Glücksfeder Pflege: Standort, schneiden & düngen
Die Glücksfeder, auch als Zamioculcas zamiifolia bekannt, ist eine faszinierende Zimmerpflanze, die mit ihren glänzenden, dunkelgrünen Blättern jedes Zuhause verschönert. Ihre Pflegeleichtigkeit macht sie besonders attraktiv für Pflanzenliebhaber und solche, die es werden wollen. Im folgenden Artikel erfährst du, welche Standorte der Pflanze guttun, wie du sie richtig gießt und düngst, und welche Maßnahmen für ihre optimale Pflege notwendig sind. Auch die Vermehrung der Glücksfeder wird anschaulich erklärt, sodass du bald deine eigene kleine Pflanzenschar heranziehen kannst.

Der ideale Standort für starkes Wachstum
Die Glücksfeder, auch als Zamioculcas zamiifolia bekannt, gedeiht optimal bei indirektem Licht. Sie kann einige Stunden direkte Sonne am Morgen oder späten Abend vertragen, sollte jedoch nicht der intensiven Mittagssonne ausgesetzt werden, da diese die Blätter verbrennen kann. Ein idealer Standort wäre in der Nähe eines Ost- oder Westfensters. Die Raumtemperatur sollte zwischen 18 und 24°C liegen. Vermeide extreme Temperaturschwankungen und Kälte, da diese der Pflanze schaden können.
Kann die Glücksfeder auch an einem dunkeln Standort gedeihen?
Die Pflanze kann sich an weniger lichtintensive Räume anpassen und überlebt auch bei minimaler Lichtzufuhr, allerdings mit langsamerem Wachstum und dunklerem Blattgrün als Anpassungsmechanismus. An einem dunkeln Standort sollte darauf geachtet werden, die Glücksfeder nicht zu übergießen, sie benötigt an einem Schattigem Standort deutlich weniger Wasser.
So sollte die Glücksfeder gegossen werden
Die Glücksfeder, speichert Wasser in ihren dicken, fleischigen Wurzeln. Dies ermöglicht ihr, längere Trockenperioden besser zu überstehen als übermäßige Wasserzufuhr. In der Regel solltest du alle 2-3 Wochen gießen.
In den wärmeren Monaten benötigt die Glücksfeder häufiger Wasser, insbesondere wenn sie direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Im Winter hingegen solltest du weniger gießen, da die Pflanze in eine Ruhephase eintritt.
Achte darauf, lieber weniger als zu viel zu gießen, um Wurzelfäule zu vermeiden. Um sicherzustellen, dass die Pflanze Wasser benötigt, benutze den Finger-Test: Stecke den Zeigefinger etwa 2-3 cm tief in die Erde. Ist die Erde trocken, ist es Zeit zu gießen. Ist sie noch feucht, warte noch einige Tage.
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Glücksfeder düngen
Die optimale Düngungszeit für die Glücksfeder ist im Frühjahr und Sommer, ihrer Hauptwachstumsphase. In dieser Zeit sollte die Pflanze alle 4 bis 6 Wochen gedüngt werden. Da die Glücksfeder vergleichsweise wenige Nährstoffe benötigt, reicht eine monatliche Düngung aus. Im Herbst und Winter, wenn die Pflanze in eine Ruhephase eintritt und ihr Wachstum sich verlangsamt, genügt eine Düngung alle 2 Monate oder man kann ganz auf Düngung verzichten.
Weniger ist oft mehr, wenn es um die Düngermenge geht, da die Glücksfeder ein Schwachzehrer ist. Bei fehlenden Dosierungsangaben für Schwachzehrer sollte die Düngermenge um mindestens 50% reduziert werden, um Überdüngung zu vermeiden. Vor der Düngung sollte die Erde leicht befeuchtet werden, um die Wurzeln vor Dünger-Schock zu schützen und eine gleichmäßige Verteilung der Nährstoffe zu gewährleisten.
Glücksfeder Ideal fürs Schlafzimmer?
Ein weit verbreiteter Mythos besagt, dass Zimmerpflanzen wie die Glücksfeder einen Raum mit frischem Sauerstoff füllen und die Schlafqualität erheblich verbessern. Tatsächlich produzieren Pflanzen durch Photosynthese Sauerstoff, jedoch ist die Menge, die eine einzelne Pflanze wie die Glücksfeder erzeugt, minimal und kaum spürbar. Die Glücksfeder verbessert somit nicht zwangsläufig den Schlaf.
Sollte man die Glücksfeder besprühen?
Das Besprühen der Glücksfeder ist nicht notwendig und bringt keinen signifikanten Nutzen für die Pflanzengesundheit. Stattdessen sollten die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch vom Staub befreit werden. Eine relative Luftfeuchtigkeit von 40-60% ist ideal für die Glücksfeder. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, können mehrere Pflanzen zusammen aufgestellt und bei Bedarf Luftbefeuchter eingesetzt werden. Die Überwachung der Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer hilft, die optimalen Bedingungen für die Pflanzen zu gewährleisten.
Der richtige Erdmix
Für Anfänger, die auf Nummer sicher gehen wollen, ist Kakteenerde eine gute Wahl. Sie bietet genau die schnelle Drainage, die die Glücksfeder mag. Wenn du jedoch das Bedürfnis verspürst, deine eigene Mischung anzufertigen , kannst du 50% herkömmliche Blumenerde mit 50% Perlite oder Sand mischen. Diese Substratmischung ermöglicht eine hervorragende Durchlüftung und verhindert, dass Wasser zu lange gespeichert wird.
Wie oft muss die Glücksfeder umgetopft werden?
Was das Umtopfen betrifft, so ist die Glücksfeder keine allzu anspruchsvolle Diva. Generell reicht es aus, sie alle 2-3 Jahre umzutopfen. Warte aber nicht darauf, dass die Wurzeln aus dem Topf herauswachsen. Ein klares Anzeichen dafür, dass es Zeit für ein neues Zuhause ist. Bei der Wahl des neuen Topfes solltest du einen nehmen, der etwa 3-5 cm größer im Durchmesser ist als der aktuelle.

