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  • Kai 

Grünlilie Pflegefehler: Braune, gelbe Blätter und Spitzen

Die Pflege der Grünlilie kann manchmal knifflig sein – braune Blätter, hängende Triebe oder blasse Farben sind Anzeichen, dass etwas nicht stimmt. Aber keine Sorge, in diesem Artikel erfährst du, wie du deine Grünlilie vor Überwässerung schützt, was zu tun ist, wenn die Blätter blass werden, und wie du gelbe Verfärbungen bekämpfen kannst. Du erhältst praxisnahe Tipps, um deine Pflanze wieder in vollem Glanz erstrahlen zu lassen und häufige Fehler zu vermeiden.

Grünlilie Pflegefehler: Braune, gelbe Blätter und Spitzen

Grünlilie bekommt braune Blattspitzen & Blätter, weil sie zu viel gegossen wird

Zu viel Wasser verursacht braune Blättern. Die Zellen Quellen auf und platzen. Gleichzeitig tritt ein Sauerstoffmangel in den Wurzeln auf. Dieses Phänomen tritt vor allem an den Blattspitzen auf, da das Wasser nicht mehr weiter fließen kann. Unternimmst du nichts, wird schnell das ganze Blatt braun.

Lass die Erde zwischen den Wassergaben immer gut austrocknen. Wie oft du gießen musst, hängt von der Pflanzengröße, der Luftfeuchtigkeit und dem Standort ab. Prüfe den Feuchtigkeitsgehalt der Erde mit einem Finger oder einem Feuchtigkeitsmesser. So kannst du sichergehen das die Grünlilie schon bereit ist für eine Wassergabe.

So rettest du deine faulende Grünlilie in 3 Schritten

Sollte die Überwässerung so weit fortgeschritten sein das deine Grünlilie von innen fault müssen Sofortmaßnamen ergriffen werden.

  1. Wurzeln Freilegen und Säubern: Als Erstes holst du die Pflanze vorsichtig aus ihrem Topf. Achte darauf, den Wurzelballen so wenig wie möglich zu beschädigen. Im nächsten Schritt solltest du die Wurzeln unter fließendem Wasser von der alten, möglicherweise kontaminierten Erde befreien. Dies ist entscheidend, um Pathogene und anaerobe Bakterien zu entfernen, die für den schlechten Zustand deiner Grünlilie verantwortlich sind.
  2. Wurzelinspektion und -beschnitt: Nach der Säuberung folgt die Inspektion. Hierbei werden alle fauligen, matschigen und offensichtlich erkrankten Wurzelstränge mit einer sauberen, desinfizierten Schere entfernt. Dieser Schritt ist notwendig, um das weitere Ausbreiten von Krankheitserregern im Wurzelsystem zu verhindern. Nun bleiben wahrscheinlich nur noch wenige gesunde Wurzeln übrig.
  3. Neues Zuhause für die Grünlilie: Nun ist es an der Zeit, deine Grünlilie in frische, gut durchlässige Erde einzutopfen. Achte dabei darauf, dass der neue Untertopf unbedingt Drainagelöcher haben muss. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, mische etwas Sand oder Perlite unter. Das verbessert die Durchlässigkeit und schützt vor erneuter Überbewässerung.

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Grünlilie bekommt blasse Blätter bei falschen Lichtverhältnissen

Die Grünlilie bekommt blasse Blätter weil sie zu wenig Licht bekommt. Schlechte Lichtverhältnisse beeinträchtigen die Photosynthese und somit für die Chlorophyllbildung notwendig ist. Chlorophyll ist das Pigment welche den Blättern grüne Farbe verleiht. Ohne ausreichend Chlorophyll sind Blätter der Grünlilie nicht nur blass, sondern auch in ihrer Funktion beeinträchtigt Photosynthese zu betreiben.

Um das Problem zu beheben, sollte die Pflanze an einen Standort mit hellem, indirektem Licht gestellt werden. Direkte Sonneneinstrahlung, besonders im Sommer, sollte vermieden werden, den diese kann die Blätter verbrennen. Ein Platz am Fenster mit leichtem Vorhang ist ideal. In den Wintermonaten sollte die Pflanze näher ans Fenster gerückt werden, um die Photosyntheserate stabil zu halten.

Grünlilie bekommt gelbe Blätter aufgrund eines Nährstoffmangels

Wenn die Grünlilie gelbe Blätter bekommt, ist eine häufige Ursache neben Nährstoffmangel, dass die Pflanze überwässert wurde. Falls du das vermutest, lies am besten den ersten Abschnitt. In diesem Abschnitt möchte ich einen möglichen Nährstoffmangel erörtern.

