Paprika Blatt- und Fruchtprobleme – Gesundheit fördern
Wenn deine Paprikapflanzen gelbe Blätter, eingerollte Blätter oder braune Flecken entwickeln, gibt es dafür verschiedene Ursachen, die oft auf Pflegefehler oder Nährstoffmangel zurückzuführen sind. In diesem Beitrag erfährst du kompakt und präzise, wie du diese Probleme erkennst, richtig darauf reagierst und so die Gesundheit deiner Pflanzen sicherst.

Blätter werden gelb
Gelbe Blätter bei Paprika sind oft ein Zeichen für einen Nährstoffmangel. Ein Mangel an Stickstoff, Kalium und Phosphor führt zu Chlorose, bei der die Blätter gelb werden, weil das Chlorophyll nicht richtig gebildet wird. Stickstoffmangel lässt sich daran erkennen, dass die Blattflächen gelb werden, während die inneren Blattadern grün bleiben. Um dies zu beheben, solltest du deine Paprika regelmäßig düngen, besonders wenn sie Früchte trägt.
Eine andere häufige Ursache für gelbe Blätter bei Paprika ist übermäßiges Gießen. Besonders bei im Topf kultivierter Paprika kann schlecht abfließendes Wassers zu Staunässe führen. Durch die Staunässe werden die Wurzeln nicht mehr mit Sauerstoffversorgt, Pilze breiten sich aus und zersetzen die Wurzeln. Erkennen lässt sich dies daran, dass die Erde dauerhaft nass ist und der Topf keine oder nur ein Drainageloch besitz. Natürlich kann Staunässe auch bei lehmigen Böden im Beet auftreten. Achte darauf, dass die Erde der Paprika gut drainiert ist und überschüssiges Wasser immer abfließen kann. Bei starker Staunässe im Topf muss die Paprika umgetopft werden.
Blätter rollen sich ein
Eingerollte oder kräuselnde Blätter bei Paprika sind oft ein Zeichen für einen Wassermangel oder zu viel Sonne bei Jungpflanzen. Eine unzureichende Bewässerung tritt meist bei Paprika Pflanzen auf, welche im Topf kultiviert werden. Wassermangel führt dazu, dass die Wurzeln der Paprika nicht genügend Wasser und Nährstoffe aufnehmen können, weswegen meist die unteren Blätter zuerst gelb werden. Falls die Erde längere Zeit trocken bleibt, muss die Bewässerung angepasst werden.
Überprüfe vor dem Gießen den Feuchtigkeitsgehalt der Erde mit einem Feuchtigkeitsmesser, so kannst du wesentlich einfacher den realen Wasserverbrauch deiner Pflanze überprüfen. Gieße die Pflanze regelmäßig und gleichmäßig, besonders im Sommer und während der Fruchtbildung, da fast täglich gegossen werden muss, damit sich das Wurzelwerk erholen kann.
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Sonnenbrand
Die Früchte der Paprika können einen Sonnenbrand bekommen, wenn sie zu viel direktes Sonnenlicht abbekommt, besonders zur Mittagszeit im Sommer. Ein Sonnenbrand bei Paprika ist eine Schädigung des Pflanzengewebes durch zu starke Sonneneinstrahlung. Obwohl Paprika viel Sonnenlicht zum Wachsen benötigt, dürfen die Früchte nie komplett ohne Schutz vor der Sonne kultiviert werden.

Die Schäden treten vor allem an der zur Sonne geneigten Seite der Pflanze auf. Verwelkte Triebe und leicht bis stark braune Früchte sind typische Anzeichen. Um einem Sonnenbrand vorzubeugen, achte darauf, jungen Paprika und frisch ins Freie gesetzten Pflanzen während der Mittagszeit Schatten zu bieten. Mulche die Erde, um eine Überhitzung zu vermeiden und die Wasserversorgung durch das Wurzelwerk zu verbessern.
Der beste Schutz vor Sonnenbrand bei Paprika ist ein Sonnenschutznetz, welches über der Paprika aufgespannt wird., sogar für Pflanzen auf dem Balkon. Diese Netze reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung und schützen die Paprika vor übermäßiger UV-Strahlung.
Braune Flecken
Paprikapflanzen können durch verschiedene Ursachen braune Flecken entwickeln, die sowohl das Blattwerk als auch die Früchte betreffen. Eine häufige Ursache für braune Flecken auf den Blätter ist die Kraut- und Braunfäule, verursacht durch die Pilzarten Phytophthora infestans und Phytophthora capsici. Diese Pilzinfektionen zeigen sich durch graugrüne bis braune Flecken auf den Blättern, die oft von einem flaumigen Schimmel auf der Blattunterseite begleitet werden. Zur Vorbeugung dieser Erkrankung solltest du deine Paprikapflanzen an regengeschützten und sonnigen Standorten anbauen und resistente Sorten wählen.
Achte darauf, die Pflanzen stets an der Basis zu gießen, um die Blätter trocken zu halten und das Gewächshaus regelmäßig zu lüften. Befallene Blätter müssen umgehend entfernt und dürfen nicht auf dem Kompost entsorgt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Ein weiterer Grund für braune Flecken, insbesondere an den Früchten, ist Calciummangel. Dieser führt zur sogenannten Blütenendfäule, die sich durch verhärtete, dunkle Nekrosen an den Blütenansätzen zeigt. Die Früchte weisen eine dünne Haut und wässriges Gewebe auf, während die jungen Blätter deformiert sein können. Um Calciummangel vorzubeugen, ist eine gleichmäßige Wasserversorgung entscheidend. Der Boden-pH-Wert sollte zwischen 6,0 und 7,0 liegen. Falls nötig, kannst du Leitungswasser oder spezielle Düngemittel verwenden, die Calcium enthalten.