Glücksfeder schneiden
Da die Glücksfeder bei natürlichen Brüchen versiegelte Abbruchkanten bildet, was bei einem normalen Schnitt nicht der Fall ist, sollte man das Schneiden mit Bedacht durchführen. Große Triebe sollten nicht stark zurückgeschnitten werden, da sie viele Nährstoffe und Wasser enthalten. Abgeschnittene Bereiche können zur Vermehrung genutzt werden, indem man sie in Wasser oder direkt in Erde setzt.
Werkzeuge vorbereiten:
Verwende ein scharfes und sauberes Werkzeug, wie eine Schere oder ein Messer. Dies vermeidet Verletzungen an der Pflanze und minimiert das Risiko von Krankheiten.
Richtigen Zeitpunkt wählen:
Der ideale Zeitpunkt für das Schneiden ist im Frühjahr, vor der Hauptwachstumsphase. Dies gibt der Pflanze genügend Zeit, sich zu erholen und gesund weiterzuwachsen.
Abschneiden:
Schneide die Triebe etwa einen Zentimeter oberhalb eines Blattknotens ab. Dies fördert einen sauberen Schnitt und minimiert das Risiko von Schäden.
Schnittkante behandeln:
Lass die Schnittkanten einige Minuten abtrocknen und bestreue sie anschließend mit Zimt oder gemahlener Kohle. Dies hilft, Krankheiten vorzubeugen.
Vermehrung der Glücksfeder
Die Glücksfeder gehört zu den Pflanzen, bei denen du mehrere Vermehrungsmethoden anwenden kannst. Jede dieser Methoden hat ihre eigenen Vorteile, und je nachdem, welche Ressourcen und Zeit du investieren möchtest, kannst du dich für diejenige entscheiden, die dir am besten zusagt. Los geht’s!
- Teilung:
Die wohl einfachste Methode, die Glücksfeder zu vermehren, ist die Teilung. Hierbei geht es darum, die Pflanze vorsichtig aus ihrem Topf zu nehmen und die Wurzeln voneinander zu trennen. Ziel ist es, kleinere Einheiten zu schaffen, die dann jeweils in einem eigenen Topf weiterwachsen können. - Stecklinge:
Die Vermehrung durch Stecklinge ist ein kleines Abenteuer, das sich jedoch lohnt. Hierbei schneidest du einen Steckling unterhalb eines Blattknotens ab. Steck den frisch geschnittenen Steckling in ein Glas Wasser oder direkt in Erde. Innerhalb einiger Wochen sollten sich Wurzeln bilden, und du kannst deinen Steckling in einen Topf umsetzen. - Blattstecklinge:
Auch einzelne Blätter können zum Startpunkt einer neuen Pflanze werden. Hierfür schneidest du ein gesundes Blatt ab und legst es flach auf Erde oder lässt es im Wasser bewurzeln. Mit der Zeit sollten sich kleine Rhizome (die verdickten Wurzeln der Glücksfeder) und neue Triebe bilden.
Du bist interessiert an der Vermehrung der Glücksfeder? Dann schau doch mal hier in unseren ausführlichen Beitrag über die Vermehrung vorbei. Dort erklären wir dir alles im Detail.

Die besonderen Wurzeln der Glücksfeder
Ihre Wurzeln sind dicker und fleischiger. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass sie in der Lage sind, Wasser und Nährstoffe effizient zu speichern. Diese speziellen Wurzeln, oft als Knollenwurzeln bezeichnet, wirken wie kleine Speicherreservoirs, die der Pflanze helfen, längere Trockenperioden zu überstehen. In deinem Wohnzimmer bedeutet das, dass sie auch mal verzeiht, wenn du das Gießen vergisst.

