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  • Kai 

Glückskastanie Pflege: Standort, Düngung, flechten & Co.

Die Glückskastanie ist eine robuste und pflegeleichte Pflanze, die sich hervorragend für den Innenbereich eignet. Ihre auffälligen, glänzenden Blätter bringen ein Stück Natur in jeden Raum. Damit dies auch so bleibt, werden wir die in diesem Beitrag alles zeigen was wichtig ist, damit deine Glückskastanie prächtig wächst und gedeiht. 

Glückskastanie Pflege: Standort, Düngung, flechten & Co.

Der ideale Standort

Die Glückskastanie, gedeiht am besten in Umgebungen mit ausgewogenem, indirektem Licht. Vermeide extreme Bedingungen wie Zugluft und direkte Hitze, um ihr Wachstum und Wohlbefinden zu fördern. Dies bedeutet, dass sie sich am wohlsten in Wohnräumen mit Ost- oder Westausrichtung der Fenster fühlt, wo sie ausreichend Licht erhält, ohne der harten Mittagssonne ausgesetzt zu sein. Die Glückskastanie ist nicht winterhart und muss vor dem ersten Frost ins Haus gebracht werden, kann aber den Sommer über als Topfkultur draußen verbringen, solange sie vor Bodenfrost geschützt und vor Staunässe bewahrt wird.

So solltest du die Glückskastanie gießen

Das richtige Gießverfahren und die Frequenz sind entscheidend, um das Wohlbefinden Glückskastanie zu gewährleisten. Während der Wachstumsphase von April bis September solltest du deine Glückskastanie alle zwei Wochen gießen. Es ist wichtig, dass die Erde zwischen den Wassergaben gut antrocknen kann. Überprüfe die oberste Erdschicht; fühlt sie sich trocken an, ist es Zeit für die nächste Bewässerung. Die Anforderungen können je nach Standort und Größe der Pflanze variieren. Pflanzen an sonnigen Standorten benötigen tendenziell früher Wasser als solche, die im Schatten stehen. Im Winter reduziert sich die Gießhäufigkeit auf einmal im Monat.

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Idealer Erdmix

Da die Glückskastanie besonders empfindlich auf Staunässe reagiert, ist eine gute Drainage das A und O. Hierzu eignet sich eine Mischung aus Blumenerde und grobkörnigem Material wie Sand, Perlite oder Kies im Verhältnis 1:1 besonders gut, um die notwendige Durchlässigkeit zu gewährleisten und gleichzeitig den Nährstoffbedarf der Pflanze zu decken. Kakteenerde stellt eine weitere gute Option dar, da sie speziell für Pflanzen konzipiert wurde, die eine gut drainierte Erde benötigen. Allerdings muss bei der Verwendung von Kakteenerde von Anfang an regelmäßig gedüngt werden, um den geringeren Nährstoffgehalt auszugleichen.

Düngen

Um die Glückskastanie zu düngen eignet sich die Verwendung eines mineralischen Flüssigdüngers für Grünpflanzen in halber Dosierung oder eines Kakteendüngers in voller Dosierung. Diese Dünger sind besonders geeignet, da sie die notwendigen Nährstoffe in einer für die Glückskastanie leicht absorbierbaren Form bieten.

Während der Wachstumsperiode solltest du alle 14 Tage düngen. Im Winter, wenn das Wachstum der Pflanze ruht, reicht eine Düngung alle zwei Monate aus. Achte besonders auf das N-P-K-Verhältnis im Dünger, welches idealerweise Stickstoff und Kalium betont, um das Wachstum der Blätter und eventuell die Blütenbildung zu fördern.

Wann und wie die Glückskastanie umtopfen?

Umtopfen solltest du, wenn die Glückskastanie langsam wächst oder ihre Wurzeln aus dem Topf sprießen. Der optimale Zeitraum dafür ist von Mai bis September, da die Pflanze dann ihre Hauptwachstumsphase hat. Im Durchschnitt solltest du alle zwei Jahre umtopfen, um ausreichend Platz für das Wurzelwachstum zu bieten. Wähle einen etwas größeren Topf mit ausreichenden Drainagelöchern und verwende eine Mischung aus Blumenerde und Sand oder Kakteenerde im Verhältnis 1:1. Vor dem Umtopfen gieße die Pflanze gründlich, um den Boden zu lockern. Entferne die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und schneide faulige oder abgestorbene Wurzeln ab. Setze die Pflanze in den neuen Topf und fülle Erde um sie herum auf, ohne Lufttaschen zu lassen. Vermeide das Düngen in den ersten Wochen, da die frische Erde genügend Nährstoffe bietet.

