Paprika ausgeizen und die Fruchtbildung fördern
Es gibt kaum etwas Befriedigenderes, als in den eigenen Garten zu treten und die Früchte seiner Arbeit zu sehen. Besonders wenn es sich um prächtige, farbenfrohe Paprikapflanzen handelt, die in der Sonne leuchten. Aber wie erreicht man solch ein Gartenparadies?

Macht das Ausgeizen einer Paprika Sinn?
Stell dir vor, du hast deine Paprikapflanzen eng gepflanzt und das Blattwerk ist sehr dicht. In diesem Fall kann das Ausgeizen helfen, die Belüftung zu verbessern und die Gefahr von Schimmelbildung zu verringern. Es trägt auch dazu bei, dass mehr Licht an die Blätter gelangt, was ihre Reifung der Früchte fördert. Prinzipiell gilt immer: Je größer die Paprikafrucht, desto mehr sollte ausgegeizt werden.
- Viel ausgeizen: Große Blockpaprika
- wenig ausgeizen: Mittelgroße Spitzpaprika
- kein ausgeizen: Mini Paprikasorten
Paprikapflanzen richtig ausgeizen
- Der richtige Zeitpunkt: Das Ausgeizen sollte beginnen, sobald die Pflanze genug Blätter hat, um Photosynthese zu betreiben und genügend Energie für das Wachstum neuer Triebe zu liefern. Dies ist in der Regel der Fall, wenn die Pflanze etwa 20 cm hoch ist. Es ist wichtig, nicht zu früh zu beginnen, da die Pflanze noch genügend Blattmasse für die Photosynthese benötigt.
- Identifiziere die Haupttriebe: Paprikapflanzen teilen sich nach jeder Blüte in zwei neue Triebe. Nach der ersten Blüte werden wir zwei Haupttriebe stehen lassen, an welchen wir in Verlaufe der Wachstumsperiode orientieren werden. In dem hier gezeigtem Bild kannst du ganz gut erkennen, wie eine Paprika wächst. Nach einer Teilung ist der Hauptrieb der Trieb, welche stärker und dicker wächst. Die hellgrünen Triebe sind die Haupttriebe und die dunkelgrünen Triebe unsere Seitentriebe.

- Entferne die Seitentriebe: Mit einer sauberen und scharfen Schere oder einem Messer schneidest du die Seitentriebe 2. Grades so nah wie möglich am Stamm ab. Es ist wichtig, den Schnitt sauber und präzise zu machen, um die Pflanze nicht unnötig zu verletzen oder zu stressen. Die Regel beim Ausgeizen lautet also: „Entlang der zwei Haupttriebe bleiben nur Seitentriebe mit einer Blüte bestehen, welche direkt mit dem Hauptrieb verbunden sind.“ Hier in diesem Bild haben wir dir noch einmal genau aufgezeigt, welche Seitentriebe du beim ausgeizen entfernen musst (rot).

- Pflege nach dem Ausgeizen: Nach dem Ausgeizen benötigt die Pflanze zusätzliche Pflege. Stelle sicher, dass sie genügend Wasser und Nährstoffe erhält, um sich von dem kleinen Eingriff zu erholen.
- Wiederhole den Prozess: Das Ausgeizen ist kein einmaliger Prozess. Während der Wachstumsphase der Pflanze werden immer wieder neue Seitentriebe auftauchen, die entfernt werden müssen. Halte also ein Auge auf deine Pflanzen und wiederhole den Prozess bei Bedarf.
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Häufige Probleme beim Ausgeizen
Das Ausgeizen von Paprikapflanzen kann eine Herausforderung sein, besonders wenn man es zum ersten Mal macht. Hier sind einige der häufigsten Probleme, die auftreten können, und wie man sie löst:
Verletzungen an der Pflanze: Beim Ausgeizen kann es passieren, dass man versehentlich den Haupttrieb oder andere wichtige Teile der Pflanze verletzt. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, immer saubere und scharfe Werkzeuge zu verwenden und vorsichtig zu arbeiten. Sollte es dennoch zu einer Verletzung kommen, kannst du die Wunde mit Zimt oder gemahlener Kohle bestreuen, damit sich keine Infektionen ausbreiten.
Stress für die Pflanze: Das Ausgeizen kann für die Pflanze stressig sein, besonders wenn es zu oft oder zu intensiv durchgeführt wird. Um den Stress für die Pflanze zu minimieren, sollte das Ausgeizen immer behutsam und in Maßen durchgeführt werden. Trenne nie mehr als 1/3 des Blattwerks ab.
Fehlende Fruchtbildung nach dem Ausgeizen: Manchmal kann es passieren, dass die Pflanze nach dem Ausgeizen weniger Früchte bildet als erwartet. Dies kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel Stress, Nährstoffmangel oder ungünstige Wetterbedingungen.
