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  • Kai 

Mein Gummibaum bekommt braune Flecken

Der Gummibaum, oder auch Ficus elastica genannt, ist weit mehr als nur eine Zimmerpflanze. Er ist ein Stück Natur, das wir uns in unsere vier Wände holen, ein grüner Mitbewohner, der mit seinen glänzenden, dunkelgrünen Blättern nicht nur das Raumklima verbessert, sondern auch für eine beruhigende Atmosphäre sorgt. Doch wie bei jedem Lebewesen gibt es auch beim Gummibaum Bedürfnisse und Anzeichen, die uns zeigen, ob es ihm gut geht oder ob er unsere Hilfe benötigt.

Braune Flecken, welke Blätter oder Schädlinge – jeder dieser Hinweise erzählt eine Geschichte darüber, was der Baum gerade durchmacht. In diesem Artikel nehmen wir dich mit auf eine Reise in die faszinierende Welt des Gummibaums. Wir zeigen dir, wie du die Zeichen richtig deutest, welche Pflegetipps Gold wert sind und wie du deinem grünen Freund ein langes, gesundes Leben ermöglichst. 

Gummibaum bekommt braune Flecken - Ursachen & Lösungen

Wo treten die braunen Flecken auf?

Der Gummibaum, auch bekannt als Ficus elastica, ist für seine glänzenden, dunkelgrünen Blätter bekannt. Doch was, wenn plötzlich braune Flecken auftauchen? Bevor man in Panik gerät, sollte man sich die Frage stellen: Wo genau treten diese Flecken auf? Die Position und Art der Flecken können viel über ihre Ursache verraten.

Braune Flecken können an verschiedenen Stellen des Blattes auftreten. Manchmal sind es die Blattränder, manchmal sind es vereinzelte Punkte auf der Blattoberfläche oder -unterseite. Es ist wichtig, genau hinzusehen und die betroffenen Bereiche zu identifizieren.

Wenn die Blattränder braun werden, deutet das oft auf ein Wasserproblem hin. Möglicherweise bekommt der Baum zu viel oder zu wenig Wasser. Vereinzelte braune Punkte, besonders wenn sie über das gesamte Blatt verteilt sind, können ein Zeichen für Schädlinge sein. Hier sollte man die Blätter genau inspizieren, auch die Unterseite, um eventuell vorhandene Schädlinge zu identifizieren.

Bewässerungsschaden (Wurzelfäule)

Wasser ist Leben, das gilt auch für Pflanzen. Doch wie bei so vielen Dingen im Leben, macht die Dosis das Gift. Der Gummibaum, mit seinem majestätischen Erscheinungsbild und den glänzenden Blättern, ist in Sachen Wasserbedarf eher genügsam.

Der Ficus elastica stammt ursprünglich aus tropischen Regenwäldern, wo er gelernt hat, mit wechselnden Wassermengen umzugehen. Er hat sich darauf spezialisiert, Wasser in seinen dicken Blättern und im Stamm zu speichern. Daher benötigt er nicht ständig frisches Wasser. Ein häufiger Fehler ist es, ihn zu übergießen, in der Annahme, dass er, wie andere tropische Pflanzen, ständige Feuchtigkeit benötigt.

Gummibaum bekommt braune Flecken - Ursachen & Lösungen

Wenn der Gummibaum zu oft oder zu viel Wasser bekommt, kann das Wasser nicht schnell genug abfließen. Das Ergebnis? Ein nasser, sauerstoffarmer Boden, in dem die Wurzeln zu faulen beginnen. Dieser Zustand, bekannt als Wurzelfäule, ist eine der Hauptursachen für braune Flecken, insbesondere wenn sie zuerst an den unteren Blättern auftreten.

Ein Baum mit faulenden Wurzeln kann keine Nährstoffe und Wasser effizient aufnehmen. Dies führt dazu, dass der gesamte Baum geschwächt erscheint, mit welken Blättern und einem allgemeinen Zustand der Trägheit.

