Monstera Hydrokultur, im Granulat oder Wasser
Eine Monstera in Hydrokultur zu halten, mag auf den ersten Blick komplex erscheinen, doch mit dem richtigen Wissen über Substrate und sorgfältiger Vorbereitung kannst du deine Pflanze optimal versorgen. Mineralische Substrate wie Blähton und Lavagranulat bieten ideale Bedingungen für das Wurzelwachstum und die Wasseraufnahme.

Das richtige Substrat
Die Monstera in Hydrokultur zu halten, erfordert ein gewisses Maß an Wissen über geeignete Substrate und den besten Zeitpunkt für die Umstellung. Mineralische Substrate wie Blähton und Lavagranulat sind dabei besonders geeignet.
Blähton
Blähton besteht hauptsächlich aus Ton, der bei über 1000°C gebrannt wird. Er ist in der Lage, Wasser zu speichern und zu transportieren, was für die Hydrokultur essenziell ist. Zudem schimmelt Blähton nicht und bleibt durch seine natürlichen Eigenschaften stabil im Topf. Die Struktur von Blähton ist so beschaffen, dass die glatte Oberfläche wenige Poren aufweist, während das Innenleben löchrig und mit vielen Luftkammern ausgestattet ist, um die Wasseraufnahme und -transport zu gewährleisten.
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Lavagranulat
Lavagranulat besteht aus natürlichen Mineralstoffen, die aus abgekühltem Magma gewonnen werden. Dieses Substrat ist besonders luftig und leicht, was eine hervorragende Sauerstoffzufuhr gewährleistet. Ein weiterer Vorteil von Lavagranulat ist seine Fähigkeit, Wasser zu speichern und je nach Körnung unterschiedlich schnell abzugeben. Für die Hydrokultur von Monstera wird empfohlen, feines Lavagranulat mit einer Körnung von 2 mm bis 8 mm zu verwenden.
Vorbereitung
Um die Monstera erfolgreich auf Hydrokultur umzustellen, ist eine sorgfältige Vorbereitung unerlässlich. Hier sind die Schritte und Materialien, die du benötigst, um den Übergang reibungslos zu gestalten.
- Topf mit Drainageloch: Ideal ist ein spezieller Hydrokulturtopf, der eine gute Drainage ermöglicht.
- Übertopf: Der Hydrokulturtopf sollte so in den Übertopf passen, dass er den Boden berührt, um die Wasserzufuhr optimal zu gewährleisten.
- Wasserstandsanzeiger: Dieser zeigt dir an, wie viel Wasser im Übertopf vorhanden ist und wann nachgefüllt werden muss. Solche Anzeiger sind kostengünstig in Baumärkten erhältlich.
- Substrat waschen: Bevor du den Blähton oder das Lavagranulat verwendest, solltest du es gründlich waschen. Mehrfaches Durchwaschen entfernt Staub und andere Verunreinigungen und sorgt dafür, dass der pH-Wert des Wassers nicht negativ beeinflusst wird.
- Wurzeln reinigen: Die Wurzeln der Monstera müssen vollständig von der Erde befreit werden. Spüle die Wurzeln gründlich ab, bis keine Erdpartikel mehr vorhanden sind. Dies ist wichtig, um Wurzelfäule zu vermeiden, die durch verbleibende Erde in der Hydrokultur entstehen könnte.

Auf Hydrokultur umstellen
Der optimale Zeitpunkt, um eine Monstera auf Hydrokultur umzustellen, liegt in ihrer Wachstumsphase von April bis August. Während dieser Zeit kann die Pflanze den Wechsel besser verkraften und sich schneller an die neuen Bedingungen anpassen. Es ist wichtig, die Monstera nicht während ihrer Ruhephase im Herbst und Winter umzustellen, da sie in dieser Zeit anfälliger für Stress ist und die Umstellung schlechter überstehen könnte.
Monstera in Lavagranulat
- Lavagranulat: 75%
- Feines Tongranulat: 25%

Topf zu ⅓ füllen: Beginne damit, den Hydrokulturtopf zu einem Drittel mit dem vorbereiteten Substrat zu füllen. Diese erste Schicht sorgt für eine gute Basis und Stabilität.

Monstera halten und Topf auffüllen: Halte die Monstera mittig im Topf und fülle den Rest des Substrats vorsichtig um die Wurzeln herum ein. Achte darauf, dass sich das Substrat gleichmäßig zwischen den Wurzeln verteilt und keine Luftlöcher entstehen. Dabei solltest du darauf achten, dass die Wurzeln gut im Substrat verankert sind, um der Pflanze Halt zu geben.

