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  • Kai 

Monstera Pflege: Alles wichtige auf einen Blick

Die Monstera Deliciosa, auch Fensterblatt genannt, ist ein echter Hingucker dank ihrer markanten, geschlitzten Blätter und ihrer pflegeleichten Natur. Ursprünglich aus den tropischen Wäldern Mittel- und Südamerikas, passt sie sich perfekt an Innenräume an. Erfahre in diesem Artikel alles Wichtige über Standortwahl, Bewässerung, Düngung und mehr, um deine Monstera gesund und schön zu halten.

Monstera Pflege: Alles wichtige auf einen Blick

Herkunft

Die Monstera, auch bekannt als Fensterblatt, stammt ursprünglich aus den tropischen Wäldern Mittel- und Südamerikas. Ihre Beliebtheit verdankt sie nicht nur ihrer Robustheit und einfachen Pflege, sondern auch ihren markanten, geschlitzten Blättern, die ein echter Blickfang sind. Als Zimmerpflanze zeigt sich die Monstera sehr anpassungsfähig.

Standort

Die Monstera bevorzugt viel indirektes Licht und gedeiht am besten in Räumen mit Fenstern, die nach Süden, Westen oder Osten ausgerichtet sind. In den frühen Morgen- oder späten Abendstunden kann die Monstera jedoch etwas direkte Sonne vertragen, da diese weniger intensiv ist und keinen Schaden anrichtet. An einem sonnigen Südfenster muss deine Monstera unbedingt durch einen hellen Vorhang geschützt werden. Auch an etwas schattigeren Orten überlebt die robuste Monstera, jedoch wächst sie dort kaum.

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Monstera draußen halten

Die Monstera kann nur im Sommer draußen stehen, und das auch nur im Topf. Stelle sie frühestens im Juni ins Freie, um Kälteschäden zu vermeiden, und bringe sie nach dem Sommer wieder in Innenräume. Wähle unbedingt einen halbschattigen Standort und vermeide die Mittagssonne zwischen 12 und 16 Uhr, da die Monstera sonst einen Sonnenbrand bekommt mit braunen Flecken auf den Blättern.

Eine Monstera wächst am perfekten Standort und hat große Blätter mit vielen Blattschlitzen

Gießen

Der Boden sollte gleichmäßig feucht, aber nicht nass sein. Gieße die Pflanze am besten, sobald die obersten 3-5 cm der Erde angetrocknet sind. Je nach Wetterlage und Größe der Monstera, muss sie im Hochsommer zweimal die Woche gegossen werden, sonst reicht eine wöchentliche Wasserzufuhr vollkommen aus. Achte darauf, dass die Erde nie vollständig austrocknet, sonst bekommt deine geliebte Monstera braune Blattspitzen.

Empfehlung: Gibst du deinen Pflanzen mal wieder zu viel Wasser? Mit einem Bodenfeuchtigkeitsmessgerät ist es kinderleicht, deine Pflanze zum richtigen Zeitpunkt zu gießen. Den genausten Feuchtigkeitsmesser findest du hier.

Düngen

Während der Wachstumsphase von Mai bis August sollte die Monstera alle zwei Wochen mit einem Flüssigdünger für Grünpflanzen versorgt werden. Im Winter reicht es, alle 4 bis 6 Wochen zu düngen. Besonders wichtig sind die Makronährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium. Ein Grünpflanzendünger mit einem NPK-Verhältnis von etwa 6(N):3(P):6(K) ist ideal, wobei der Stickstoffanteil besonders hoch sein sollte, um das Blattwachstum optimal zu fördern. Stickstoff fördert das Blattwachstum und die Bildung von Trieben. Phosphor unterstützt den Aufbau der Zellmembranen und den Stoffwechsel, während Kalium den Wasserhaushalt und den osmotischen Druck reguliert.

Empfehlung: Gibst du deinen Pflanzen mal wieder zu viel Wasser? Mit einem Bodenfeuchtigkeitsmessgerät ist es kinderleicht, deine Pflanze zum richtigen Zeitpunkt zu gießen. Den genausten Feuchtigkeitsmesser findest du hier.

Mit Kaffesatz düngen

Kaffeesatz kann als natürlicher Dünger die Monstera mit wichtigen Nährstoffen wie Stickstoff, Kalium und Phosphor versorgen. Allerdings sollte der Kaffeesatz nur sparsam verwendet werden, da das restliche Koffein in hohen Mengen schädlich für den Boden ist. Es reicht, etwa alle drei Monate eine dünne Schicht Kaffeesatz in die oberste Erdschicht der Monstera einzuarbeiten. Anschließendes Gießen sorgt dafür, dass die Nährstoffe zu den Wurzeln der Monstera gelangen. Eine vollständige Düngung kann der Kaffeesatz jedoch nicht ersetzen.

