Zum Inhalt springen
  • Kai 

Graptopetalum auf einem Blick

Graptopetalum ist eine Pflanzengattung, welche zur Familie der DickblattgewĂ€chse (Crassulaceae) gehört. Zu dieser Gattung gehören mehr als 20 bekannte Spezies, welche ĂŒberwiegend in SĂŒdamerika vorkommen. 

Pflanzen der Gattung Graptopetalum zeichnen sich vor allem durch ihre dicken, mit Wasser gefĂŒllte BlĂ€tter aus, welche in einer Rosenform zusammenwachsen. Die Blattformen können sehr unterschiedlich ausfallen, spitz zulaufend, flach und abgerundet oder auch mit einem wellenförmigen Rand. 

Die dicken BlĂ€tter dieser Pflanzen dienen als eine Art Wasserspeicher. Somit können die Pflanzen in ihrer natĂŒrlichen Umgebung lĂ€ngere Zeit ohne explizite Wasseraufnahme ĂŒberleben.

Graptopetalum - So pflegst du sie am besten + alle beliebten Arten
[@BARBARA808]/pixabay.com

Farblich sind den Arten der Gattung Graptopetalum ebenfalls kaum Grenzen gesetzt. Von hellen grĂŒn Tönen, bis hin zu lila gepunktet, ist so einiges vertreten. Kurz gesagt sind die Arten der Gattung Graptopetalum, eine wirkliche Bereicherung fĂŒr jeden Pflanzenfreund.

Heimat und Ursprung

HauptsĂ€chlich stammen die verschiedenen Arten der Gattung Graptopetalum aus Mexiko. Zwei Arten von ihnen sind jedoch auch im SĂŒden der USA beheimatet, nĂ€her gesagt stammen sie aus Arizona. Hierbei handelt es sich um die Arten Graptopetalum bartramii und Graptopetalum rusbyi. 

In Mexico jedoch wĂ€chst der Großteil an Unterarten. Diese siedeln sich vor allem zwischen Felsformationen an und das auch in schwindelerregender Höhe. Man findet sie auf einer Höhe von bis zu 2400 Metern. 

Systematik – Joachim nach Thiede

Joachim nach Thiede hat die Graptopetalum in zwei Sektionen mit den folgende Unterarten unterteilt:

Selektion Byrnesia:

  • Graptopetalum amethystinum
  • Graptopetalum fruticosum
  • Graptopetalum grande
  • Graptopetalum mendozae
  • Graptopetalum pachyphyllum
  • Graptopetalum paraguayense
  • Graptopetalum pentandrum
  • Graptopetalum saxifragoides

Sektion Graptopetalum

  • Graptopetalum bartramii
  • Graptopetalum bellum
  • Graptopetalum filiferum
  • Graptopetalum macdougallii
  • Graptopetalum marginatum
  • Graptopetalum occidentale
  • Graptopetalum pusillum
  • Graptopetalum rusbyi

Beliebte Graptopetalum Unterarten

Wie im oberen Abschnitt bereits erwĂ€hnt, können die Pflanzen eine wahre Bereicherung fĂŒr dein Eigenheim darstellen. Sie sind pflegeleicht und existieren in den unterschiedlichsten Farben. Wir haben fĂŒr dich die wohl beliebtesten Unterarten der Gattung Graptopetalum zusammengestellt. 

Graptopetalum Bellum

Graptopetalum - So pflegst du sie am besten + alle beliebten Arten
[@Polifoto]/Depositphotos.com

Diese Art stammt aus Mexiko und ist fĂŒr ihre tief grĂŒne Farbe bekannt. Die BlĂ€tter sind sehr glatt und wachsen flach in einer Rosettenform zusammen. Wenn sie blĂŒht, bringt sie fĂŒr ein bis zwei Tage eine wundervoll wirkende, rosafarbene BlĂŒte hervor. 

Sie ist recht kostengĂŒnstig und wird meistens jedoch nicht grĂ¶ĂŸer als 5 bis 8 Zentimeter.

Graptopetalum Paraguayense

Graptopetalum - So pflegst du sie am besten + alle beliebten Arten
[@TuJardĂ­nDesdeCero]/pixabay.com

Die Art Paraguayense stammt auch aus Mexiko, unterscheidet sich aber etwas von den anderen Arten der Gattung Graptopetalum. Sie entwickelt etwas dickere BlÀtter, welche eine silberne Farbe haben. Sie benötigt viel Licht und rankt sich ganz gerne mit ihren StÀngeln in Richtung der Sonne.

Graptopetalum Mendozae

Graptopetalum - So pflegst du sie am besten + alle beliebten Arten
[@kazakovmaksim]/Depositphotos.com

Die Unterart Mendozae ist im Vergleich eine etwas grĂ¶ĂŸere Pflanzen mit StĂ€ngeln, die bis zu 15 Zentimeter hoch werden können. Im FrĂŒhjahr treiben 5 bis 10 BlĂŒten aus den Trieben heraus, welche eine weiße Krone bilden. Sie ist unser persönlicher Favorit, denn keine andere Gattung vermittelt eine solche Eleganz wie die Graptopetalum Mendozae.

Die richtige Pflege

Die pflegeleichten Arten der Gattung Graptopetalum sind in unserem Klima leicht zu kultivieren. Sie sind relativ anspruchslos und können sich gut an Ă€ndernde Licht sowie TemperaturverhĂ€ltnisse anpassen. 

Im kommenden Abschnitt haben wir fĂŒr dich wichtigsten Tipps zusammengefasst, was die Pflege fĂŒr die Unterarten angeht.

