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  • Kai 

Wie sollte die Glücksfeder geschnitten werden?

Die Glücksfeder, auch bekannt unter ihrem wissenschaftlichen Namen Zamioculcas zamiifolia, hat sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Zimmerpflanzen in deutschen Haushalten entwickelt. Und das aus gutem Grund! Mit ihren glänzenden, dunkelgrünen Blättern, die an Federn erinnern, ist sie nicht nur ein optischer Hingucker, sondern auch für ihre Pflegeleichtigkeit und Robustheit bekannt.

Glücksfeder schneiden - Nur unter bestimmten Bedingungen

Aber lass dich nicht von ihrer Unkompliziertheit täuschen. Auch die Glücksfeder profitiert von einer Handvoll Pflegetipps und Tricks, die ihr Wachstum und Erscheinungsbild optimieren können. Aber können wir die Glücksfeder einfach so schneiden? Eher nicht.

Das solltest du vor dem Schneiden wissen

Was einmal als kleines, unscheinbares Pflänzchen begonnen hat, mausert sich mit den Jahren zu einem beeindruckenden Grün in deinem Wohnbereich. Die Glücksfeder ist keine Ausnahme. Mit ihrer Fähigkeit, robust zu wachsen und an verschiedene Bedingungen anzupassen, kann es vorkommen, dass sie einfach den zugewiesenen Platz sprengt.

Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Glücksfeder es überhaupt nicht mag, wenn sie beschnitten wird. Ihre Anatomie ist darauf abgestimmt, viel Feuchtigkeit in den Stängeln und in den Wurzeln zu speichern. Genau auf diese Wasserspeicher ist die Glücksfeder angewiesen, daher gilt die Regel: Die Glücksfeder darf nur geschnitten werden, wenn es wirklich nicht anders geht oder die Glücksfeder vermehrt werden soll.  

Tatsächlich ist die Glücksfeder darauf eingestellt, dass einiges Tages die langen Triebe abbrechen. Dieser Prozess wird gewollt eingeleitet und sobald der Tag des Bruchs gekommen ist, bildet die Pflanze versiegelte Abbruchkante aus, welche bei einem normalen Schnitt nicht entstehen würde. 

Glücksfeder schneiden – so gehst du vor

Der Hauptgrund für das Zurückschneiden der Glücksfeder ist oft die Förderung eines buschigeren Wachstums. Wenn die Pflanze anfängt, sich zu sehr in die Länge zu ziehen und weniger dicht aussieht, ist es vielleicht an der Zeit, zur Schere zu greifen. Doch wie gehst du am besten vor?

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Zurückschneiden:

  • Werkzeuge vorbereiten: Egal, ob du eine Schere oder ein Messer verwendest, achte darauf, dass das Werkzeug scharf und sauber ist. Damit vermeidest du Verletzungen an der Pflanze und minimierst das Risiko von Krankheiten.
  • Richtigen Zeitpunkt wählen: Idealerweise schneidest du die Glücksfeder im Frühjahr zurück, kurz bevor sie in ihre Hauptwachstumsphase eintritt.
  • Abschneiden: Schneide den Trieb etwa einen Zentimeter oberhalb eines Blattknotens ab. 
  • Schnittkante abtrocknen: Warte einige Minuten ab und bestreue die Schnittkante mit Zimt oder gemahlener Kohle, sodass keine Krankheiten in die Pflanze eindringen können.

Vermeide es große Triebe zurückzuschneiden, denn diese enthalten eine Vielzahl an Nährstoffen und Wasser, welche die Glücksfeder im Laufe der Zeit mühsam angesammelt hat. Abgeschnittene Bereiche der Glücksfeder kannst du übrigens ohne große Mühen vermehren. Wie das funktioniert, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Empfehlung: Deine Pflanze wurde beim schneiden mal wieder beschädigt? Mit einer hochwertigen Gartenschere, wird das Pflanzengewebe schonend durchtrennt und schützt vor Krankheiten. Eine hochwertige Gartenschere haben wir dir hier verlinkt. 

Glücksfeder schneiden - Nur unter bestimmten Bedingungen

Glücksfeder komplett zurückschneiden

Manchmal, auch wenn es uns schwerfällt, ist es notwendig, radikalere Schritte in der Pflanzenpflege zu ergreifen. Ein kompletter Rückschnitt der Glücksfeder sollte jedoch nur im Notfall in Erwägung gezogen werden. Oftmals lassen kaputte oder vertrocknete Triebe von selbst nach, sodass ein Eingreifen gar nicht notwendig wird. Aber, wenn dir die Ästhetik deiner Glücksfeder am Herzen liegt und du die unschönen Triebe nicht mehr ertragen kannst, dann ist es an der Zeit, Maßnahmen zu ergreifen.