Blüte und Frucht

Die Glückskastanie besitzt beeindruckende Blüten, die sich nachts öffnen, cremeweiß mit einem leuchtend gelben Inneren sind und einen süßen Duft verströmen. Um die Blüte zu fördern, ist ein heller Standort ohne direkte Mittagssonne und eine leicht feuchte, aber nicht nasse Erde wichtig. Eine regelmäßige Düngung im Frühjahr und Sommer unterstützt das Wachstum und die Blütenbildung. Bei ausbleibender Blüte kann ein phosphorbetonter Dünger helfen, die Blühphase neu einzuleiten.

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[@HotHibiscus]/Depositphotos.com

Die Frucht der Glückskastanie ähnelt in ihrer Form und Textur einer Kakaofrucht, ist jedoch rundlicher und hat eine grobere Oberfläche. Die reifen Früchte öffnen sich, um cremefarbene bis hellbraune Samen freizugeben, die roh oder geröstet verzehrt werden können und einen milden, nussigen Geschmack haben.

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[@softkrafts.live.com]/Depositphotos.com

So kann man die Glückskastanie Flechten

Eine gesunde Glückskastanie mit flexiblen Trieben ist die Grundvoraussetzung für das Gelingen dieses Vorhabens. Die Triebe sollten eine optimale Länge von 35 bis 40 cm haben, um genügend Flexibilität für das Flechten zu bieten, ohne dabei zu brechen. Ideal sind junge Pflanzen mit drei bis fünf Trieben, da ihre Stämme besonders biegsam sind.

Für das Flechten selbst hältst du die Stiele nahe der Basis und beginnst vorsichtig, sie zu flechten, achtest dabei auf ein gleichmäßiges Muster und darauf, dass die Bänder, mit denen du die Form fixierst, nicht zu straff angezogen werden. Diese Bänder, die alle 10 Zentimeter angebracht werden, helfen dabei, die Form der Pflanze zu erhalten, ohne die Triebe zu beschädigen. Nach dem Flechten benötigt die Glückskastanie Zeit, um sich an ihre neue Form anzupassen, was normalerweise zwei bis vier Monate dauert.

Lebensdauer & Wachstum der Glückskastanie

Größe und Wachstum: In ihrer natürlichen Umgebung kann sie beachtliche Höhen von bis zu 18 Metern erreichen. Doch keine Sorge, als Zimmerpflanze hält sie sich zurück und wächst meist auf eine handliche Größe von 1 bis 2 Metern. Das Wachstumstempo und die letztliche Größe sind natürlich von den Pflegebedingungen abhängig.

Lebensdauer: Die Lebensdauer einer gut gepflegten Glückskastanie kann beeindruckend sein. Mit den richtigen Bedingungen und ein bisschen Pflege kann sie dir viele Jahre, sogar Jahrzehnte, Freude bereiten.

Kulturelle Bedeutung der Glückskastanie

Die Glückskastanie trägt eine tiefe spirituelle und kulturelle Bedeutungen. Ursprünglich aus den Feuchtgebieten Mittel- und Südamerikas stammend, hat sich die Glückskastanie, besonders in Taiwan und darüber hinaus in der asiatischen Kultur, als Symbol für Wohlstand, Glück und finanzielle Stabilität etabliert. Ihre Beliebtheit verdankt sie unter anderem einer Legende aus Taiwan, die von einem armen Bauern handelt, dessen finanzielles Schicksal sich durch den Verkauf der Pflanze zum Positiven wende

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Häufige Probleme der Glückskastanie

Farbveränderungen der Blätter: Gelbe oder gar braune Blätter? Ein allzu häufiges Dilemma, das vor allem bei der Glückskastanie auftreten kann. Dieses Problem ist meist zurückzuführen auf ein Hauptproblem: Überwässerung. Ein ständig nasser Wurzelballen führt dazu, dass die Wurzeln faulen und die Pflanze nicht mehr ausreichend versorgt wird.

Weiche Stämme: Weiche Stämme sind ein sehr schlechtes Zeichen. Bei einer Überbewässerung können die Wurzeln der Glückskastanie keine Luft mehr aufnehmen und beginnen zu faulen. Diese Fäulnis zieht schnell in Stamm hinein, woraufhin dieser weich wird. Die Glückskastanie in einem solchen Zustand zu retten ist fast unmöglich.

Blattverlust: Es ist völlig normal, dass die Glückskastanie im Winter einige ihrer älteren Blätter verliert. Der Grund dafür ist das gesunkene Energieniveau der Pflanze aufgrund des geringeren Sonnenlichts während der kühleren Monate. Aber Achtung: Wenn du feststellst, dass nicht nur alte, sondern auch junge Blätter abfallen, könnte es ein Zeichen dafür sein, dass die Pflanze zu viel Wasser bekommt. Im Winter reduziert die Glückskastanie ihren Wasserbedarf erheblich. Wird dieser Anpassungsbedarf nicht beachtet und die Pflanze weiterhin zu großzügig gegossen, besteht die Gefahr, dass sie verfault

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