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  • Kai 

Paprika Gute Nachbarn & Schlechte Nachbarn

Wenn du auf der Suche nach Möglichkeiten bist, deinen Garten produktiver und harmonischer zu gestalten, dann könnte das Konzept der Mischkultur genau das Richtige für dich sein. Besonders die Paprika, mit ihrer Fülle an gesunden Vitaminen und ihrem süßen bis würzigen Geschmack, ist eine wunderbare Pflanze für diese Methode. Aber welches sind die besten Nachbarn für die Paprika? Und welche Pflanzen sollten eher auf Abstand gehalten werden?

Paprika gute Nachbarn - Pflanzpartner mit Vorteil

n diesem Artikel gehen wir genau auf diese Fragen ein. Wir betrachten sowohl die guten als auch die schlechten Nachbarn der Paprika und erklären dir, warum sie diese Beziehungen eingehen. Zudem geben wir dir wertvolle Tipps zur optimalen Pflege deiner Paprika und ihrer Nachbarn im Garten.

Paprika: Standort und Boden berücksichtigen für eine gute Nachbarschaft

Paprika bevorzugt einen sonnigen, windgeschützten Standort. Die Pflanze benötigt mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag für eine gesunde Entwicklung. Ein windgeschützter Standort ist ebenfalls wichtig, um die Pflanzen vor Kälte und Wind zu schützen, die die Entwicklung von Blüten und Früchten beeinträchtigen können.

In Bezug auf den Boden hat Paprika spezifische Bedürfnisse. Der Boden sollte gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden. Staunässe kann die Wurzeln schädigen und zu Krankheiten wie Wurzelfäule führen. Ein leicht sandiger Boden ist ideal, da er sowohl eine gute Drainage als auch ausreichend Nährstoffe für die Pflanze bietet.

Gleichzeitig ist Paprika eine durstige Pflanze. Sie benötigt regelmäßiges Gießen, vor allem an heißen Sommertagen. Allerdings ist es wichtig, eine gute Balance zu finden, da zu viel Wasser genauso schädlich sein kann wie zu wenig. Das Gießen sollte immer in den Morgenstunden erfolgen, damit die Pflanzen genug Zeit haben, das Wasser aufzunehmen, bevor die Mittagshitze einsetzt.

Die Paprika sind ziemlich hungrig und benötigen eine Menge Nährstoffe, um gesund zu wachsen und reichlich Früchte zu produzieren. Eine gute Vorbereitung des Bodens durch das Einbringen von Kompost oder organischen Düngern kann das Wachstum deiner Paprika stark unterstützen. Es ist empfehlenswert, den Boden vor dem Einpflanzen zu lockern und mit reichlich organischem Material anzureichern.

Empfehlung: Wünscht du dir mehr Ertrag von deinem Gemüse? Viele ertragreiche Gemüsesorten sind Starkzehrer und brauchen viele natürliche Nährstoffe, um zu wachsen. Den besten Dünger für dein Gemüse findest du hier.

Paprika und seine „Guten Nachbarn“

Eine gut durchdachte Pflanzengemeinschaft kann das Wachstum deiner Paprika verbessern und hilft auch dabei, Schädlinge abzuwehren. Lass uns nun einen Blick auf die besten Nachbarn für deine Paprika werfen.

