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  • Kai 

Monstera: Die richtige Erde ist der Schlüssel zum Erfolg

Um zu wissen, wie man seiner geliebten Monstera die beste Erde zur Verfügung stellt, muss man sich mit den Gegebenheiten des Ursprungsortes befassen. Die Monstera besitzt die Besonderheit, dass sie extrem lange Luftwurzeln ausbilden kann, mit deren Hilfe sich die Pflanze an den Bäumen empor zieht. 

Die Bodenwurzeln hingegen lieben einen leicht feuchten, aber gut entwässerten Boden. In diesem Beitrag möchten wir dir mehrere Optionen zeigen, um deine eigene Erde für die Monstera anzumischen. Außerdem beschäftigen wir uns genauer mit fertigen Erdmischungen und möchten aufklären, welche für die Kultivierung der Monstera geeignet sind. 

Eine Monstera Deliciosa, in einem Topf

Warum braucht die Monstera neue Erde?

Es gibt mehrere Gründe, weswegen die Monstera neue Erde braucht. Besonders achtsam solltest du sein, wenn du deine Monstera gerade erst gekauft hast. Sehr häufig wird bei einer kommerziellen Zucht darauf geachtet, dass die Monstera in den ersten Wochen gut wächst und man sie kostengünstig verkaufen kann. 

Das bedeutet jedoch auch, dass sehr häufig günstige Erde verwendet wird, welche sich für die Anzucht in einem Gewächshaus eignet, aber nicht für dein Zuhause. Minderwertige Erde wird sehr schnell kompakt und wasserabweisend, was die Drainage im inneren stört. Kompakte Erde hält die Feuchtigkeit wesentlich länger und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Blätter gelb werden, anfangen zu hängen oder braune Flecken bekommen. 

Abgesehen von der Blumenerde aus dem Handeln, ist es auch ratsam, die Monstera regelmäßig in selbst angemischtes Substrat umzutopfen, damit sich die Erde generell etwas lockert und neue Nährstoffe zur Verfügung stehen. Hierfür haben wir einen sehr ausführlichen Beitrag für dich bereitgestellt, welcher dir helfen soll, seine Monstera unbeschadet umzutopfen

Empfehlung: Bist du auf der Suche nach frischer Erde für deine Zimmerpflanzen? Mit einer nährstoffreichen Erde, förderst du das Wachstum deiner Zimmerpflanzen! Die beste Zimmerpflanzenerde findest du hier.

Welchen ph-Wert muss die Erde haben?

Eine Monstera wächst am besten mit einem leicht saurem Boden, welcher einen ph-Wert zwischen 6,0 und 7,0 hat. 7,0 wird als neutral bezeichnet und in der Regel besitzt normale Blumenerde den genau richtigen ph-Wert zwischen 6,0 und 7,0.

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Die perfekte Erde zum selber mischen für die Monstera

Im folgendem Abschnitt werden wir dir zwei Varianten zeigen, deine eigene Erde für die Monstera anzumischen. Die Erde selber zu mischen ist immer die beste und sicherste Variante, denn nur dann kannst du dir sicher sein, dass du eine gute Drainage im Boden hast und die Monstera mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. 

Für alle Varianten gilt, dass die Erde luftig sein muss, damit überschüssiges Wasser aus dem Erdreich abgeführt werden kann. Auch die Bestandteile der Blumenerde spielen eine große Rolle. Hier schonmal vor ab ein paar wichtige Informationen für den Kauf von normaler Blumenerde, welche du für beide Varianten benötigst. Ebenfalls ist vorausgesetzt, dass die Monstera in einen Untertopf gepflanzt wird, welcher Drainagelöcher besitzt.

Hinweise zur Blumenerde: Es gibt durchaus Unterschiede zwischen billiger und hochwertiger Blumenerde. Dabei spielt der Preis nicht immer eine Rolle, also informiere dich am besten im Vorhinein. Ein großer Bestandteil in vielen Mischungen ist Torf. Torf ist sehr schlecht für die Umwelt, denn durch den Abbau werden viele Moore zerstört, welche eine wichtige Lebensgrundlage für viele Pflanzen und Tiere bereitstellt. Wenn du nähere Informationen zu diesem Thema haben möchtest, kannst du dich hier, beim Umweltbundesamt erkundigen. 

