Paprika düngen – Verbessere das Wachstum und den Ertrag
Paprika, die beliebten Nachtschattengewächse, sind nicht nur kulinarisch ein Highlight, sondern auch anspruchsvolle Gartenbewohner. Um ihre kräftigen, leuchtenden Früchte hervorzubringen, benötigen sie eine sorgfältige Nährstoffversorgung. Doch welche Düngemittel sind die besten? Wie oft sollte man düngen und welche hausgemachten Alternativen gibt es?

Nährstoffbedarf der Paprika
Damit Paprika gut wachsen, benötigen sie neben Licht und Wasser auch eine Vielzahl an Nährstoffen, denn sie gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind somit starkzehrer. Die wichtigsten Makronährstoffe für Paprika sind Stickstoff, Phosphor und Kalium. Stickstoff fördert das Blattwachstum und die allgemeine Vitalität der Pflanze. Phosphor spielt eine entscheidende Rolle bei der Blüte und Fruchtbildung, während Kalium die allgemeine Gesundheit der Pflanze fördert und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge unterstützt. Mit gezielter Düngung und sorgfältiger Pflege kannst du das Beste aus deinen Paprikapflanzen herausholen. Also, lass uns anfangen!
Die Erste Düngung
Paprika wachsen zu Beginn der Wachstumsperiode nur sehr langsam. Während des Vorziehens der Paprika, nachdem sich die ersten richtigen Blätter nach den Keimblättern bilden, werden Paprika zum ersten mal gedüngt. Solange die Paprika im Vorzuchtstopf steht, solltest du einen mineralischen Flüssigdünger für Gemüse nutzen. Diesen bringst du mischt du einfach mit ins Gießwasser.
Wenn du deine Paprika im Beet oder im Gewächshaus pflanzt, solltest du den Boden vor dem Auspflanzen mit einem organischen Dünger aufbessern. Generell gilt, dass im Beet immer mit organischem Dünger gearbeitet werden sollte, da dieser das Bodenleben schont und fördert.
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Paprika düngen im Beet
Im Beet gepflanzt, solltest du deine Paprika alle zwei Monate mit einem organischen Langzeitdünger versorgen. Dieser sollte feinkörnig sein und leicht in die Erde eingearbeitet werden. Bei der Verwendung von organischem Dünger ist es wichtig, den Boden stets feucht zu halten, damit der Dünger sich lösen und von Bodenorganismen verarbeitet werden kann. Erst durch die Umwandlung durch Bodenorganismen wird der organische Dünger für deine Paprika verfügbar.
Bringe neuen Dünger aus, wenn die Paprika beginnt, viele Blüten auszubilden, da sie in den kommenden Wochen dem Boden viele Nährstoffe entziehen wird. Bleibt die Blütenbildung aus, kann dies auf einen Phosphormangel hinweisen. In solchen Fällen solltest du deine Paprika mit einem flüssigen Blühpflanzendünger versorgen, den du ins Gießwasser mischst.

Welcher Dünger eignet sich?
Organischer Langzeitdünger jeglicher Art eignet sich sehr gut zum Düngen von Paprika. Unter diesem Begriff werden oft „organischer Langzeitdünger“ oder „Natürdünger“ zusammengefasst. Diese Dünger sind meist in Pelletsform, die manchmal noch verkleinert werden sollten, oder feinkörnig erhältlich. Organische Langzeitdünger setzen ihre Nährstoffe langsam und kontinuierlich frei, was eine gleichmäßige Versorgung der Pflanzen über einen längeren Zeitraum gewährleistet.
Auch spezieller Tomatendünger kann für Paprika gut verwendet werden, da Paprika als Nachtschattengewächse einen ähnlichen Nährstoffbedarf wie Tomaten aufweisen. Diese Dünger enthalten oft eine Mischung aus Stickstoff, Phosphor und einem erhöhtem Kalium, die das Wachstum und die Fruchtbildung optimal unterstützen. Bei der Anwendung von organischen Düngern ist es wichtig, die Dosierungsanweisungen auf der Verpackung zu beachten.
Hornspäne hingegen eigenen sich nicht sehr gut zur Düngung von Paprika, denn sie brauchen sehr lange, damit die Nährstoffe im Boden umgewandelt werden. Hinzu kommt, dass Hornspäne primär Stickstoff freisetzen und somit die Blüten und Fruchtbildung deiner Paprika nicht unterstützen.
Paprika Dünger selber herstellen
Selbst hergestellter Kompost ist die beste Alternative zum Düngen von Paprika. Gut kompostiertes Material setzt eine Vielzahl an Nährstoffen frei, die von den Pflanzen optimal aufgenommen werden können. Um hochwertigen Kompost herzustellen, sammle organische Abfälle wie Obst- und Gemüsereste, Eierschalen, Kaffeesatz und Gartenabfälle. Diese Materialien sollten in einer ausgewogenen Mischung von „Grünem“ (stickstoffreiche Materialien) und „Braunem“ (kohlenstoffreiche Materialien) zu einem Komposthaufen geschichtet werden.
Eine weitere hervorragende selbst hergestellte Düngemöglichkeit ist Brennnesseljauche. Allerdings ist Brennnesseljauche arm an Phosphor, einem essentiellen Nährstoff für die Blüten- und Fruchtbildung. Dies kann jedoch ausgeglichen werden, wenn der Boden bereits ausreichend Phosphor enthält.
Paprika mit Kaffeesatz düngen
Paprika kann in Maßen mit Kaffeesatz gedüngt werden, jedoch ersetzt dies keine reguläre Düngung. Kaffeesatz enthält Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium und Phosphor, die für das Pflanzenwachstum wichtig sind, aber nur im geringen Maße. Bringe Kaffeesatz maximal alle zwei Monate aus in einer dünnen Schicht. Koffein im Kaffeesatz kann schädlich für Bodenorganismen sein und deren Aktivität hemmen, weswegen nie viel verwendet werden darf. In geringen Mengen ist Kaffeesatz jedoch beispielsweise bei Regenwürmern beliebt.

Paprika im Topf düngen
Im Topf kultiviert, sollte die Paprika alle zwei Wochen mit einem flüssigen Gemüsedünger versorgt werden. Im Topf ist eine mineralische Flüssigdüngung immer die bessere Wahl, da sie die Nährstoffe schnell und effizient verfügbar macht und deine Pflanzen auf engen Raum besser versorgen.
Beginne mit dem Düngen, sobald die Pflanze erste Blätter entwickelt hat und die Paprika ausgepflanzt wurde. Gieße den Dünger gemäß den Herstellerangaben, um eine Überdosierung zu vermeiden, die zu Wurzelverbrennungen führen kann. In den ersten beiden Monaten sollte die Dosierung halbiert werden. In unserem Beitrag „Paprika im Topf kultivieren“ findest du weitere hilfreiche Tipps.