Was kann ich nun tun? Wenn du feststellst, dass dein Gummibaum an Wurzelfäule leidet, ist schnelles Handeln gefragt. Der erste Schritt ist, den Baum vorsichtig aus dem Topf zu nehmen und die Wurzeln zu überprüfen. Entferne alle braunen, matschigen Wurzeln und lasse nur die gesunden, festen Wurzeln zurück. Dann topfe den Baum in frische, gut durchlässige Erde um. Achte darauf, dass der neue Topf ausreichend Drainagelöcher hat, um überschüssiges Wasser abzuleiten. Und denk daran: Weniger ist oft mehr, wenn es um das Gießen deines Gummibaums geht.

Empfehlung: Gibst du deinen Pflanzen mal wieder zu viel Wasser? Mit einem Bodenfeuchtigkeitsmessgerät ist es kinderleicht, deine Pflanze zum richtigen Zeitpunkt zu gießen. Den genausten Feuchtigkeitsmesser findest du hier.

Saftsaugende Schädlinge

Pflanzen sind nicht nur für uns Menschen faszinierend, sondern ziehen auch eine Vielzahl von Schädlingen an. Besonders saftsaugende Plagegeister können dem Gummibaum zusetzen und uns Gärtner vor Herausforderungen stellen.

Saftsaugende Schädlinge, wie zum Beispiel Spinnmilben oder Blattläuse, ernähren sich von den Zellsäften der Pflanze. Sie stechen die Epidermiszellen und Parenchymzellen an und entziehen ihnen den lebenswichtigen Saft. Dieser Prozess kann die Zellen beschädigen oder sogar absterben lassen, was zu braunen Flecken führt.

Aufgrund der dicken und robusten Blätter des Gummibaums sind die Schäden oft erst spät sichtbar. Doch wenn man genau hinschaut, kann man vereinzelte, braune Punkte oder sogar kleine, bewegliche Schädlinge auf der Blattoberfläche oder -unterseite entdecken.

Gummibaum bekommt braune Flecken - Ursachen & Lösungen

Im Gegensatz zu den durch Bewässerungsprobleme verursachten Flecken, die oft an den Blatträndern auftreten, sind die durch Schädlinge verursachten Flecken über das gesamte Blatt verteilt. Ein genauer Blick, insbesondere auf die Blattrückseite, kann hier Aufschluss geben.

Was kann ich tun? Bei einem Befall ist schnelles Handeln gefragt. Ein erster Schritt kann sein, den Gummibaum gründlich abzuduschen. Dies entfernt viele der Schädlinge. Anschließend kann eine Behandlung mit einem natürlichen Insektizid, wie zum Beispiel Neemöl, oder bei hartnäckigem Befall auch mit einem chemischen Mittel erfolgen. Wichtig ist, die Behandlung nach einigen Tagen zu wiederholen, um auch die nachgeschlüpften Schädlinge zu erwischen.

Empfehlung: Deine Pflanze wird von Schädlingen besiedelt? Neemöl ist ein natürlicher Rohstoff aus dem Neembaum und verhindert die Bildung Chitin, woraufhin die Schädlinge absterben. Das beste Neemöl haben wir dir hier verlinkt. 

Überdüngung

Jeder Gärtner möchte das Beste für seine Pflanzen, und manchmal kann der Wunsch, sie optimal zu versorgen, dazu führen, dass man es mit dem Düngen etwas zu gut meint. Doch genau wie beim Wasser gilt auch hier: Zu viel des Guten kann schaden.

Ein erstes Anzeichen für eine Überdüngung ist oft eine weiße Salzkruste, die sich auf der Erdoberfläche bildet. Diese Kruste besteht aus überschüssigen Düngesalzen, die sich an der Oberfläche ablagern, weil sie nicht von der Pflanze aufgenommen werden können.

Zu viel Dünger kann die feinen Wurzelhärchen des Gummibaums schädigen. Diese Härchen sind für die Nährstoff- und Wasseraufnahme verantwortlich. Werden sie beschädigt, kann dies den gesamten Wasserhaushalt der Pflanze stören und zu braunen Flecken auf den Blättern führen.