Torf hat zudem die negative Eigenschaft, dass es nach dem Zersetzen wie eine Art Schwamm wirkt. Das Torf kann Wasser aufnehmen, gibt dieses aber nur beschwerlich wieder ab. Im Endeffekt verklumpt die Erde nach einiger Zeit und wird unbrauchbar. Daher achte darauf, dass der Torfanteil so gering wie möglich ist und nur aus kontrolliertem Abbau stammt. Am besten jedoch ist torffreie Erde.

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DIY – Basis Erdmischung für die Monstera

Fangen wir an mit der Basismischung für die Monstera. Du kannst mit Leichtigkeit eine Erdmischung herstellen, welche eine verbesserte Drainage hat und die Monstera mit ausreichend Nährstoffen versorgt. Hierzu benötigst du Perlit und normale Blumenerde mit einem ph-Wert zwischen 6,0 und 7,0. 

Viele Hersteller von normaler Blumenerde werben mit der besten Drainage und der optimierten Wasseraufnahme. Komplett aus der Luft gegriffen sind diese Aussagen nicht, aber normale Blumenerde wird es durch ihre natürlichen Eigenschaften nie schaffen, der Monstera eine optimale Drainage zu bieten. Daher solltest du etwas nachhelfen.

Auf dem Bild ist 2/3 Erde zu sehen 1/3 Perlit. Beide dienen als Erde für die Monstera

Perlit: Perlit ist ein vulkanisches Gestein, welches superleicht und porös ist. Es sieht aus wie Styropor, hat aber nichts mit dem Kunststoff zu tun. Du kannst Perlit unter die Blumenerde mischen, um die Belüftung, sowie die Drainage zu verbessern. Der Rohstoff nimmt nur sehr wenig Feuchtigkeit auf und verbessert auf diese Art und Weise den Wasserfluss im Substrat. 

Zusätzlich sind die kleinen weißen Perlitkügelchen größer als das normale Erdmaterial. Durch die geringe Dichte erhöhst du zugleich die Flexibilität der Erdmischung, sodass die Erde auf lange Zeit gesehen nicht so schnell verklumpen kann.

🌿Monstera: Diese Erde kannst du verwenden + DIY Mischung🌿

Das Mischverhältnis: Als Grundmischung empfehlen wir ⅓ Perlit und ⅔ Blumenerde zusammenzumischen. So erhältst du ein ausgeglichenes Verhältnis von Blumenerde mit Nährstoffen und einer optimierten Drainage durch das Perlit.

DIY – Fortgeschrittene Erdmischung für die Monstera

Beschäftigen wir uns nun mit der fortgeschrittenen Erdmixtur für die Monstera. Hierfür steigen wir etwas tiefer in die Materie ein und beschäftigen uns auch mit weiteren Materialien, welcher der Monstera zugutekommen. 

Wie auch bei der Basismischung für die Monstera ist das höchste Gut die Drainage im Boden. Dafür kannst du mehr tun, als auf hochwertige Erde zu setzen und sie mit Perlit vermischen. Für die fortgeschrittene Methode müssen wir der Erde die beste Möglichkeit geben, sich selbst entwässern zu können. Zusätzlich zu Perlit und hochwertiger Erde brauchen wir Vlies, Blähton und etwas Kompost.

Blumenerde, Komposterde, Perlit, Blähton und Vlies

Blähton: Blähton sind kleine Kügelchen, welche aus kalkarmen Ton bestehen und mit organischen Materialien gebrannt werden. Die kleinen braunen Kugeln sollen der Monstera dabei helfen nicht unter Staunässe zu leiden, denn sie sind hervorragend darin Wasser zu transportieren. 