  • Borretsch: Borretsch ist ein ausgezeichneter Begleiter für Paprika, da er nützliche Bestäuber wie Bienen anzieht, die wiederum die Bestäubung der Paprika unterstützen.
  • Basilikum: Basilikum verbessert den Geschmack und das Wachstum von Paprika. Es hat auch die Fähigkeit, Fliegen und Mücken abzuwehren, die sonst die Paprika befallen könnten.
  • Petersilie: Petersilie zieht nützliche Insekten an, die Schädlinge von der Paprika fernhalten können. Sie kann auch dazu beitragen, den Boden feucht zu halten, was Paprika liebt.
  • Dill: Dill ist ein weiterer guter Nachbar für Paprika. Er lockt nützliche Bestäuber an und kann dazu beitragen, Schädlinge abzuwehren.
  • Zwiebel und Knoblauch: Diese beiden Pflanzen sind gute Nachbarn für fast jedes Gemüse, einschließlich Paprika. Sie helfen, Schädlinge abzuwehren und können das Wachstum der Paprika verbessern.
  • Karotte: Karotten locken nützliche Insekten an und können helfen, den Boden locker und gut durchlüftet zu halten, was für die Wurzelentwicklung der Paprika wichtig ist.
  • Salat: Salat ist ein guter Nachbar für Paprika, da er wenig Platz benötigt und den Boden durch seine breiten Blätter beschattet, was die Feuchtigkeitsversorgung der Paprika unterstützt.
  • Kamille: Kamille verbessert die Gesundheit des Bodens und kann die Vitalität und das Wachstum von Paprika fördern.
  • Thymian: Thymian ist eine hervorragende Begleitpflanze für Paprika, da er eine Reihe von Schädlingen abwehrt und Bestäuber anzieht.
  • Lavendel: Lavendel hat starke Duftstoffe, die viele Schädlinge abwehren, und zieht gleichzeitig Bestäuber an. Ein idealer Begleiter für die Paprika.

Bestäuber anlocken: Borretsch, Ringelblumen und Paprika

Ein wichtiger Aspekt für eine erfolgreiche Ernte ist die Bestäubung deiner Pflanzen. Bestäuber wie Bienen, Schmetterlinge und andere nützliche Insekten spielen hier eine entscheidende Rolle. Sie transportieren den Pollen von den männlichen zu den weiblichen Blüten, was zur Befruchtung und damit zur Bildung von Früchten führt. Bestäuber anziehende Pflanzen in deinem Garten zu haben, kann daher sehr vorteilhaft sein.

Borretsch ist eine solche Pflanze, die für ihre Fähigkeit bekannt ist, Bienen und andere Bestäuber anzuziehen. Seine blauen, sternförmigen Blüten sind für viele Insekten unwiderstehlich. Wenn du Borretsch in der Nähe deiner Paprika pflanzt, sorgt das für einen regen Flugverkehr von Bestäubern, die dabei auch die Blüten deiner Paprika besuchen.

Ähnlich verhält es sich mit Ringelblumen. Ihre leuchtenden, orangefarbenen oder gelben Blüten ziehen eine Vielzahl von Insekten an, darunter auch Bienen und Schmetterlinge. Auch sie können dazu beitragen, dass deine Paprika bestäubt wird.

Empfehlung: Keine Insekten bestäuben deine Pflanzen? Mit einer farbenfrohen Blumenwiese lockst du Bienen, Hummeln und weitere natürliche Bestäuber in deinen Garten. Die beste Samen für eine Blumenwiese haben wir dir hier verlinkt. 

Paprika gute Nachbarn - Pflanzpartner mit Vorteil

Schädlinge fern halten: Basilikum, Petersilie, Dill und Paprika

Deine Paprika ist nicht nur für dich attraktiv, sondern auch für verschiedene Schädlinge. Es gibt allerdings Pflanzen, die natürliche Abwehrmechanismen gegen diese unerwünschten Besucher haben.

Basilikum ist eine davon. Sein starker Duft kann bestimmte Schädlinge wie Fliegen und Mücken abwehren. Das macht Basilikum zu einem hervorragenden Begleiter für deine Paprika. Ebenso kann Petersilie nützliche Insekten anziehen, die als natürliche Feinde für einige Schädlinge dienen.

Dill hat eine ähnliche Wirkung. Er zieht nützliche Insekten an, die andere Schädlinge, die sich sonst von deiner Paprika ernähren könnten, in Schach halten. Das Anpflanzen von Dill neben deiner Paprika kann daher einen natürlichen Schutz gegen Schädlinge bieten und dazu beitragen, dass deine Paprika gesund und stark wächst.

Indem du diese Pflanzen als Begleiter für deine Paprika wählst, setzt du auf natürliche Methoden zur Schädlingsbekämpfung und förderst gleichzeitig die Artenvielfalt in deinem Garten.