  1. Vorbereitung: Bevor du mit dem Rückschnitt beginnst, stelle sicher, dass deine Werkzeuge scharf und steril sind. Ein stumpfes oder verschmutztes Werkzeug kann die Pflanze mehr schädigen als helfen.
  2. Schneiden: Nimm ein scharfes Messer und schneide alle Triebe der Glücksfeder vorsichtig ca. 3 – 4 cm über der Erdoberfläche ab. Hierbei ist Präzision wichtig, um die Pflanze nicht unnötig zu verletzen.
  3. Versiegeln: Nachdem du die Triebe abgeschnitten hast, ist es von entscheidender Bedeutung, die Schnittflächen zu versiegeln. Hierfür kannst du auf Haushaltsmittel wie Zimt oder gemahlene Kohle zurückgreifen, die antiseptische Eigenschaften besitzen. Im Optimalfall solltest du jedoch Baumwachs verwenden, das speziell dafür entwickelt wurde, Schnittwunden an Pflanzen zu versiegeln und sie vor Infektionen zu schützen.
  4. Bewässerung anpassen: Jetzt, wo die Glücksfeder frisch beschnitten wurde, braucht sie eine spezielle Pflege. Reduziere die Bewässerung deutlich und gieße sie nur einmal im Monat, bis du die ersten Anzeichen von neuem Wachstum erkennst. Sei geduldig! Es kann mehrere Wochen dauern, bis neue, gesunde Triebe aus dem Boden sprießen.

Ein kompletter Rückschnitt kann zwar einschüchternd wirken, aber mit der richtigen Pflege und Aufmerksamkeit wird deine Glücksfeder mit neuer Kraft und Schönheit zurückkehren. Sie wird dir für deine Mühen danken, indem sie wieder in voller Pracht erstrahlt.

Empfehlung: Gibst du deinen Pflanzen mal wieder zu viel Wasser? Mit einem Bodenfeuchtigkeitsmessgerät ist es kinderleicht, deine Pflanze zum richtigen Zeitpunkt zu gießen. Den genausten Feuchtigkeitsmesser findest du hier.

Kann ich Triebe der Glücksfeder kürzen/halbieren?

Zuerst das Wichtigste: Das Kürzen der Triebe der Glücksfeder ist generell nicht zu empfehlen. Die Gründe hierfür sind vielseitig.

Die Glücksfeder hat ein charakteristisches Wachstumsmuster. Jeder Trieb repräsentiert einen unabhängigen Wachstumsprozess, der von der Pflanze sorgfältig reguliert wird. Wenn du einen Trieb halbierst oder kürzt, kann dies die Energieverteilung innerhalb der Pflanze stören. 

Darüber hinaus kann das Kürzen der Triebe die ästhetische Erscheinung der Pflanze beeinflussen. Die Glücksfeder ist für ihre eleganten, federartigen Triebe bekannt. Das Kürzen kann die Triebe dazu bringen auszutrocknen, sodass sie nur noch schrumpelig aussehen. 

Glücksfeder schneiden - Nur unter bestimmten Bedingungen

Auch aus gesundheitlicher Sicht gibt es  ebenfalls Bedenken. Das Kürzen eines Triebs kann die Pflanze anfälliger für Krankheiten und Schädlinge machen. Ein frischer Schnitt ist wie eine offene Wunde. Ohne die richtige Pflege kann dies Eintrittspforten für diverse Krankheitserreger bieten.

Wie wächst die Glücksfeder aufrecht?

Das aufrechte Wachstum der Glücksfeder ist essentiell, um ihr ein gesundes Erscheinungsbild zu verleihen. Doch was tun, wenn sie schief wächst? Hier ein wichtiger Punkt: Einmal schief gewachsen, lässt sich die Glücksfeder nicht mehr einfach so in ihre ursprüngliche Form bringen. Sie behält diese Neigung bei, was manchmal ein wenig frustrierend sein kann. 

Es kann helfen, die Pflanze regelmäßig zu drehen, insbesondere wenn sie in der Nähe eines Fensters steht. Pflanzen neigen dazu, sich dem Licht zuzuwenden. Durch das regelmäßige Drehen kann man verhindern, dass die Glücksfeder zu einseitig wächst und schief wird. Generell spielt der Standort eine entscheidende Rolle beim Wachstum der Glücksfeder. Hier in unserem Artikel „Der perfekte Standort für die Glücksfeder“ findest du alle wichtigen Informationen.