelle sicher, dass dein Schneidwerkzeug nicht nur scharf, sondern auch sauber ist, denn dies ist entscheidend, um Verletzungen der Pflanze zu vermeiden und die Übertragung von Krankheiten zu verhindern.

Geigenfeige erfolgreich vermehren: Ein umfassender Leitfaden

Weiterhin wirst du ein Gefäß benötigen – je nachdem, welche Vermehrungsmethode du bevorzugst. Planst du, die Wassermethode anzuwenden, ist ein Glas oder eine Vase der richtige Aufbewahrungsort für deinen Steckling. Solltest du dich hingegen für die Erdmethode entscheiden, wird ein Topf mit gut drainierender Erde benötigt.

Nicht zuletzt ist die Umgebung ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Vermehrung deiner Geigenfeige. Die jungen Pflanzen benötigen einen warmen und hellen Standort, um optimal zu gedeihen. Es ist daher wichtig, dass du dir im Vorfeld Gedanken machst und einen Standort wählst, der diesen Anforderungen gerecht wird.

Empfehlung: Deine Pflanze wurde beim schneiden mal wieder beschädigt? Mit einer hochwertigen Gartenschere, wird das Pflanzengewebe schonend durchtrennt und schützt vor Krankheiten. Eine hochwertige Gartenschere haben wir dir hier verlinkt. 

Stammstecklinge und Blattstecklinge

Es gibt zwei grundlegende Methoden, um die Geigenfeige zu vermehren: Stammstecklinge und Blattstecklinge.

Stammstecklinge sind im Allgemeinen die bevorzugte Methode, da sie tendenziell erfolgreicher und schneller sind. Bei dieser Methode schneidest du einen Teil des Stammes ab, in der Regel etwa 10-15 cm lang. Achte darauf, dass der Steckling mindestens ein oder zwei Blätter hat. Du kannst den Steckling dann in Wasser stellen oder in Erde pflanzen und warten, bis er Wurzeln bildet.

Blattstecklinge können ebenfalls zur Vermehrung der Geigenfeige verwendet werden, obwohl sie oft etwas länger brauchen, um Wurzeln zu bilden. Bei dieser Methode schneidest du einfach ein gesundes Blatt ab und stellst es in Wasser oder pflanzt es in Erde. Auch hier musst du warten, bis sich Wurzeln bilden.

Geigenfeige vermehren: Methode 1 – Stecklinge in Wasser

Die Methode, Stecklinge in Wasser zu vermehren, ist besonders beliebt, da du dabei beobachten kannst, wie sich die Wurzeln entwickeln. Doch wie genau geht das vor sich? Hier ist ein detaillierter Ablauf:

  1. Auswahl des richtigen Stecklings: Der erste Schritt ist, den richtigen Steckling für die Vermehrung auszuwählen. Du solltest einen gesunden Stamm- oder Blattsteckling von deiner Pflanze schneiden. Der Steckling sollte mindestens ein Blatt haben und etwa 10-15 cm lang sein. Achte darauf, dass das Blatt gesund und grün ist, ohne sichtbare Zeichen von Krankheit oder Schädlingen.
  2. Vorbereitung des Stecklings: Entferne die unteren Blätter vom Steckling, so dass nur das obere Blatt oder die oberen Blätter übrig bleiben. Dies verhindert, dass Blätter im Wasser verrotten, und ermöglicht es dem Steckling, seine Energie auf die Bildung von Wurzeln zu konzentrieren.
  3. Einrichten des Wassergefäßes: Stelle den Steckling in ein Glas oder eine Vase mit Wasser. Es ist wichtig, dass nur der untere Teil des Stecklings, aber kein Blatt, im Wasser ist. Zu viele Blätter im Wasser können zu Fäulnis führen.
  4. Pflege des Stecklings: Platziere das Glas oder die Vase an einem hellen Ort, aber nicht in direktem Sonnenlicht, da dies den Steckling verbrennen könnte. Überprüfe das Wasser regelmäßig und fülle es bei Bedarf auf, um sicherzustellen, dass der untere Teil des Stecklings immer unter Wasser ist.
  5. Warten auf Wurzeln: Jetzt kommt der Teil, der Geduld erfordert. Nach einigen Wochen sollten sich Wurzeln bilden. Sobald die Wurzeln kräftig genug sind (etwa 2-3 cm lang), ist der Steckling bereit, in Erde gepflanzt zu werden.

Empfehlung: Deine Stecklinge lassen sich nur schwer bewurzeln? Mit einem Bewurzelungshormon regst du nicht nur die Bildung neuer Wurzeln an, sondern du schützt den Steckling auch vor Infektionen. Das beste Bewurzelungshormon findest du hier.