Empfehlung: Gibst du deinen Pflanzen mal wieder zu viel Wasser? Mit einem Bodenfeuchtigkeitsmessgerät ist es kinderleicht, deine Pflanze zum richtigen Zeitpunkt zu gießen. Den genausten Feuchtigkeitsmesser findest du hier.

Paprika gute Nachbarn - Pflanzpartner mit Vorteil

Instagram: @sonjas_garten

Paprika und seine „Schlechten Nachbarn“

Obwohl einige Pflanzen positive Auswirkungen auf deine Paprika haben können, gibt es auch solche, die du besser vermeiden solltest. Diese Pflanzen können das Wachstum deiner Paprika hemmen oder sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge machen.

  • Erbsen: Obwohl Erbsen viele Vorteile haben, sind sie keine guten Nachbarn für Paprika. Sie konkurrieren mit Paprika um Nährstoffe und Platz, was das Wachstum der Paprika hemmen kann.
  • Fenchel: Fenchel ist bekannt dafür, dass er mit den meisten Pflanzen, einschließlich Paprika, schlecht zusammenpasst. Er kann Wachstumsprozesse hemmen und die Gesundheit deiner Paprika beeinträchtigen.
  • Rote Beete: Rote Beete benötigen viel Platz und Wasser, was sie zu einem schlechten Nachbarn für die Paprika macht. Sie können auch dazu führen, dass der Boden schneller austrocknet, was die Paprika nicht mag.
  • Aubergine, Kartoffeln, Tomaten: Diese drei gehören zur selben Familie wie Paprika (Nachtschattengewächse) und sind anfällig für die gleichen Krankheiten und Schädlinge. Sie sollten daher nicht neben Paprika gepflanzt werden, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.
  • Zucchini, Kürbisse und Gurken: Diese Pflanzen können zu groß und dominant werden und der Paprika das Licht, den Platz und die Nährstoffe nehmen.
  • Sellerie: Sellerie neigt dazu, viele Schädlinge anzuziehen, die auch Paprika schaden könnten. Daher ist es besser, diese beiden Pflanzen getrennt zu halten.

Die wichtige Fruchtfolgen für eine ertragreiche Ernte

Fruchtfolge ist die Praxis, verschiedene Pflanzenarten in aufeinanderfolgenden Jahren oder Jahreszeiten auf demselben Stück Land anzubauen. Der Vorteil dieser Methode liegt in ihrer Fähigkeit, den Boden gesund und nährstoffreich zu halten und die Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten zu begrenzen.

Da Paprika eine ziemlich nährstoffintensive Pflanze ist, profitiert sie besonders von einer guten Fruchtfolge. Indem du jedes Jahr andere Pflanzen an dem Ort pflanzt, an dem zuvor Paprika gewachsen sind, verhinderst du die Erschöpfung bestimmter Nährstoffe im Boden und bietest deinen Paprika optimale Wachstumsbedingungen.

Dazu könntest du zum Beispiel nach der Ernte der Paprika im folgenden Jahr Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Erbsen pflanzen, die Stickstoff im Boden bündeln und damit die Bodenfruchtbarkeit verbessern. Im darauffolgenden Jahr könntest du dann wieder Paprika pflanzen, die von dem verbesserten Boden profitieren.

Gute Nachbarschaft – Probleme vermeiden

Auch mit der besten Pflege können Probleme auftreten. Ein guter Weg, die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden, besteht in der Fruchtfolge. Indem du vermeidest, Paprika oder andere Nachtschattengewächse mehrere Jahre hintereinander im selben Beet anzupflanzen, unterbrichst du den Lebenszyklus von Krankheiten und Schädlingen und förderst gleichzeitig eine gesunde Bodenstruktur und Nährstoffzirkulation.

Die Kontrolle von Schädlingen ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Pflege deiner Paprika und ihrer guten Nachbarn. Einige Pflanzen können Schädlinge anziehen, die auch der Paprika schaden können. Achte daher regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen und ergreife gegebenenfalls Maßnahmen.

Schließlich solltest du deine Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingsbefall überwachen. Eine gesunde Pflanze ist weniger anfällig für Probleme und trägt zu einem harmonischen und produktiven Garten bei.