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  • Kai 

Die Glücksfeder besprühen – Notwendig oder Mythos?

Jeder, der sich schon einmal mit Zimmerpflanzen beschäftigt hat, kennt die gängigen Ratschläge: Regelmäßig gießen, den richtigen Standort wählen und für ausreichend Licht sorgen.

Doch wie steht es um das Besprühen der Pflanzen? Insbesondere bei der Glücksfeder gibt es viele Meinungen und Mythen rund um das Thema. Ist das Besprühen wirklich notwendig? Oder könnte es sogar schädlich sein? In diesem Beitrag gehen wir dem Geheimnis des Besprühens auf den Grund, beleuchten wissenschaftliche Fakten und geben dir praktische Tipps an die Hand. Egal, ob du gerade erst deine Liebe zur Glücksfeder entdeckt hast oder schon lange ein Fan dieser eleganten Pflanze bist – hier erfährst du alles, was du wissen musst, um deiner Glücksfeder die beste Pflege zukommen zu lassen.

Die Glücksfeder besprühen - Notwendig oder Mythos?

Muss die Glücksfeder besprüht werden?

Du hast sicherlich schon von vielen Pflanzenenthusiasten gehört, dass das Besprühen von Zimmerpflanzen ein absolutes Muss ist. Aber ist das wirklich der Fall? Und wie verhält es sich speziell bei der Glücksfeder? Lass uns das Geheimnis lüften.

Kommen wir zur Glücksfeder. Die gute Nachricht zuerst: Wenn du gehofft hast, dir das tägliche Besprühen zu sparen, liegst du goldrichtig. Das Besprühen der Glücksfeder hat tatsächlich keinen nennenswerten Effekt auf ihre Gesundheit oder ihr Wachstum. Aber das bedeutet nicht, dass du sie völlig ignorieren solltest.

Ihre Blätter können Staub ansammeln, und genau hier kommt das feuchte Tuch ins Spiel. Einmal pro Monat (oder bei Bedarf) solltest du die Blätter sanft mit einem feuchten Tuch abwischen. Dies hilft nicht nur, den Staub zu entfernen, sondern lässt die Glücksfeder auch in vollem Glanz erstrahlen.

Wenn du deine Glücksfeder dennoch besprühen möchtest, solltest du jedoch etwas Vorsichtig sein, denn das Besprühen kann auch seine Tücken haben. Zu viel Feuchtigkeit, insbesondere wenn sie nicht schnell verdunstet, kann zu Pilzbefall oder anderen Krankheiten führen. Dies äußert sich in der Regel zuerst durch gelbe Blätter. Außerdem kann stehendes Wasser auf den Blättern in Kombination mit direktem Sonnenlicht zu Verbrennungen führen. Falls du also deine Glücksfeder doch besprühen möchtest, dann achte darauf, dass sich keine dicken Tropfen bilden auf den Blättern.

Empfehlung: Gibst du deinen Pflanzen mal wieder zu viel Wasser? Mit einem Bodenfeuchtigkeitsmessgerät ist es kinderleicht, deine Pflanze zum richtigen Zeitpunkt zu gießen. Den genausten Feuchtigkeitsmesser findest du hier.

Welche Luftfeuchtigkeit braucht die Glücksfeder?

Beginnen wir mit dem Phänomen der Transpiration. Transpiration ist der Prozess, bei dem Wasser aus den Pflanzen in die Atmosphäre verdunstet. Dies geschieht hauptsächlich über die kleinen Öffnungen in den Blättern, die als Stomata bekannt sind. Durch die Transpiration wird nicht nur Wasser abgegeben, sondern auch ein Unterdruck im Inneren der Pflanze erzeugt, der hilft, Wasser und Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen. Es ist ein lebenswichtiger Prozess, der für den Wasser- und Nährstofftransport in der Pflanze sorgt.

Jetzt fragst du dich sicher: Was hat das mit der Luftfeuchtigkeit zu tun? Eine hohe Luftfeuchtigkeit kann die Transpirationsrate verringern, da die Luft bereits mit Wasser gesättigt ist und weniger Wasser aus den Blättern aufnehmen kann. Eine niedrige Luftfeuchtigkeit hingegen kann die Transpiration beschleunigen, was zu schnellerem Wasserverlust und möglicherweise zu Trockenstress führt.

Und was ist nun die ideale Luftfeuchtigkeit für die Glücksfeder? Während sie in einer Bandbreite von Bedingungen gedeihen kann, bevorzugt die Glücksfeder eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 40-60%. In Deutschland, besonders während der Wintermonate, wenn Heizungen laufen und die Luft trockener wird, kann dies eine Herausforderung darstellen. 

Empfehlung: Bekommt deine Pflanze braune Spitzen  auf den Blättern? Dann ist wahrscheinlich die Luftfeuchtigkeit zu niedrig. Um ganzjährig eine optimale Luftfeuchtigkeit für deine Pflanzen zu haben, empfehlen wir dir diesen Luftbefeuchter.

Die Glücksfeder besprühen - Notwendig oder Mythos?

Praktische Tipps zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit

Die richtige Luftfeuchtigkeit kann den Unterschied zwischen einer blühenden und einer leidenden Pflanze ausmachen. Besonders in den kühleren Monaten, wenn die Heizungen in den deutschen Haushalten auf Hochtouren laufen, kann die Luft trocken werden. Aber keine Sorge, es gibt einfache und effektive Methoden, um die Luftfeuchtigkeit für deine Glücksfeder und andere Zimmerpflanzen zu optimieren.

1. Pflanzen zusammenstellen:
Pflanzen geben durch Transpiration Feuchtigkeit an ihre Umgebung ab. Indem du mehrere Pflanzen zusammenstellst, schaffst du ein Mikroklima mit erhöhter Luftfeuchtigkeit. Dies ist besonders hilfreich für Pflanzen, die höhere Luftfeuchtigkeitswerte bevorzugen. Die Glücksfeder wird es dir danken, wenn sie in der Gesellschaft anderer Pflanzen steht. 

Der Standort im allgemeinen spielt bei der Glücksfeder eine entscheidende Rolle. Hier in unserem Guide „Der perfekte Standort für die Glücksfeder“ findest du alle wichtigen Informationen dazu, wie du deine Glücksfeder bestmöglich platzierst. 

2. Einsatz von Luftbefeuchtern:
Luftbefeuchter sind eine direkte Methode, um die Luftfeuchtigkeit in einem Raum zu erhöhen. Es gibt verschiedene Modelle auf dem Markt, von kleinen Geräten für einzelne Räume bis hin zu größeren Systemen, die an die Heizung angeschlossen werden können. Wenn du dich für einen Luftbefeuchter entscheidest, stelle sicher, dass du ihn regelmäßig reinigst, um die Bildung von Schimmel oder Bakterien zu verhindern.

Zum Abschluss ein kleiner Tipp: Die Luftfeuchtigkeit kann mit einem Hygrometer gemessen werden. Dieses kleine Gerät zeigt dir den aktuellen Feuchtigkeitsgehalt der Luft an und hilft dir dabei, die Bedingungen für deine Pflanzen optimal zu gestalten.