Geigenfeige vermehren: Methode 2 – Stecklinge in Erde

Die Vermehrung von Geigenfeigen mit Stecklingen in Erde ist ebenfalls eine gängige Methode, obwohl sie weniger sichtbar ist als die Wassermethode. Hier sind die Schritte im Detail:

  1. Auswahl und Vorbereitung des Stecklings: Wie bei der Wassermethode beginnst du mit der Auswahl eines gesunden Stamm- oder Blattstecklings von deiner Pflanze. Der Steckling sollte mindestens ein Blatt haben und etwa 10-15 cm lang sein. Entferne die unteren Blätter vom Steckling.
  2. Vorbereitung des Topfes: Wähle einen Topf mit guter Drainage und fülle ihn mit einer Mischung aus Kompost und Perlit oder einer speziellen Stecklingserde, um eine gute Drainage zu gewährleisten.
  3. Pflanzen des Stecklings: Mache ein Loch in die Mitte der Erde, das groß genug ist, um den unteren Teil des Stecklings aufzunehmen. Stecke den Steckling in das Loch und drücke die Erde fest um ihn herum, um ihn zu stabilisieren.
  4. Pflege des Stecklings: Gieße den Steckling, bis die Erde feucht ist, aber nicht nass. Platziere den Topf an einem hellen Ort, aber nicht in direktem Sonnenlicht.
  5. Warten auf Wurzeln: Nach einigen Wochen sollte der Steckling Wurzeln bilden und beginnen zu wachsen. Du kannst den Fortschritt überprüfen, indem du vorsichtig an dem Steckling ziehst. Wenn er Widerstand leistet, hat er wahrscheinlich Wurzeln gebildet. Es kann jedoch einige Wochen dauern, bevor sichtbares Wachstum zu erkennen ist.

Pflege der neuen Geigenfeige

Gratulation! Du hast erfolgreich eine neue Geigenfeige aus einem Steckling gezogen. Doch das war nur der erste Schritt auf einer spannenden Reise. Denn nun gilt es, deiner jungen Pflanze die bestmögliche Pflege zukommen zu lassen, damit sie zu einer gesunden, glücklichen Geigenfeige heranwächst. Hier sind einige Tipps, die dir dabei helfen werden.

Geigenfeigen sind wahre Freunde gleichmäßiger Feuchtigkeit. Sie lieben es, wenn der Boden konstant feucht, aber nicht nass ist. Daher ist es wichtig, deine Pflanze regelmäßig zu gießen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die oberste Schicht des Bodens zwischen den Bewässerungen trocken ist. Bevor du zur Gießkanne greifst, mache es dir zur Gewohnheit, die Feuchtigkeit des Bodens mit dem Finger zu überprüfen.

Lichttechnisch bevorzugt deine Geigenfeige helle, indirekte Beleuchtung. Ideal ist ein Plätzchen in der Nähe eines östlichen oder westlichen Fensters. Aber Vorsicht vor direkter Sonneneinstrahlung, diese kann die zarten Blätter deiner Pflanze verbrennen.

Im Hinblick auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit fühlt sich deine Geigenfeige am wohlsten in einer warmen und feuchten Umgebung. Versuche, die Temperatur stets über 16 °C zu halten und die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Letzteres kann zum Beispiel durch einen Luftbefeuchter erreicht werden oder indem du deine Pflanze auf ein Kiesbett stellst.

Während der Wachstumsperiode, die in der Regel im Frühjahr und Sommer liegt, freut sich deine Geigenfeige über eine Düngergabe alle zwei Wochen. Hierfür eignet sich ein ausgewogener Flüssigdünger am besten.

Last but not least solltest du deine Geigenfeige alle zwei Jahre umtopfen. Da Geigenfeigen recht groß werden können, bietet ein größerer Topf den Wurzeln mehr Platz zum Wachsen. Damit schaffst du die optimalen Bedingungen für die Entwicklung deiner jungen Geigenfeige. Und wer weiß, vielleicht ziehst du aus dieser Pflanze in ein paar Jahren ja selbst einen Steckling und startest die nächste Generation an Geigenfeigen in deinem Zuhause!

Empfehlung: Gibst du deinen Pflanzen mal wieder zu viel Wasser? Mit einem Bodenfeuchtigkeitsmessgerät ist es kinderleicht, deine Pflanze zum richtigen Zeitpunkt zu gießen. Den genausten Feuchtigkeitsmesser findest du hier.

Häufige Probleme und Lösungen bei der Vermehrung der Geigenfeige

Manchmal treten bei der Vermehrung von Geigenfeigen Probleme auf. Hier sind einige der häufigsten Probleme und wie du sie lösen kannst:

Der Steckling wurzelt nicht: Wenn der Steckling nach mehreren Wochen keine Wurzeln bildet, kann es sein, dass der Schnitt nicht korrekt war oder dass die Bedingungen nicht ideal sind. Versuche, einen neuen Steckling zu nehmen und sicherzustellen, dass die Temperatur und Lichtverhältnisse stimmen.

Der Steckling wird gelb oder welkt: Dies kann ein Zeichen von zu viel Wasser sein. Achte darauf, dass der Boden zwischen den Bewässerungen leicht austrocknen kann und dass der Topf eine gute Drainage hat.

Der Steckling verliert Blätter: Wenn der Steckling Blätter verliert, kann dies auf Stress zurückzuführen sein. Achte darauf, dass der Steckling nicht zu viel direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist und dass die Temperatur und Luftfeuchtigkeit angemessen sind.