Vlies: Da unser Blähton nicht mit der Erde in Kontakt treten darf, benötigen wir Drainagevlies. Wichtig! Beim Kauf von Vlies musst du darauf achten, dass es besonders wasserdurchlässig ist. Im Gartenbau wird Vlies oft dazu verwendet, um Gartenbeete abzudecken, damit kein Unkraut wachsen kann. Dieses Vlies wird zwar als wasserdurchlässig bezeichnet, aber ist für einen Zimmerpflanzentopf ungeeignet. 

Wir haben uns dazu entschieden sehr dünnes und hoch wasserdurchlässiges Vlies mit einer Stärke von 23 g pro m² zu nutzen. Du kannst das Vlies auch in einer Doppelschicht nutzen, falls die Monstera etwas größer ist und das Vlies Gefahr läuft zu reißen. 

Komposterde: Durch unser Vorhaben wird die Erde eine außergewöhnlich gute Drainage haben und daher können wir als kleinen Zusatz Komposterde unter die normale Blumenerde mischen. Der ph-Wert wird nicht verändert, aber Komposterde enthält mehr Nährstoffe als normale Blumenerde.

Mischverhältnis: Wir haben unsere Erde folgendermaßen angemischt: 30 % Perlit, 50 % Blumenerde, 20 % Komposterde.

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So verwendest du Drainagevlies und Blähton richtig

Um dir die Anwendung von Blähton uns Vlies zu verdeutlichen, nutzen wir für Demonstrationszwecke ein Glasgefäß. Eine Monstera sollte natürlich bei dir zu Hause in einen Untertopf mit Drainagelöchern gesetzt werden. 

Schritt 1: Fülle zwei Schichten Blähton in den Topf

Bevor du den Blähton in den Topf gibst, solltest du ihn waschen. Blähton enthält viele Mineralstoffe und Salze, welche in die Erde übergehen. Es ist aber kein muss, denn der Blähton kommt nicht direkt mit der Erde in Kontakt und primär wird der Blähton gewaschen, wenn er als Hydrokultur verwendet wird. 

Zwei schichten Blähton in einem Topf

Schritt 2: Schneide das Vlies in die richtige Form

Schneide das Vlies so, dass im Durchmesser ca. 4 Zentimeter breiter ist als der Topfboden. Damit der Wasserfluss erhöht wird habe ich zusätzlich mit einem Zahnstocher ein paar kleine Löcher in den Vlies gestochen. Die Löcher sind so klein, dass keine Erde durchdringen kann. 

Ausgeschnittenes Stück Vlies mit kleinen Löchern

Schritt 3: Das Vlies auf den Blähton legen

Lege das Vlies in den Topf, sodass der Blähton nicht mit der Erde in Berührung kommen kann. Da du das Vlies etwas größer geschnitten hast, kannst du ohne Probleme das Vlies am Topfrand andrücken. Es muss nicht perfekt sein. Auch wenn es ein bisschen Erde am Vlies vorbei schafft, wird es beim gießen ausgespült.

Vlies liegt auf Blähton in einem Topf

Schritt 4: Eine erste Schicht Erde legen

Nun füllst du eine ca. 5 Zentimeter hohe Schicht mit deiner selbst angemischten Erde in das Gefäß. Das hat den Vorteil, dass du die Erde nun an den Topfrand drücken kannst, sodass sich das Vlies nicht so schnell verschiebt, wenn du im nächsten Schritt die Monstera eintopfst. 

Nun kannst du die Monstera in den Topf wie gewohnt einpflanzen. Falls du hierbei Unterstützung brauchst, haben wir hier einen Beitrag für dich bereitgestellt, welcher dir beim umtopfen der Monstera helfen kann.

Ein Gefäß, welches gefüllt ist mit Blähton, darüber eine Schicht Vlies und Erde

Das Resultat der verbesserten Drainage durch Vlies und Blähton

Nun füllst du eine ca. 5 Zentimeter hohe Schicht mit deiner selbst angemischten Erde in das Gefäß. Das hat den Vorteil, dass du die Erde nun an den Topfrand drücken kannst, sodass sich das Vlies nicht so schnell verschiebt, wenn du im nächsten Schritt die Monstera eintopfst. 

Nun kannst du die Monstera in den Topf wie gewohnt einpflanzen. Falls du hierbei Unterstützung brauchst, haben wir hier einen Beitrag für dich bereitgestellt, welcher dir beim umtopfen der Monstera helfen kann.

