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  • Kai 

Kaktus wird gelb oder braun? Das sind die Ursachen

Kakteen sind für ihre Robustheit bekannt, doch selbst diese widerstandsfähigen Pflanzen können unter bestimmten Bedingungen leiden. Staunässe, ungeeignete Erde, falscher Standort, Schädlinge und Überdüngung sind häufige Ursachen für Probleme, die zu unschönen und schädlichen Symptomen führen können.

Kaktus wird gelb oder braun? Das sind die Ursachen
[@PixHound]/Depositphotos.com

Staunässe

Staunässe ist eine häufige Ursache für Probleme bei Kakteen, die zu verschiedenen Symptomen führen kann. Wenn die Wurzeln des Kaktus längere Zeit in feuchter Erde stehen, können sie zu faulen beginnen. Dies führt zu einer schlechten Nährstoffaufnahme und kann den gesamten Pflanzenstoffwechsel beeinträchtigen.

  • Gelbe Flecken: Meistens beginnen diese an der Basis des Kaktus und breiten sich nach oben aus.
  • Weiche, matschige Stellen: Diese können auf eine beginnende Wurzelfäulnis hinweisen.
  • Teile des Kaktus fallen ab

Um deinen Kaktus zu retten, solltest du ihn sofort umtopfen. Entferne den Kaktus vorsichtig aus seinem derzeitigen Topf und schüttle oder wasche die alte Erde von den Wurzeln ab. Schneide faulende Wurzeln mit einem desinfizierten Messer ab. Pflanze den Kaktus anschließend in frische, trockene Kakteenerde um.

Achte darauf, ein Behältnis mit Drainagelöchern zu verwenden, um überschüssiges Wasser ablaufen zu lassen und Staunässe zu verhindern. Passe dein Gießverhalten an: Gieße den Kaktus immer erst dann, wenn die oberste Erdschicht komplett trocken ist.

Ungeeignete Erde

Ein unsachgemäßes Substrat kann für Kakteen ebenfalls problematisch sein und zu verschiedenen Symptomen führen. Wenn das Substrat nicht optimal zusammengesetzt ist, kann es Wasser schlecht ableiten und führt wiederum zu gerade beschriebenen Staunässe.

  • Feuchtigkeit in tieferen Erdschichten trotz langer Trockenphase: Wenn die Erde nach über einer Woche seit dem letzten Gießen immer noch feucht ist, deutet das auf ein Problem mit dem Substrat hin.
  • Wasser sammelt sich im unteren Teil des Topfes, da es nicht richtig abfließen kann.
  • Gelbe Flecken, die sich zu weichen, faulenden Stellen entwickeln: Beginnt meist am Stamm und breitet sich nach oben aus.

Entferne ihn vorsichtig aus dem alten Substrat und säubere die Wurzeln behutsam. Verwende eine gut drainierte Kakteenerde oder mische selbst ein Substrat aus Blumenerde, Sand und Kies im Verhältnis 2:1:1. Kontrolliere regelmäßig, ob das Wasser beim Gießen gut abfließt. Bei Bedarf hebe den Topf leicht an und gieße überschüssiges Wasser ab.

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Falscher Standort

Ein falscher Standort kann erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit deines Kaktus haben. Zu viel direktes Sonnenlicht oder unzureichende Lichtverhältnisse können unterschiedliche Schäden verursachen, die sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen. Ein Sonnenbrand bekommt ein Kaktus jedoch nur, wenn er von einem Schattigen Platz direkt in die pralle Sonne versetzt wird.

  • Diese Flecken treten meist auf der Sonnenseite des Kaktus auf und sind trocken oder verbrannt.
  • Der Kaktus zeigt eine ungleichmäßige Färbung und wächst möglicherweise schief in Richtung Lichtquelle.
  • Trockene oder verbrannte Stellen: Diese können durch eine plötzliche Änderung der Lichtverhältnisse entstehen.

Um Sonnenbrand zu vermeiden, sollte der Kaktus langsam an direkte Sonneneinstrahlung gewöhnt werden. Platziere ihn zunächst an einem hellen, aber indirekt beleuchteten Ort und erhöhe die Lichtintensität schrittweise. Dies verhindert, dass die Pflanze durch zu viel direktes Licht Schaden nimmt.

Ein Kaktus, welcher schwarze Flecken bekommt.

Schädlinge

Schädlinge sind eine häufige Ursache für gesundheitliche Probleme bei Kakteen. Diese ungebetenen Gäste können erheblichen Schaden anrichten, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und bekämpft werden. Sie saugen den Zellsaft auf dem Kaktus und hinterlassen auf diese Art und Weise Schäden.

  • Gelbe oder braune Flecken auf der Oberfläche: Diese Flecken können unregelmäßig verteilt sein und auf verschiedene Teile des Kaktus auftreten.
  • Kleine schwarze Punkte (Schildläuse) oder weiße Gespinste (Spinnmilben): Diese Schädlinge sind oft an den Gelenken oder an der Basis des Kaktus zu finden.

Zunächst solltest du den Kaktus gründlich inspizieren. Untersuche ihn regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen wie schwarze Punkte, weiße Fäden oder klebrige Rückstände. Bei starkem Befall kannst du Neem-Öl oder ein geeignetes Pflanzenschutzmittel verwenden. Sprühe den Kaktus gründlich mit einem Neem-Öl Gemisch ein, das die Schädlinge abtötet und deren Vermehrung verhindert.

Überdüngung

Überdüngung kann bei Kakteen zu erheblichen Schäden führen, da sie im Vergleich zu vielen anderen Pflanzenarten nur wenig Nährstoffe benötigen. Zu viel Dünger kann die Wurzeln verbrennen und das Wachstum der Pflanze stören.

  • Blattspitzen sind verbrannt oder verdorrt: Übermäßiger Dünger kann zu Verbrennungen an den empfindlichen Spitzen führen.
  • Leichte weiße Schicht aus Mineralablagerungen auf der Erdoberfläche.

Um deinen Kaktus zu retten, ist es ratsam, ihn in frische Erde umzutopfen. Entferne den Kaktus vorsichtig aus dem Topf und schüttle die alte, gedüngte Erde ab. Setze ihn in frische, ungedüngte Kakteenerde. Dies hilft, die Konzentration des Düngers zu reduzieren und bietet den Wurzeln eine bessere Umgebung zur Erholung.

Kaktus wird gelb oder braun? Das sind die Ursachen