Strelitzie Pflege: Standort, gießen, düngen, schneiden
Die Strelitzie, auch bekannt als Paradiesvogelblume, ist nicht nur wegen ihrer exotischen Blüten ein echter Hingucker, sondern auch wegen ihrer robusten Natur. Doch wie gelingt es, diese tropische Schönheit auch in heimischen Gefilden prächtig gedeihen zu lassen? In unserem Artikel erfährst du alles Wichtige zur richtigen Pflege, damit deine Strelitzie in voller Pracht erblüht.

Der Ideale Standort für die Strelitzie
Lichtbedarf der Strelitzie
Für ein gesundes Wachstum benötigt die Strelitzie viel Licht. Ein Standort nahe einem Fenster mit östlicher oder westlicher Ausrichtung ist ideal. Die Lichtintensität sollte mindestens 2000 Lux betragen, was einem Abstand von etwa einem Meter zum Fenster entspricht. Direkte Sonneneinstrahlung am Vormittag und Abend fördert das Wachstum der Pflanze und kann bis zu 40.000 Lux erreichen. Allerdings sollte im Hochsommer direkte Sonne vermieden werden, wenn die Strelitzie noch ein wenig jünger ist.
Idealer Temperaturbereich
Die ideale Temperatur für die Strelitzie liegt zwischen 18° C und 24° C. Im Sommer verträgt die Pflanze auch höhere Temperaturen, sollte jedoch nicht dauerhaft über 28° C ausgesetzt sein. Bei extremen Sommertemperaturen empfiehlt es sich, die Strelitzie etwas weiter von direkter Sonneneinstrahlung entfernt zu platzieren. Zudem sollte die Pflanze vor plötzlichen Temperaturschwankungen geschützt werden, die durch Hitzequellen wie Heizkörper oder Kältequellen wie Klimaanlagen verursacht werden können.

Strelitzie düngen
Die Strelitzie benötigt sowohl Makro- als auch Mikronährstoffe, um gesund zu wachsen und prachtvolle Blüten zu entwickeln. Zu den wichtigsten Makronährstoffen zählen Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Stickstoff fördert die Blattbildung und das allgemeine Wachstum, während Phosphor essentiell für die Blütenbildung ist. Kalium hingegen reguliert den Wassertransport und sorgt für die Stabilität der Pflanze.
Wichtige Mikronährstoffe für die Strelitzie sind Mangan, Eisen, Kupfer und Bor. Diese sind meist in der Erde vorhanden, sollten aber bei seltenem Umtopfen durch Universaldünger ergänzt werden, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.
In der Wachstumsphase von Mai bis Oktober empfiehlt sich die Anwendung eines Flüssigdüngers mit einem erhöhten Stickstoffanteil, beispielsweise im NPK-Verhältnis 7-3-6. Für ältere Pflanzen, die über fünf Jahre alt sind, sollte während der Blühphase auf einen Blühpflanzendünger mit einem NPK-Verhältnis von 4-6-4 umgestellt werden. Der Boden-pH-Wert sollte leicht sauer sein, idealerweise zwischen 5,5 und 7,0. Ist der Boden zu alkalisch, kann durch Zugabe von Rindenmulch oder Pinienrinde Abhilfe geschaffen werden.
Während der Wachstumsphase sollte alle zwei Wochen gedüngt werden. Ab November wird die Düngung eingestellt und erst wieder ab April nach dem letzten Frost begonnen.
Langzeitdünger sind für die Strelitzie aufgrund ihres speziellen Wurzelsystems, das aus daumendicken und wenig verzweigten Wurzeln besteht, weniger geeignet. Das Risiko von ungleichmäßiger Nährstoffverteilung, Mineralablagerungen und Wurzelverbrennungen ist hoch.
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Strelitzie gießen
Die Gießhäufigkeit richtet sich nach Jahreszeit und Temperatur. Von Mai bis Oktober sollte man den Wasserbedarf der Pflanze einmal pro Woche prüfen. An heißen Sommertagen kann es notwendig sein, alle zwei Tage den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens zu überprüfen und gegebenenfalls zu gießen. Im Winter reicht es aus, die Pflanze alle zwei Wochen zu gießen, da der Wasserbedarf in dieser Zeit geringer ist.
So viel wächst die Strelitzie pro Jahr
Die Wachstumsraten und -bedingungen auf, die je nach Art und Standort variieren. Die zwei bekanntesten Arten sind Strelitzia Nicolai, die weiß blüht, und Strelitzia Reginae, die orange Blüten hat.