🌿Monstera: Diese Erde kannst du verwenden + DIY Mischung🌿

Kann ich Kakteenerde für die Monstera verwenden?

Kakteenerde alleine eignet sich nicht, um eine Monstera zu kultivieren. Bei Kakteenerde steht vor allem das Substrat im Vordergrund, welches kaum Feuchtigkeit speichert. Klassisch wird es für sukkulente Pflanzen verwendet, welches äußerst empfindlich reagieren auf einen konstant feuchten Boden und nährstoffarm leben. 

Das sind zwei Eigenschaften, welche sich nicht mit den Bedürfnissen der Monstera vertragen. Die Tropenwälder Südamerikas versorgen die Monstera mit einer konstanten Feuchtigkeit und decken den Nährstoffgehalt mit reichlich abfallender Vegetation. Beides kann die Monstera nicht in der Kakteenerde finden, also solltest du nicht ausschließlich Kakteenerde verwenden. 

Kann ich Komposterde für die Monstera verwenden?

Auch Komposterde alleine eignet sich nicht für die Monstera. Sie ist dichter als normale Blumenerde und bietet somit keine ausreichende Drainage. Der Boden würde zu viel Feuchtigkeit halten, was dazu führen kann, dass die Wurzeln der Monstera verfaulen. 

Kompost eignet sich jedoch sehr gut als Zusatz, welche man im geringen Maße unter die Blumenerde mischen kann. Wie in unserem Beispiel haben wir einiges dafür getan, die Drainage im Boden zu verbessern und dann kann es durchaus von Vorteil sein, wenn du Komposterde für deine Monstera verwendest.

Kann ich Orchideenerde für die Monstera verwenden?

Orchideenerde ist keine gute Wahl, um seine Monstera damit zu versorgen. Sie hat ähnliche Eigenschaften wie Kakteenerde und ist sehr wasserdurchlässig und kann kaum Feuchtigkeit speichern. Das bedeutet, dass die Pflege aufwendiger ist als bei einer Pflanzung in normaler Blumenerde. 

Aber genau wie beim Kompost, kann die Orchideenerde unter die normale Blumenerde gemischt werden, um die Erde etwas luftiger zu machen. Im Großen und Ganzen schadet man der Monstera nicht, wen man Orchideenerde verwendet, du solltest jedoch ein genaues Auge auf den ph-Wert werfen. Orchideenerde kann oftmals zu sauer werden und dadurch lösen sich weniger Nährstoffe aus dem Boden.

Anzeichen dafür, dass Sie die falsche Erdmischung für die Monstera verwendest

Die falsche Erdmischung zu verwenden passiert jeden mal, genauso wie die Monstera zu lange in derselben Erde stehenzulassen. Aber das wird dir deine Monstera mitteilen und dann solltest du aufmerksam werden. 

Die häufigsten Anzeichen dafür, dass die Monstera in der falschen Erde steht sind hängende Blätter. Wenn du dieses erste Anzeichen ignorierst, wird es dazu kommen, dass sich die Blätter der Monstera gelb färben. Häufigste Ursache für die Probleme mit der Erde ist die fehlende Drainage. Die Monstera erstickt quasi, da die zu nasse Erde, die Wurzeln der Monstera umschließt. Bilden sich braune Flecken mitten auf den Blättern der Monstera, kannst du davon ausgehen die Wurzeln durch die schlechte Drainage faulen. 

Hingegen sind braune Flecken an den Blattspitzen der Monstera ein Zeichen dafür, dass die Pflanze nicht genug Wasser bekommt. Im Umkehrschluss könnte die Drainage zu gut sein und die Monstera kann bei einer trockenen Luft den Wasserverlust über die Blättern nicht ausgleichen.

Auch wenn du nur selten gießt, kann es gerade in den Wintermonaten dazu kommen, dass sich die Erde wie ein Schwamm vollsaugt und die Feuchtigkeit zu lange hält.

🌿Monstera: Diese Erde kannst du verwenden + DIY Mischung🌿