BewĂ€sserung – Das Maß aller Dinge

Wie die meisten Sukkulenten, mĂŒssen auch die Graptopetalum Pflanzen nur selten und mĂ€ĂŸig gegossen werden. Sie sind gut an ein Überleben in trockenen Klimazonen angepasst und können Wasser sehr gut in ihren BlĂ€ttern speichern. 

Trotzdem ist es von Vorteil, wenn die Graptopetalum im FrĂŒhjahr regelmĂ€ĂŸig bewĂ€ssert wird. Hierbei aber unbedingt darauf achten, dass die Erde stĂ€rker ausgetrocknet sein sollte, als es bei gewöhnlichen Zimmerpflanzen der Fall ist. 

WĂ€hrend des Gießvorgangs ist außerdem zu beachten, dass die BlĂ€tter der Graptopetalum nicht nass werden. Lagert sich Wasser auf der OberflĂ€che der BlĂ€tter, so werden diese schnell gelb und fleckig. 

Wie alle Sukkulenten, sollte die BewÀsserung im Winter vollstÀndig ausgesetzt werden.

Welche Temperaturen sind von Vorteil?

Die Mindesttemperatur, welche nicht unterschritten werden sollte, liegt fĂŒr die Graptopetalum Pflanzen in etwa bei 5° Celsius. Einige wenige Unterarten der Gattung können auch Temperaturen im Minusbereich aushalten. So zum Beispiel die oben bereits genannte Graptopetalum Paraguayense.

Im Idealfall befinden sich Temperaturen zwischen 15° C und 28° C. Bei diesen Temperaturen sollten sich deine Pflanzen rundum wohlfĂŒhlen und ihre volle Eleganz entwickeln.

Licht – Indirekt oder direkt?

Sehr interessant zu beobachten ist der Einfluss von Sonnenlicht auf die Farbgebung der BlÀtter. Je nach LichtintensitÀt kann sich die Farbe auf den BlÀttern verÀndern.

Die meisten Arten der Gattung Graptopetalum benötigen das ganze Jahr ĂŒber viel direktes Sonnenlicht. Somit eignet sich in Innenbereichen ein Raum mit einem sĂŒdlich gerichtetem Fenster. Dort platziert, sollte sich deine Sukkulente wohlversorgt fĂŒhlen.  

Achtung ist jedoch geboten fĂŒr die Besitzer der Graptopetalum Bellum. Diese Unterart hingegen vertrĂ€gt direktes Sonnenlicht nur in Maßen und lĂ€uft Gefahr, bei einer mehrstĂŒndigen direkten Sonneneinstrahlung, einen Sonnenbrand auf den BlĂŒtenblĂ€ttern zu bekommen.

Welches Bodensubstrat sollte verwendet werden?

Wichtig fĂŒr die Bodenbeschaffenheiten ist ein Substrat, welches das Wasser gut abfließen lĂ€sst. Sukkulenten sind sehr anfĂ€llig gegenĂŒber StaunĂ€sse. Sehr gut eignet sich fĂŒr die Graptopetalum eine Mischung aus nĂ€hrstoffreicher Kakteenerde mit etwas Zusatz von Torf.

Wann und wie oft DĂŒngen?

Graptopetalum sollten in der Wachstumsphase einmal pro Monat mit einem speziellen DĂŒnger fĂŒr Sukkulenten gedĂŒngt werden. FĂŒr Jungpflanzen reicht es auch aus, die Sukkulente mit der oben beschriebenen Kakteenerde, ohne DĂŒngemittel, zu versorgen. 

Im Winter sollte das DĂŒngen ausgesetzt werden.

Vermehrung

Die Vermehrung von Graptopetalum ist recht einfach mit der Hilfe von Stecklingen zu gestalten. Man muss nur ein paar wenige, aber sehr wichtige Dinge beachten.

Um die Graptopetalum zu vermehren, musst du vereinzelt ein paar BlĂ€tter am Stammende entfernen. Bei den meisten Unterarten der Graptopetalum, kannst du die dicken BlĂ€tter mit etwas GefĂŒhl vom Stamm abbrechen. HierfĂŒr drĂŒcke die BlĂ€tter lediglich mit etwas GefĂŒhl in StammnĂ€he nach unten. 

Die BlĂ€tter, welche du nun von der Pflanze entfernt hast, mĂŒssen fĂŒr ein paar wenige Tage trocknen. HierfĂŒr lass sie einfach fĂŒr 2 Tage auf einem KĂŒchentuch liegen. Dieser Vorgang ist wichtig und sollte nicht ĂŒbersprungen werden, da ansonsten die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass sich Pilze an der Bruchstelle bilden. 

FĂŒr die Anzucht eignet sich Kokuserde am besten, da diese die Feuchtigkeit gut speichert. Lege jetzt die Steckling in die Kokuserde (Stecke die BlĂ€tter nicht senkrecht in die Erde), sodass nur die Bruchstelle mit der Erde in BerĂŒhrung kommt. Im Idealfall benutzt du fĂŒr die Anzucht eine Box, dies fördert eine hohe Luftfeuchtigkeit. 

BesprĂŒhe die BlĂ€tter jeden Tag mit etwas Wasser und achten sie darauf, dass sich keine Schimmelsporen bilden. Es kann bis zu 40 Tage dauern, bis die Sukkulente ein Wurzelwerk ausbildet und fĂŒr das Eintopfen bereit ist. 

Nach ca. 40 Tagen kannst du dann deine neue Graptopetalum aus eigener Zucht in einen Topf mit Kakteenerde geben. Viel Erfolg!

Graptopetalum - So pflegst du sie am besten + alle beliebten Arten