Glücksfeder (Zamioculcas) bekommt gelbe und braune Blätter
Gelbe Blätter an der Glücksfeder können unterschiedliche Ursachen haben, und jede verlangt nach einer speziellen Behandlung. Ob es sich um Wurzelfäule durch Überwässerung, Überdüngung, Sonnenbrand oder gar einen Schädlingsbefall handelt – es gibt zahlreiche Stolpersteine auf dem Weg zur gesunden Pflanze. Doch keine Sorge: Mit den richtigen Tipps und Tricks, die du in diesem Artikel findest, kannst du deiner Glücksfeder schnell wieder zu einem grünen und kräftigen Blattwerk verhelfen.

Die Glücksfeder wurde überwässert – Wurzelfäule sorgt für gelbe Blätter
Die mit Abstand häufigste Ursache für gelbe Blätter ist ein Wasserschaden. Sie ist ein Überlebenskünstler und an verhältnismäßig trockene Bedingungen angepasst. Die relativ dicken Blätter und der dicke Stamm dieser Pflanze dient als kleiner Wasserspeicher, damit Trockenperioden ausgeglichen werden können. Durch diese Anpassung sind die Wurzeln sehr empfindlich geworden gegenüber anhaltender Feuchtigkeit.
Wurzelfäule erkennt man schnell anhand des Geruches. Häufig riecht man die verrotteten Wurzeln unter der Erde. Lege etwas Erde frei und begutachte die tieferen Erdschichten. Ist die Erde in 5 Zentimetern Tiefe sehr feucht, ist Wurzelfäule wahrscheinlich die Ursache für die gelbe Blätter. Weitere Hinweise sind ein weicher Stamm (Stark fortgeschrittene Wurzelfäule) oder nasse Erde, welche an den Drainagelöchern zu sehen ist (Staunässe).

Was ist zu tun?
Lege die Glücksfeder seitlich hin, hole sie aus dem Topf und entferne die Erde. Braune Wurzeln (Wurzelfäule) müssen von der Glücksfeder abgeschnitten werden. Schneide dabei nur durch gesundes (weißes) Wurzelgewebe. Ist der Stamm weich geworden, ist dieser Bereich der Glücksfeder nicht mehr zu retten. Im Anschluss Topfst du die Glücksfeder in Erde um, welche sehr locker ist (⅓ Sand + ⅔ Blumenerde). Die Tropenpflanze sollte in einem Untertopf mit Drainagelöchern kultiviert werden und sollte eine Woche lang kein Wasser bekommen.
In Zukunft wartest du mit dem Gießen, bis die Erde vollständig ausgetrocknet ist. Im Sommer braucht die Pflanze nur alle zwei Wochen Wasser, im Winter nur einmal im Monat. Je nach Größe der Glücksfeder und des Topfes, sowie der Wetterbedingungen, verbraucht die Pflanze mal mehr und mal weniger Wasser. Ein kleiner Trick: Fülle den Topf bis zur Oberkante mit Erde auf. So gießt du automatisch wesentlich behutsamer, da ansonsten die Erde aus dem Topf gespült wird.
Die Glücksfeder wurde überdüngt
Die Glücksfeder benötigt nicht viele Nährstoffe um wachsen zu können. Leider lesen wir immer wieder, dass eine Glücksfeder alle zwei Wochen oder sogar jede Woche mit Dünger versorgt werden muss. Dem ist nicht so! Es ist ausreichend die Glücksfeder einmal pro Monat mit einem Grünpflanzendünger zu versorgen.
Der beste Indikator für eine Überdüngung ist über die letzten Düngergaben nachzudenken. Hast du anderen Pflanzen genau dieselbe Düngermenge gegeben wie deiner Glücksfeder, wird dies wahrscheinlich die Ursache für die gelben Blätter sein. Der ph-Wert im Boden kann so stark sinken, dass die Pflanze keine Nährstoffe mehr aufnimmt und nur noch verkümmerte Wurzeln produziert. Dadurch wird die Wasser- sowie die Nährstoffversorgung gehemmt.
Was ist zu tun?
Wenn du befürchtest, dass deine Glücksfeder aufgrund einer Überdüngung gelbe Blätter bekommt, musst du folgendes tun. Sofern kein Wurzelschaden vorliegt, kannst du die Erde gründlich durchspülen, vorausgesetzt der Untertopf verfügt über Drainagelöcher. Stelle die Glücksfeder in die Dusche und lasse 3-mal so lange Wasser durch das Erdreich laufen, bis es fünf Sekunden lang aus den Drainagelöcher entweicht. Danach lässt du die Erde für 45 Minuten abtropfen bevor du die Pflanze zurück an ihren Standort stellst. Alternativ kannst du auch direkt die Pflanze umtopfen.
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Der falsche Standort lässt die Blätter verbrennen, die Blätter werden braun
Steht deine Glücksfeder auf der Fensterbank mit einer eher südlichen Ausrichtung? Dann wird dies der Auslöser für die gelben Blätter sein. Die Glücksfeder darf zur Mittagszeit nicht in der direkten Sonne stehen. Die intensive UV-Strahlung zerstört die Wachsschicht (Cuticular) über den Epidermiszellen und lässt die Blätter in kurzer Zeit austrocknen. In der Folge färben sich die Blätter der Pflanze braun.
Bei einem Sonnenbrand ist meist eine Seite der Glücksfeder stärker von den Schäden betroffen. Vor allem werden junge Blätter schnell braun, sofern sie sich noch nicht komplett entwickelt haben. Ebenso kann ein zu schneller Wechsel von einem dunklen Standort zu einem hellen Standort (westlich oder östliche Fenster) gelbe Blätter zur Folge haben. Hier muss nicht Standort an sich falsch sein, aber zu geringe Eingewöhnungsphase für die Tropenpflanze.
Was ist zu tun?
Stelle die Glücksfeder an einen Standort, an welchem sie primär mit viel indirektem Sonnenlicht bestrahlt wird. Die direkte Sonne verträgt die Pflanze nur in den späten Abendstunden oder in den frühen Morgenstunden.
Ein Schädlingsbefall an der Glücksfeder
Schädlinge können unentdeckt ihr Unwesen treiben und der Glücksfeder so stark zusetzen, dass sich die Blätter gelb färben. Meist handelt sich dabei um Wollläuse, Blattläuse oder um Thripse. Alle diese Tiere sind Saftsauger und entziehen der Glücksfeder die Proteine, wodurch das Blattwerk beschädigt wird.
Überprüfe die gelben, sowie die umher wachsenden Blätter auf einen Schädlingsbefall. Die Schädlinge sind sehr schwer zu erkennen und verstecken sich größtenteils auf der Blattunterseite. Ein häufiges Schadbild sind helle Flecken, welche leicht glänzen oder braune Flecken, weil die Bereiche nekrotisch geworden sind.
Was ist zu tun?
Einen Schädlingsbefall kannst du am effektivsten mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel bekämpfen. Alternativ kannst du auch auf natürliches Neemöl zurückgreifen, welches jedoch häufiger angewendet werden muss und die Schädlinge müssen direkt mit dem Öl getroffen werden. Neemöl ist schonender für die Pflanzen, aber unserer Meinung nach ist das Risiko zu hoch, den Schädlingsbefall nur zu unterdrücken und nicht loszuwerden.
