Zum Inhalt springen
  • Kai 

Paprikapflanzen unbeschadet umtopfen

Willkommen, liebe Pflanzenfreunde und Paprika-Enthusiasten! Du stehst vor einem Topf mit jungen Paprikapflanzen und fragst dich, wann und wie du sie umtopfen sollst? Du bist nicht allein. Das Umtopfen kann eine Herausforderung sein, besonders wenn man es zum ersten Mal macht. Aber keine Sorge, wir sind hier, um dir zu helfen. In diesem Artikel werden wir die Geheimnisse des Umtopfens lüften und dir zeigen, wie du deine Paprika sicher und effektiv umtopfen kannst. 

Paprika umtopfen - so gelingt der Standortwechsel

Instagram: @gartenameise

Wann müssen Paprika Pflanzen umgetopft werden?

Du fragst dich sicher, wann der richtige Zeitpunkt ist, um deine Paprika umzutopfen. Nun, es gibt nicht nur einen, sondern gleich drei Schlüsselmomente, die du im Auge behalten solltest.

Zunächst einmal ist da das sogenannte „Pikieren“. Das ist der Moment, wenn du die stärkste Jungpflanze auswählst und sie in einen Zwischentopf umsetzt. Hierbei wird die Pflanze von der Anzuchterde in die richtige Gartenerde umgepflanzt. Der zweite Moment ist das Auspflanzen nach draußen. Hierbei sollte die Paprika bereits 5 bis 6 Blätter haben. Der dritte und letzte Moment ist das Umtopfen zum Überwintern. Hierbei wird ein kreisrunder Ring um die Paprika gestochen, idealerweise mit einem Durchmesser von mindestens 30 cm. 

Wir werden in den folgenden Abschnitten die drei Möglichkeiten näher betrachten und dir genau erklären, worauf du beim umtopfen achten musst. 

Paprika Jungpflanze nach dem pikieren umtopfen

Das Pikieren ist ein entscheidender Moment im Leben einer jungen Paprika. Es ist der erste große Schritt, den sie aus der sicheren Umgebung der Anzuchterde in die weite Welt der Gartenerde macht. Doch wie macht man das richtig?

Zunächst einmal ist die Auswahl der stärksten Jungpflanze von großer Bedeutung. Diese Pflanze hat das größte Potenzial, sich zu einer kräftigen, ertragreichen Paprika zu entwickeln. Pikiere die Jungpflanze mit einem Pikierstab oder einem Bleistift, sodass die unbeschadet in ihr neues Zuhause gesetzt werden kann. 

Das neue Zuhause sollte eine nährstoffreiche und wasserdurchlässige Umgebung bieten, sodass die Jungpflanze in den kommenden Wochen kräftig wächst. Ist es erst März oder April, sollte die pikierte Paprika noch in einen Zwischentopf gesetzt werden, bevor sie ihren endgültigen Standort einnimmt.  

Achte beim umpflanzen darauf, dass lange Wurzeln nicht eingerollt in das Pflanzloch gesteckt werden. Besser ist es die Wurzeln auf die Hälfte der Stammlänge zu kürzen. Dies hat auch den Vorteil, dass das Wurzelwachstum erneut angeregt wird.

Empfehlung: Sind deine Jungpflanzen nicht kraftvoll? Mit einer nährstoffarmen Anzuchterden, förderst du das Wurzelwachstum deiner Aussaat und stärkst sie für die bevorstehende Vegetationsphase! Die beste Anzuchterde findest du hier.

Die Paprika Jungpflanze umtopfen (auspflanzen)

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und die Paprika hat bereits 5 bis 6 Blätter entwickelt. Es ist Zeit, sie für den Außenbereich umzutopfen. Dieser Prozess ist etwas anders als das Umtopfen nach dem Pikieren und erfordert besondere Aufmerksamkeit.

Zunächst einmal ist es wichtig, den richtigen Topf zu wählen. Der Topf sollte groß genug sein, um das Wachstum der Paprika zu unterstützen, aber nicht so groß, dass die Pflanze darin „verloren“ geht. Ein zu großer Topf kann dazu führen, dass die Erde zu lange feucht bleibt, was zu Wurzelfäule führen kann. Ein Topf mit einem Durchmesser von etwa 30 cm ist in der Regel eine gute Wahl.

Beim Umtopfen selbst sollten die Wurzeln nicht mehr von der Erde befreit werden. Stattdessen wird der Wurzelballen direkt so in den neuen Topf oder ins Freiland gesetzt. Dies minimiert den Stress für die Pflanze und hilft ihr, sich schneller an ihre neue Umgebung anzupassen.

Wenn die Paprika im Freiland gepflanzt wird, kann sie etwas tiefer gesetzt werden. Dies hilft, die Pflanze zu stabilisieren und sie vor Wind zu schützen. Zusätzlich bildet die Paprika beim tiefer setzen Adventivwurzeln aus. Als Faustregel gilt, dass die Pflanze so tief gesetzt werden sollte, dass die Erdoberfläche auf gleicher Höhe mit dem unteren Rand der ersten Blätter ist.

Empfehlung: Gibst du deinen Pflanzen mal wieder zu viel Wasser? Mit einem Bodenfeuchtigkeitsmessgerät ist es kinderleicht, deine Pflanze zum richtigen Zeitpunkt zu gießen. Den genausten Feuchtigkeitsmesser findest du hier.

Große Paprika für den Winter umtopfen

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und es ist Zeit, die Paprika für das Winterquartier vorzubereiten. Doch wie macht man das richtig?

Zunächst einmal ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu wählen. Die Paprika sollte umgetopft werden, bevor der erste Frost einsetzt. Dies gibt der Pflanze genügend Zeit, sich an ihre neue Umgebung anzupassen und sich auf die kommenden kalten Monate vorzubereiten.

Beim Umtopfen selbst wird ein kreisrunder Ring um die Paprika gestochen, idealerweise mit einem Durchmesser von mindestens 30 cm. Dies sollte im 45° Winkel geschehen, um die Paprika so tief wie möglich auszuheben. Der ausgehobene Wurzelballen wird dann in einen großen Topf gesetzt. Dieser Topf sollte groß genug sein, um das Wachstum der Paprika zu unterstützen, aber nicht so groß, dass die Pflanze darin „verloren“ geht.

Nachdem die Paprika in den Topf gesetzt wurde, sollte sie mit Erde aufgefüllt werden. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass die Erde gut abgetrocknet ist, um Staunässe zu vermeiden.