Ein besonders kritisches Phänomen bei Überdüngung ist die Exosmose. Das bedeutet, dass der Boden so salzig wird, dass er den Wurzeln tatsächlich Wasser entzieht, anstatt es ihnen zur Verfügung zu stellen. Die Folge: Die Pflanze verdurstet trotz ausreichender Wasserversorgung.

Wenn du feststellst, dass dein Gummibaum überdüngt wurde, ist es wichtig, schnell zu handeln. Ein erster Schritt ist, die Erde mehrmals gründlich durchzuspülen, um die überschüssigen Salze auszuwaschen. Lasse den Topf nach jedem Spülgang etwa 40 Minuten abtropfen, bevor du erneut spülst. Nachdem du diesen Prozess 3 bis 4 Mal wiederholt hast, sollte der Großteil der überschüssigen Salze entfernt sein. Anschließend ist es wichtig, die Düngeroutine anzupassen. Weniger ist oft mehr, und es ist besser, in kleineren Mengen, dafür aber regelmäßiger zu düngen.

Empfehlung: Ist deine Pflanze schlapp und wächst nicht mehr? Deine Zimmerpflanze braucht genügend Nährstoffe für ein starkes Wachstum und ein vitales Aussehen. Den effektivsten Grünpflanzendünger findest du hier.

Pfegetipps für einen gesunden Gummibaum

Richtige Bewässerungstechniken: Wasser ist das Lebenselixier jeder Pflanze, und der Gummibaum bildet da keine Ausnahme. Doch wie viel ist zu viel und wie wenig ist zu wenig? Ein einfacher Trick: Fühle mit deinem Finger etwa 2 cm tief in die Erde. Fühlt sie sich trocken an, ist es Zeit zu gießen. Fühlt sie sich noch feucht an, warte noch ein paar Tage. Und denk daran, immer mit zimmerwarmem Wasser zu gießen! 

Wenn du Probleme hast den Wasserbedarf deines Gummibaums zu bestimmen, kannst du auch einen einfachen Feuchtigkeitsmesser verwenden, dieser kann dir recht einfach den Feuchtigkeitsgehalt in tieferen Erdschichten verraten. So wirst du sicherstellen, dass dein Gummibaum nicht ertrinkt. 

Bedeutung von Drainagelöchern und gut durchlässiger Erde: Ein guter Wasserabfluss ist das A und O. Stelle sicher, dass der Topf Drainagelöcher hat und die Erde gut durchlässig ist. Dies verhindert Staunässe und schützt die Wurzeln vor Fäulnis.

Optimale Lichtverhältnisse für den Gummibaum: Der Gummibaum liebt das Licht, aber nicht zu direkt. Ein Platz in der Nähe eines Ostfensters, wo er morgens direktes Sonnenlicht und den Rest des Tages indirektes Licht bekommt, ist ideal.

Wichtigkeit der Luftfeuchtigkeit und Tipps zur Erhöhung: Ursprünglich aus dem tropischen Regenwald stammend, schätzt der Gummibaum eine hohe Luftfeuchtigkeit. In trockenen Wohnräumen kann es hilfreich sein, den Baum regelmäßig mit Wasser zu besprühen oder einen Luftbefeuchter in der Nähe aufzustellen.

Richtiges Düngen und Vermeidung von Überdüngung: Weniger ist oft mehr. Dünge deinen Gummibaum in der Wachstumsphase alle 4-6 Wochen mit einem speziellen Zimmerpflanzendünger. Achte darauf, die empfohlene Dosis nicht zu überschreiten und die Erde vorher gut zu gießen, um Wurzelverbrennungen zu vermeiden.

Empfehlung: Gibst du deinen Pflanzen mal wieder zu viel Wasser? Mit einem Bodenfeuchtigkeitsmessgerät ist es kinderleicht, deine Pflanze zum richtigen Zeitpunkt zu gießen. Den genausten Feuchtigkeitsmesser findest du hier.