Vertrockneter Lavendel – Problem oder natürliche Ursache?
Die häufigste Reaktion auf eine vertrocknete Pflanze, ist der Griff zu Gießkanne. Jedoch wissen die Experten, dass Sie dem lavendel damit im Normalfall nichts Gutes tun. Um zukünftige Schäden am Lavendel zu vermeiden, ist es wichtig zu wissen, wodurch diese Problematik ausgelöst wird.

Ursache: Lavendel vertrocknet
Erfahrungsgemäß blüht Lavendel von Anfang bis Mitte Juni über den gesamten Juli hinweg bis Anfang oder Mitte August. Je nach Lavendelart und Höhenlage des Anbaugebiets kann er sogar noch etwas länger blühen. „Vertrocknet“ der Lavendel oder wird grau und es ist bereits Anfang August, gehört dies zu seinem natürlichen Lebenszyklus und du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Andernfalls sind die Ursachen folgende:
Wasserzufuhr: Lavendel benötigt nur wenig zusätzliches Wasser, da er ursprünglich aus trockenen, steinigen Regionen stammt. Zu viel Wasser überlastet die Wurzeln, was dazu führen kann, dass sie verfaulen. Verfaulte Wurzeln sind dann nicht mehr in der Lage, die Pflanze ausreichend mit Nährstoffen und Wasser zu versorgen, was letztlich zum Vertrocknen der Blüten und Blätter führt.
Kompakter Boden: Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Boden. Lavendel bevorzugt einen gut durchlässigen Boden, der überschüssiges Wasser schnell abführt. Lehmige oder stark kompostierte Böden hingegen speichern zu viel Feuchtigkeit, was ähnliche Probleme wie übermäßiges Gießen verursacht. Auch Böden, die Wasser speichern, können die Wurzeln ertränken und dadurch Fäulnis begünstigen.
Pilzerkrankung: Feuchte Bedingungen sind ebenfalls problematisch. Feuchtes Laub kann Pilzkrankheiten fördern, die den Lavendel schwächen und austrocknen lassen. Besonders dicht beieinander gepflanzte Lavendelsträucher erhöhen das Risiko von Pilzinfektionen, da die Luftzirkulation eingeschränkt ist und die Blätter länger feucht bleiben.
Maßnahmen bei Überwässerung
Sollten die Wurzeln deines Lavendels verfault sein, gibt es einige Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um die Pflanze zu retten und weiteren Schaden zu vermeiden. Zunächst solltest du den Boden verbessern, indem du ein Gemisch aus Blumenerde und Sand im Verhältnis 1:1 verwendest. Diese Mischung sorgt für eine bessere Drainage und verhindert, dass sich Wasser staut.
Bei Lavendel, der in Töpfen gepflanzt ist, ist es wichtig, dass der Topf über ein Drainageloch verfügt, um überschüssiges Wasser abzuführen. Falls dein Lavendel in kompakten Boden eingepflanzt wurde, ist es ratsam, ihn umzupflanzen. Grabe das Pflanzloch erneut aus und verbessere die Drainage, indem du zum Beispiel Kies oder groben Sand einarbeitest.
Schneide ihn ein paar Zentimeter unterhalb der Blüten zurück, aber vermeide es, ins alte Holz zu schneiden, da dies das Wachstum beeinträchtigen kann. Für die Zukunft solltest du die Wasserzufuhr reduzieren. Gieße deinen Lavendel nur bei anhaltender Trockenheit, um ein erneutes Verfaulen der Wurzeln zu vermeiden.

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Was tun bei Pilzbefall
Zunächst ist es wichtig, alle betroffenen Zweige großzügig abzuschneiden. Nutze eine saubere, scharfe Gartenschere und entsorge das befallene Pflanzenmaterial sofort, um eine weitere Verbreitung der Pilzsporen zu verhindern. Stelle sicher, dass die Lavendelsträucher genügend Abstand zueinander haben.
Eine gute Luftzirkulation ist entscheidend, um die Blätter trocken zu halten und Pilzinfektionen vorzubeugen. Falls nötig, pflanze einige Sträucher um, um den Abstand zu vergrößern und die Luftzirkulation zu verbessern. Achte darauf, dass das Laub trocken bleibt. Gieße den Lavendel nur an den unteren Bereichen der Pflanze, sodass die Blätter nicht nass werden.