Strelitzia Nicolai wächst in Innenräumen etwa 30 bis 50 cm pro Jahr. Unter optimalen Bedingungen in ihrem natürlichen Lebensraum in Südafrika kann diese Wachstumsrate noch höher sein. Im Innenbereich erreicht sie eine maximale Höhe von 2 bis 2,5 Metern. Im Freien kann sie mehrere Meter hoch werden, ist jedoch nicht winterhart und muss daher im Winter ins Haus geholt werden.
Strelitzia Reginae wächst langsamer, mit einer Rate von 20 bis 40 cm pro Jahr in Innenräumen. Ihre maximale Höhe im Innenbereich liegt bei 1,5 bis 2 Metern. Diese Art benötigt länger, um ihre volle Größe zu erreichen, was ihre Pflege anspruchsvoller macht.
Strelitzie Blätter abschneiden
Der richtige Zeitpunkt, um die Strelitzie zu beschneiden, ist vor der Wachstumsphase im Frühjahr. Für den Rückschnitt solltest du den Stängel bodennah abschneiden, genau dort, wo er aus dem Boden ragt. Der Stängel der Strelitzie ist innen hohl und lässt sich daher leicht abschneiden. Trotzdem solltest du vorsichtig vorgehen und Handschuhe tragen, da der Pflanzensaft Hautreizungen verursachen kann. Der direkte Kontakt mit dem Saft kann bei empfindlichen Personen zu allergischen Reaktionen führen. Das vollständige Entfernen des Blattes und des Stängels regt die Pflanze an, durch die Ausschüttung von Wachstumshormonen neue Triebe zu bilden.
Strelitzie Vermehren, so wird es gemacht
Die Strelitzie kann nur durch Teilung vermehrt werden, nicht über ein einzelnes Blatt. Diese Vermehrungsmethode erfordert, dass Bereiche des Wurzelstocks herausgeschnitten und neu eingepflanzt werden. Ein entscheidender Faktor dabei ist, dass ein neuer Seitentrieb aus dem Rhizom gewachsen und vom Mutterstamm gelöst sein muss. Zuerst gräbst du die Strelitzie vorsichtig aus und legst das Wurzelwerk frei.
Anschließend trennst du den Seitentrieb vom Hauptstamm ab. Hierbei ist genaues Planen des Schnitts notwendig, da das Wurzelwerk der Strelitzie gut verbunden ist. Stelle sicher, dass der abgetrennte Seitentrieb ausreichend Wurzeln besitzt. Zuletzt pflanzt du den abgetrennten Seitentrieb in einen neuen Topf mit Drainagelöchern. Hier haben wir einen detaillierten Beitrag zum vermehren der Strelitzie.
Strelitzie umtopfen in die richtige Erde
Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen ist der Beginn der Wachstumsphase im Frühling. Alternativ kann auch der Sommer genutzt werden, obwohl dieser Zeitraum nicht optimal ist, um das volle Potenzial der Pflanze auszuschöpfen.
Beim Entfernen aus dem alten Topf drückst du die Wände des Topfes vorsichtig, um die Erde zu lockern. Halte die Pflanze nahe an den Wurzeln und ziehe den Topf weg. Entferne überschüssige Erde sanft von den Wurzeln. Ein Gesundheitscheck der Wurzeln ist wichtig. Wähle dann einen neuen Topf, der etwa 20% größer ist als der alte Topf. Fülle etwas Erde in den neuen Topf und halte die Pflanze so hoch, dass sie wieder auf der ursprünglichen Höhe aus dem Topf ragt. Verteile die Erde gut und rüttle den Topf leicht, damit die Erde in die Zwischenräume gelangt.
Der perfekte Erdmix
Der optimale pH-Wert für die Erde liegt zwischen 5,5 und 7,0, um eine optimale Nährstoffaufnahme zu gewährleisten. Um den pH-Wert zu senken, kann Rindenmulch oder Pinienrinde auf die Erde gelegt werden. Für die Erdmischung gibt es verschiedene Optionen: Eine Mischung aus einem Anteil Komposterde, einem Anteil Blumenerde und einem Anteil Sand oder Perlit sorgt für gute Nährstoffversorgung und Drainage. Alternativ kannst du zwei Anteile Blumenerde mit einem Anteil Sand verwenden, falls keine Komposterde verfügbar ist. Eine dritte Option besteht aus vier Anteilen Blumenerde und einem Anteil Lavagranulat, das vor Gebrauch ausgewaschen werden sollte, um Wasser zu speichern.