Spezialfall: Abmoosen der Geigenfeige

Abmoosen ist eine fortschrittliche Vermehrungstechnik, die insbesondere bei größeren Pflanzen wie der Geigenfeige angewendet wird. Bei dieser Methode wird ein Ast der Mutterpflanze teilweise eingeschnitten und mit Moos umwickelt, um die Wurzelbildung zu fördern. Nach der Bildung von Wurzeln wird der bewurzelte Ast abgeschnitten und als separate Pflanze eingetopft.

Hier ist eine detailliertere Anleitung für diesen Prozess:

  1. Wähle einen Ast: Der ausgewählte Ast sollte gesund sein und mindestens einen Zentimeter im Durchmesser aufweisen. Wähle einen Ast, der bequem in der Nähe des Stammes erreicht werden kann.
  2. Vorbereiten des Astes: Etwa 30-45 cm vom Ende des Astes entfernt, mache einen schrägen Einschnitt, etwa ein Drittel des Weges durch den Ast. Der Einschnitt sollte etwa 2-3 cm lang sein. Dann befestige einen Zahnstocher oder kleinen Holzstab im Einschnitt, um ihn offen zu halten.
  3. Anwendung von Wurzelhormon: Trage ein Wurzelhormon auf den Einschnitt auf, um die Wurzelbildung zu fördern..
  4. Aufbringen des Mooses: Wickel das Moos um den Einschnitt. Du kannst Sphagnummoos verwenden, das zuvor in Wasser eingeweicht wurde. Das Moos sollte den gesamten Einschnitt abdecken und mindestens 5 cm in jede Richtung um den Einschnitt herum reichen.
  5. Abdecken des Mooses: Um das Moos an Ort und Stelle zu halten und Feuchtigkeit zu bewahren, wickle eine Plastikfolie um das Moos und befestige sie mit Klebeband oder Gartendraht. Stelle sicher, dass die Verpackung luftdicht ist.
  6. Warten auf Wurzelbildung: Jetzt musst du warten. Es kann mehrere Wochen bis Monate dauern, bis Wurzeln gebildet sind. Du kannst gelegentlich die Verpackung öffnen und das Moos befeuchten, wenn es zu trocken wird.
  7. Abtrennen und Einpflanzen des Astes: Wenn du siehst, dass Wurzeln durch das Moos gewachsen sind, ist es Zeit, den Ast abzuschneiden. Schneide den Ast unterhalb der Wurzeln ab und pflanze ihn in einen Topf mit gut drainierender Blumenerde. 

Denke daran, dass diese Methode zwar länger dauert und mehr Fingerspitzengefühl erfordert als das Stecklingsverfahren, aber es ist eine hervorragende Möglichkeit, eine größere Pflanze viel schneller zu züchten. Es erfordert Geduld, aber die Belohnung einer neuen, kräftigen Geigenfeige ist es wert!

Fragen und Antwort

In diesem Abschnitt beantworten wir einige häufig gestellte Fragen zur Vermehrung der Geigenfeige.

Wie lange dauert es, bis Geigenfeigen-Stecklinge Wurzeln bilden?

Die Wurzelbildung bei Geigenfeigen-Stecklingen kann zwischen einigen Wochen bis zu einigen Monaten dauern. Es hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich der Gesundheit des Stecklings, der Umgebungsbedingungen und der Pflege, die du ihm gibst.

Warum sterben meine Geigenfeigen-Stecklinge?

Es gibt viele Gründe, warum Geigenfeigen-Stecklinge sterben können. Oftmals ist es eine Frage der Wasserversorgung – entweder zu viel oder zu wenig. Zu viel Wasser kann zur Fäulnis führen, während zu wenig Wasser den Steckling austrocknen lässt. Auch Temperatur und Lichtverhältnisse können eine Rolle spielen.

Kann ich eine Geigenfeige in normalem Gartenerde vermehren?

Ja, du kannst Geigenfeigen in normaler Gartenerde vermehren, aber sie bevorzugen gut drainierte Erde. Ein Mix aus Gartenerde, Kompost und Perlit oder Sand kann für gute Ergebnisse sorgen.

Muss ich ein Wurzelhormon verwenden, um meine Geigenfeige zu vermehren?

Wurzelhormone können die Chancen auf eine erfolgreiche Vermehrung erhöhen, aber sie sind nicht unbedingt notwendig. Viele Hobbygärtner haben Erfolg ohne die Verwendung von Wurzelhormonen. 

Kann ich jede beliebige Geigenfeige für die Vermehrung verwenden?

Im Prinzip ja, aber es ist wichtig, gesunde und kräftige Pflanzen für die Vermehrung zu verwenden. Pflanzen, die unter Schädlingen oder Krankheiten leiden, sind möglicherweise nicht so erfolgreich.

Was ist besser – Wasser oder Erde für Geigenfeigen-Stecklinge?

Beide Methoden können erfolgreich sein, und die Wahl hängt oft von deinen persönlichen Vorlieben ab. Wasser ist eine einfache Methode, bei der du den Fortschritt der Wurzelbildung leicht sehen kannst, während die Methode mit Erde den Stecklingen einen reichhaltigeren Nährstoffgehalt bietet.