Monstera in Blähton
Drei Schichten Blähton in Glasgefäß: Beginne damit, das Glasgefäß mit drei Schichten Blähton zu füllen. Dies dient dazu, dass die Wurzeln nicht direkt im Wasser stehen und stets gut belüftet sind.

Monstera halten und Blähton einfüllen: Halte die Monstera in der gewünschten Position und fülle schichtweise Blähton ein. Achte darauf, dass sich der Blähton gleichmäßig um die Wurzeln verteilt. Dies fördert eine stabile Verankerung und sorgt dafür, dass die Wurzeln optimal mit Sauerstoff versorgt werden.

Blähtonschichten verteilen: Verteile den Blähton sorgfältig, um sicherzustellen, dass keine Hohlräume entstehen. Diese können dazu führen, dass die Wurzeln nicht ausreichend Kontakt zum Substrat haben, was die Wasser- und Nährstoffaufnahme beeinträchtigen könnte.

Pflege der Hydrokultur
Gießen: Mit einem Wasserstandsanzeiger füllst du das Wasserreservoir bis zum angegebenen Optimum. Warte, bis der Wasserstandsanzeiger das Minimum erreicht hat, und warte dann weitere vier Tage. Danach füllst du das Wasserreservoir erneut bis zum Optimum auf. Ohne Wasserstandsanzeiger füllst du das Glasgefäß mit Wasser bis zu einer Höhe von etwa drei Fingerbreiten. Warte, bis das Wasser vollständig verbraucht ist, und warte dann weitere vier Tage. Anschließend füllst du das Glasgefäß erneut bis zu einer Höhe von drei Fingerbreiten.

Düngen: Verwende bei jedem Gießen einen speziellen Hydrokulturflüssigdünger. Beachte die Dosierungsanweisungen des Herstellers, um eine Über- oder Unterdüngung zu vermeiden. Durch das genaue Einhalten dieser Gieß- und Düngeanweisungen stellst du sicher, dass deine Monstera in der Hydrokultur optimal mit Wasser und Nährstoffen versorgt wird.
Die Monstera im Wasser kultivieren
Die Kultivierung einer Monstera nur im Wasser ist eine durchaus machbare Methode, die viele praktische und Vorteile bietet. Obwohl dies nicht die typische Art ist, eine Monstera zu halten, kann sie auch im Wasser gut gedeihen, wenn du einige wichtige Pflegetipps beachtest.
Vorteile
- Weniger Schädlinge: Pflanzen im Wasser sind weniger anfällig für Schädlinge, da keine Erde als Nährboden für sie vorhanden ist.
- Ästhetisches Aussehen: Das Wurzelsystem der Monstera ist in einem durchsichtigen Gefäß sichtbar und sorgt für einen besonderen Hingucker.
- Weniger Pflegeaufwand bei Abwesenheit: Du musst dir keine Sorgen machen, dass die Erde austrocknet, wenn du mal nicht zu Hause bist.
Nachteile:
- Begrenztes Wachstum: Die Nährstoffversorgung im Wasser ist eingeschränkt, was das Wachstum der Pflanze verlangsamen kann.
- Spezialdünger erforderlich: Um Nährstoffmängel zu vermeiden, musst du regelmäßig Hydrokultur-Dünger hinzufügen.
- Wasserwechsel erforderlich: Mindestens einmal pro Woche solltest du das Wasser wechseln, was etwas zeitintensiv sein kann.
Pflege der Monstera im Wasser
Das Wasser sollte mindestens einmal pro Woche gewechselt werden. Dies ist wichtig, um die Ansammlung von Schadstoffen zu verhindern und die Sauerstoffversorgung der Wurzeln sicherzustellen. Achte darauf, das alte Wasser vollständig zu entfernen und das Gefäß gründlich zu reinigen, bevor du frisches Wasser einfüllst. Füge beim wöchentlichen Wasserwechsel speziellen Hydrokultur-Dünger hinzu. Dieser liefert die notwendigen Nährstoffe, damit deine Monstera gesund und kräftig bleibt.
Stelle die Monstera an einen hellen Platz mit viel indirektem Licht. Direkte Sonneneinstrahlung kann die Blätter verbrennen, also vermeide diese. Reinige die Wurzeln etwa einmal im Monat. Streife sie leicht ab, um Algenansammlungen zu entfernen und die Gesundheit der Pflanze zu fördern. Dies hilft auch, den Sauerstoffaustausch zu verbessern und die Wasserqualität zu erhalten.