Gelbe Blätter bei der Grünlilie sind ein häufiges Anzeichen für einen Nährstoffmangel, insbesondere für einen Mangel an Stickstoff. Stickstoff ist ein essenzieller Makronährstoff für Pflanzen und spielt eine entscheidende Rolle in der Chlorophyllproduktion. Chlorophyll ist das Pigment, das für die grüne Farbe der Blätter verantwortlich ist und die Pflanze in die Lage versetzt, durch Photosynthese Energie aus Sonnenlicht zu gewinnen.

Wenn die Grünlilie nicht genügend Stickstoff erhält, reduziert sich die Chlorophyllproduktion, was dazu führt, dass die Blätter gelb werden. Dieser Prozess wird als Chlorose bezeichnet. Um dem Stickstoffmangel entgegenzuwirken, sollte man die Pflanze regelmäßig mit einem stickstoffreichen Dünger versorgen.

Braune Blattspitzen bei einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit

Die Grünlilie kann bei niedriger Luftfeuchtigkeit empfindlich reagieren. Eines der häufigsten Anzeichen für unzureichende Luftfeuchtigkeit sind braune Blattspitzen. Diese entstehen, weil die Pflanze nicht genügend Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufnehmen kann, was zu Trockenstress führt. Um dies zu verhindern, sollte die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen idealerweise zwischen 40% und 60% liegen. Im Winter kann die trockene Heizungsluft es manchmal schwierig machen, die Luftfeuchtigkeit auf einem hohen Niveau zu halten.

Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen ist das Aufstellen von Luftbefeuchtern in der Nähe der Pflanzen oder das Platzieren von Wasserschalen auf den Heizkörpern. Auch das Gruppieren von Pflanzen kann die Luftfeuchtigkeit lokal erhöhen, da die Pflanzen gemeinsam mehr Feuchtigkeit abgeben.

Grünlilie Blätter hängen

Die Grünlilie lässt ihre Blätter hängen, wenn sie unter Wassermangel leidet. Ein solcher Zustand tritt auf, wenn die Pflanze über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend gegossen wurde. Die Blätter der Grünlilie bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Bei Wassermangel verliert die Pflanze die Fähigkeit, den Turgordruck in den Zellen aufrechtzuerhalten. Dies führt dazu, dass die Blätter ihre Festigkeit verlieren und schlaff herabhängen.

Wassermangel kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden. Einer der häufigsten Gründe ist das unregelmäßige oder zu seltene Gießen. Auch die Wahl des Substrats spielt eine Rolle. Ein stark verdichteter Boden erschwert die Wasseraufnahme und führt zu Trockenstress. Zudem kann eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit in der Umgebung der Pflanze das Problem verstärken, da die Pflanze zusätzlich Wasser über die Blätter verliert.

Um dem Wassermangel entgegenzuwirken, solltest du die Grünlilie regelmäßig, aber nicht übermäßig gießen. Der Boden sollte gleichmäßig feucht, aber nicht durchnässt sein. Es ist ratsam, den Finger-Test zu machen: Stecke den Finger etwa zwei Zentimeter tief in die Erde. Fühlt sie sich trocken an, ist es Zeit zu gießen. Achte auch darauf, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann, um Staunässe zu vermeiden.

Zusätzlich hilft es, die Luftfeuchtigkeit um die Pflanze herum zu erhöhen. Dies kannst du durch regelmäßiges Besprühen der Blätter mit Wasser oder durch das Aufstellen einer Schale mit Wasser in der Nähe der Pflanze erreichen. Wenn du diese Maßnahmen befolgst, wirst du feststellen, dass die Grünlilie wieder gesunde, aufrechte Blätter entwickelt.

Zu wenig Wasser und braune Spitzen bei der Grünlilie

Auch Wassermangel kann braune Spitzen verursachen. Die Zellen in den Blättern schrumpfen und sterben ab, was zu braunen Spitzen führt. Vergiss nicht, deine Grünlilie regelmäßig zu gießen. Hängepflanzen werden oft übersehen, daher überprüfe die Feuchtigkeit der Erde regelmäßig mit deinem Finger oder einem Feuchtigkeitsmesser.

Der Standort beeinflusst ebenfalls den Wasserbedarf. An sonnigen oder heißen Plätzen braucht die Pflanze mehr Wasser als an schattigen Orten.

Grünlilie Pflegefehler: Braune, gelbe Blätter und Spitzen