Luftfeuchtigkeit & Temperatur

Die Monstera bevorzugt eine Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 60 Prozent. Besonders im Winter, wenn die Luft in beheizten Räumen oft trocken ist, solltest du die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Dies solltest du am besten durch einen Luftbefeuchter tun, denn auch hier drohen braune Blattspitzen. Halte sie also auch von Heizkörpern fern. Temperaturen von 15 bis 25 Grad Celsius sind ideal für die Monstera, wobei die durchschnittliche Raumtemperatur um die 21 Grad Celsius liegen sollte. Achte darauf, die Pflanze vor starken Temperaturschwankungen und kalter Zugluft zu schützen.

Erde & Umtopfen

Das Umtopfen der Monstera sollte regelmäßig, etwa alle 1 bis 2 Jahre, erfolgen, um der Pflanze genügend Raum für das Wurzelwachstum zu bieten. Dabei ist es wichtig, auf die Wahl der richtigen Erde und des geeigneten Topfes zu achten. Hochwertige Blumenerde ist die Basis für ein gesundes Pflanzenwachstum. Sie sollte mit Zusatzstoffen wie Perlit oder Tongranulat angereichert werden, um die Bodenbelüftung zu verbessern und eine gute Drainage zu gewährleisten. Mehr Informationen und detaillierte Anleitungen zum Umtopfen sowie zur perfekten Erdmischung finden sich im speziellen Beitrag „Monstera umtopfen in die optimale Erde“.

Eine Monstera, welche von der Erde befreit wurde, liegt neben einem Topf und frischer Erde

Rankhilfe

Eine Rankhilfe ist für deine Monstera wirklich wichtig. In der Natur klettert sie an Bäumen hoch, aber in unseren Wohnzimmern fehlt diese Stütze. Ohne Rankhilfe wächst die Monstera unkontrolliert und verliert ihre schöne Form. Mit einer Rankhilfe können die Luftwurzeln Halt finden und die Pflanze stabilisieren. Ein Moosstab ist ideal, weil er Feuchtigkeit und Nährstoffe liefert. Das Sphagnum Moos speichert Wasser und gibt es langsam an die Pflanze ab. Das hilft den Luftwurzeln, sich gut zu verankern. Eine günstigere Alternative ist der Kokosfaserstab. Er bietet guten Halt für die Luftwurzeln, liefert aber keine zusätzliche Feuchtigkeit oder Nährstoffe.

Vermehrung

Die Vermehrung der Monstera erfolgt am erfolgreichsten durch Kopf- und Stammstecklinge. Einzelne Blätter sind für die Vermehrung ungeeignet. Kopfstecklinge werden direkt vor oder am letzten Blattknoten abgeschnitten, was eine schnellere Wurzelbildung fördert. Stammstecklinge hingegen ermöglichen die Gewinnung mehrerer Ableger von einem Trieb, benötigen jedoch mehr Zeit für ihr Wachstum. Die beste Zeit für die Vermehrung liegt zwischen Mai und September. Eine detaillierte Schritt-für-Schritt Anleitung findest du in unserem Beitrag „Monstera vermehren„.

Blüte

In ihrer natürlichen Umgebung kann die Monstera ab einem Alter von 5-7 Jahren Blüten und Früchte bilden. Die Entwicklung von der Blüte zur reifen Frucht dauert etwa ein Jahr. Bei Zimmerpflanzen sind Blüten- und Fruchtbildung allerdings selten. Nur vollständig ausgereifte Früchte sind essbar, da unreife Früchte hohe Mengen an Oxalsäure enthalten. Diese ist giftig und kann zu schweren Reizungen im Mund, Rachen und Verdauungstrakt führen.

Schädlinge & Krankheiten

Pilzkrankheiten können bei der Monstera erheblichen Schaden anrichten, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Eine der häufigsten Erkrankungen ist die Augenfleckenkrankheit, verursacht durch Ascochyta, die gelb-braune Flecken mit heller Umrandung. Wurzelfäule, hervorgerufen durch Phytophthora, Pythium und Rhizoctonia, zeigt sich durch braune, muffig riechende Wurzeln und entsteht meist durch zu nasse Erde und unzureichende Drainage. Schädlinge auf der Monstera können ebenfalls schnell zu einem Problem werden. Es gibt verschiedene Arten, die du kennen solltest:

Monstera Pflege: Alles wichtige auf einen Blick
  • Spinnmilben: Diese winzigen Schädlinge hinterlassen feine Netze und gelbe Punkte auf den Blättern.
  • Blattläuse: Bis zu 3 mm große Insekten, die deformierte Blätter und klebrige Ablagerungen verursachen.
  • Schildläuse: Gepanzerte Insekten, die fest an Blättern und Stängeln haften.
  • Wollläuse: Erkennbar an einer weißen Wachsschicht, hinterlassen klebrige Blattoberflächen.
  • Thripse: Kleine Insekten, die gelbe und braune Flecken auf den Blättern verursachen.
  • Trauermücken: Kleine schwarze Fliegen, deren Larven das Wurzelsystem schädigen.